MARKTWERT 2026

VW Käfer 1303 Cabriolet

Karmann-Cabrio · 1972–1980

VW Käfer Karmann-Cabriolet
Foto: Lothar Spurzem · CC BY-SA 2.0 de · Wikimedia Commons

VW Käfer Karmann-Cabriolet. Detail-Daten zu Motoren, Schwachstellen und Marktwert.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 34.000 – 46.000 €
Zustand 2 (Gut) 22.950 – 31.049 €
Zustand 3 (Gepflegt) 14.450 – 19.550 €
Zustand 4 (Alltag) 7.650 – 10.350 €
Zustand 5 (Restobjekt) 3.825 – 5.175 €
Bauzeitraum
1972 – 1980
Versicherung (Zustand 2)
324–756 €/Jahr
Produktionszahl
331.847 Käfer Cabriolets bei Karmann (alle Baureihen 1949–1980, laut Volkswagen); Käfer gesamt 21.529.464 (1938–2003), zuletzt nur noch aus Puebla (Mexiko, Käfer-Produktion dort 1967–2003)
H-Kennzeichen ab
2002

Über den VW Käfer 1303 Cabriolet

Über den VW Käfer Karmann-Cabriolet

Der VW Käfer ist mit 21.529.464 Exemplaren (1938–2003) eines der meistgebauten Autos der Welt. Diese Seite behandelt das Käfer 1303 Cabriolet, das Karmann von 1972 bis zum 10. Januar 1980 baute. Es übernahm die Technik der 1303-Limousine mit gewölbter Panorama-Windschutzscheibe, gepolstertem Armaturenbrett, McPherson-Federbeinen vorn und Schräglenker-Hinterachse und wurde nach Volkswagen-Angaben als 1303 LS mit 1,6 Liter und 50 PS angeboten. Die 1303-Limousine lief dagegen nur bis Juli 1975 vom Band. Insgesamt entstanden 331.847 Käfer Cabriolets. In Mexiko (Puebla) liefen bis zum 30. Juli 2003 nur noch Limousinen vom Band, zuletzt die Última Edición mit 3.000 Exemplaren.

Motorisierungen

  • → Vierzylinder-Boxer 1,6 Liter, 50 PS (37 kW): Motor des 1303 LS Cabriolet laut Volkswagen, luftgekühlt, mit einem Fallstromvergaser von Solex (kein Doppelvergaser).
  • → Vierzylinder-Boxer 1,3 Liter, 44 PS (32 kW): Motor der 1303-Limousine (1972–1975).
  • → Vierzylinder-Boxer 1,2 Liter, 34 PS: nur in der Sparversion 1303 A der Limousine (ab 1973).
  • → Mexiko-Käfer 1,6 Liter: ab 1992 (Typ 121) mit Einspritzung und Katalysator, nur als Limousine gebaut.

Karosserie-Varianten

  • → Käfer 1303 Limousine (1972–1975): gewölbte Panorama-Windschutzscheibe, gepolstertes Armaturenbrett mit Kippschaltern, McPherson-Federbeine vorn und Schräglenker-Hinterachse. Am 31. Juli 1975 endete in Emden die Fertigung, danach gab es in Deutschland nur noch den Käfer 1200 bis zum 19. Januar 1978.
  • → Käfer 1303 Cabriolet (1972–1980): von Karmann in Osnabrück gebaut, Stoffverdeck. Das letzte Käfer Cabriolet lief am 10. Januar 1980 vom Band, insgesamt entstanden 331.847 Käfer Cabriolets (1949–1980).
  • → Mexiko-Käfer (Puebla, 1967–2003): nur Limousine, ab 1978 offiziell auch nach Deutschland geliefert. Letzte Serie war die Última Edición (2003) mit 3.000 Exemplaren in Aquariusblau und Harvestmoonbeige.

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Heizkanäle (Schwellerbereich unter den Türen) und Heizbirnen: sammeln Kondenswasser und rosten. Reparaturbleche gibt es, die Arbeit ist aber aufwendig.
  • ! Wärmetauscher: korrodierte Wärmetauscher können Abgase in den Innenraum leiten. Vor dem Kauf sorgfältig prüfen.
  • ! Bodenbleche und Windschutzscheibenrahmen: weitere typische Roststellen, oft mit Spuren früherer Schweißreparaturen.
  • ! Überhitzung: Kühlluftklappen, Ölthermostat und Luftleitbleche müssen vorhanden und funktionsfähig sein.
  • ! Ölverlust: meist an den Ventildeckeldichtungen oder am Kurbelwellendichtring. Spürbares Axialspiel an der Kurbelwellen-Riemenscheibe deutet auf eine baldige Motorüberholung hin.
  • ! Fahrwerksaufnahmen: auf Rost, Verschleiß und Durchhängen prüfen. Bei Fahrzeugen bis 1974 mit Lenkgetriebe kann eine Lenkung, die nicht in die Mittellage zurückkehrt, auf ein zu stramm eingestelltes Lenkgetriebe hindeuten; ab 1974 hatte der 1303 eine Zahnstangenlenkung.
  • ! Verdeck: Stoff, Gestänge und Dichtungen prüfen. Ein Neubezug beim Sattler ist ein großer Posten, Angebot vor dem Kauf einholen.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Karosserie, Rost-Check Pflicht: Heizkanäle unter den Türen und Heizbirnen prüfen
  • ✓ Karosserie, Rost-Check Pflicht: Bodenbleche, Windschutzscheibenrahmen und Fahrwerksaufnahmen auf der Hebebühne
  • ✓ Motor und Antrieb: Wärmetauscher auf Durchrostung prüfen (Abgasgeruch bei eingeschalteter Heizung)
  • ✓ Motor und Antrieb: Ölverlust, Kurbelwellen-Axialspiel, Leerlauf und Gasannahme
  • ✓ Cabrio-Spezifika: Verdeck mehrfach öffnen und schließen
  • ✓ Cabrio-Spezifika: Stoff, Gestänge und Dichtungen prüfen
  • ✓ Dokumentation: Volkswagen-Zertifikat über Volkswagen Classic Parts (Ausstattung, Motor, Lack, Produktions- und Auslieferungsdatum)
  • ✓ Dokumentation: Erstzulassungs-Nachweis und Wartungsbelege

Genauen Wert für deinen VW Käfer 1303 Cabriolet berechnen

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Baujahr
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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum VW Käfer 1303 Cabriolet

Was ist ein VW Käfer 1303 Cabriolet wert? +
Ein Käfer 1303 Cabriolet in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 27.000 €, ein ordentliches Fahrzeug (Note 3) bei rund 17.000 €. Topzustand (Note 1) rund 40.000 €, Restaurierungsobjekte ab etwa 4.500 €. Die 1303-Limousine liegt deutlich darunter (Note 2 rund 14.000 €).
Was ist das Besondere am 1303? +
Neu am 1303 gegenüber dem 1302 waren die große, gewölbte Panorama-Windschutzscheibe und das gepolsterte Armaturenbrett mit Kippschaltern statt Zugschaltern, ab 1974 kam eine Zahnstangenlenkung. McPherson-Federbeine vorn und die Schräglenker-Hinterachse hatte bereits der 1302. Die 1303-Limousine lief bis Juli 1975, das 1303 Cabriolet war mit Produktionsende am 10. Januar 1980 der letzte in Deutschland gebaute Käfer.
Was unterscheidet Mexiko-Käfer von deutschen Käfern? +
Mexiko-Käfer wurden von 1967 bis zum 30. Juli 2003 in Puebla gebaut, ausschließlich als Limousine. Ab 1978 lieferte VW sie offiziell nach Deutschland, später kamen sie über freie Importeure. Ab 1992 (Typ 121) hatten sie Einspritzung und Katalysator. Die letzte Serie, die Última Edición, umfasste 3.000 Exemplare. Für das H-Kennzeichen zählt wie bei jedem Auto die Erstzulassung plus 30 Jahre.
Wie viele Käfer wurden insgesamt gebaut? +
21.529.464 Käfer zwischen 1938 und 2003. Davon entstanden knapp 15,8 Millionen in Deutschland, darunter die Cabriolets; die letzten liefen bis 30. Juli 2003 im mexikanischen Puebla vom Band. Karmann baute insgesamt 331.847 Käfer Cabriolets.
Welcher Käfer-Motor ist am haltbarsten? +
Belastbare Haltbarkeitsvergleiche zwischen den Käfer-Motoren gibt es nicht. Entscheidend ist die Pflege: regelmäßige Ölwechsel mit Nachweis (Practical Classics rät zu kurzen Intervallen von etwa 3.000 Meilen), intakte Kühlluftführung mit Ölthermostat und dichte Wärmetauscher.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.