Standschäden
Schäden, die durch lange Stillstandszeit entstehen, Reifen-Eierform, Bremsenrost, Kraftstoffvergreisung, Dichtungstrocknung.
Standschäden sind Schäden, die *durch das Nicht-Fahren* eines Klassikers entstehen, im Gegensatz zu Verschleißschäden, die durch Nutzung entstehen. Typische Standschäden:
- Reifen: dauerhaft auf einer Stelle stehend bilden sich Eierformen und brüchige Flanken. Reifen unter 3 Monaten Standzeit erholen sich meist, ab 6+ Monaten sind sie typischerweise irreversibel beschädigt. - Bremsen: Korrosion an Bremsscheiben und Bremszylindern, Festsetzen von Bremssätteln. Erste Sichtspuren nach 4–6 Wochen, irreversibler Schaden ab 6+ Monaten. - Kraftstoff: Benzin verharzt nach 6–12 Monaten, Diesel länger haltbar aber dann Bakterienbildung. Verstopft Düsen, Filter und kann den Tank beschädigen. - Dichtungen: Gummi-Dichtungen trocknen aus, Wellendichtringe werden hart und undicht. Erste Probleme nach 1–2 Jahren Standzeit. - Innenraum: Schimmel bei feuchter Lagerung, Verformung der Polster, Vergilbung der Plastik-Teile bei UV-Bestrahlung durch Fenster. - Motor: Hydraulik-Stößel können Bock-fallen, Kolbenringe können festkleben, Lager können trockenlaufen beim Wiederanlassen.
Die Ruheversicherung deckt Standschäden meist *nicht* ab, sie versichert gegen Diebstahl, Feuer, Sturm, nicht gegen Stand-bedingten Verschleiß. Wer einen Klassiker einlagert, sollte deshalb eine Einlagerungs-Vorbereitung durchführen (Reifendruck erhöhen, Bremsflüssigkeit wechseln, Kraftstoff stabilisieren, Dichtungen pflegen, Batterie an Erhaltungsladegerät anschließen).
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