KAUFBERATUNG 2026

Alfa Romeo GT (937) Kaufberatung 2026

Das letzte Bertone-Alfa-Coupé, Motoren, Schwachstellen, Marktwerte

Alfa Romeo GT (Typ 937) Bertone-Coupé
Foto: Manoj Prasad from Kuala Lumpur, Malaysia · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons

Der Alfa Romeo GT (Typ 937) war von 2003 bis 2010 ein elegantes Bertone-Coupé und das letzte Alfa-Serienmodell mit Bertone-Design. Auf der Plattform von 156 und 147 aufbauend und im Werk Pomigliano d'Arco gebaut, bot er vom genügsamen Diesel bis zum klangstarken 3.2-Liter-Busso-V6 eine breite Palette. Diese Kaufberatung deckt alle Motorisierungen ab, mit Schwachstellen, dem Busso-V6 als Top-Variante und Markteinordnung. Als bezahlbarer, designstarker Youngtimer ist der GT ein interessanter Einstieg in die Alfa-Coupé-Welt.

Das Wichtigste in Kürze
Für wen geeignet
Liebhaber italienischen Designs und Youngtimer-Einsteiger, die ein elegantes Bertone-Coupé mit Charakter suchen, in der V6-Version mit dem 240 PS starken Busso-Sechszylinder.
Preisspanne (Note 2)
Vierzylinder und Diesel je nach Zustand ca. 1.000–10.000 €, sehr gute Exemplare um 6.500 €; gepflegte 3.2 V6 werden um 18.000–24.000 € angeboten.
Größtes Risiko
Rost an den Schwellern (tragender Innenschweller unter der Verkleidung), Zahnriemen-Intervalle bei allen Motoren, Ölverbrauch und Zündspulen beim 2.0 JTS sowie Verschleiß der vorderen Querlenker.
Inhalt dieser Kaufberatung
  1. Modell-Historie und Bauzeitraum
  2. Karosserie-Varianten im Überblick
  3. Motorisierungen im Überblick
  4. Rost-Hotspots, die kritischen Zonen
  5. Allgemeine Schwachstellen
  6. H-Kennzeichen-Voraussetzungen
  7. Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)
  8. Kauf-Checkliste
  9. Welcher passt zu dir?
  10. Varianten im Wert-Vergleich
  11. Bezugsquellen
  12. Häufige Fragen

Modell-Historie und Bauzeitraum

Der Alfa Romeo GT (Typ 937) wurde im März 2003 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt, die Serienversion folgte auf der IAA im Herbst desselben Jahres. Die Produktion lief am 28. November 2003 im Alfa-Werk Pomigliano d'Arco an, wo auch 147 und 159 entstanden. Gezeichnet wurde das Coupé von Giuliano Biasio bei Bertone; Bertone hätte den Wagen gern im eigenen Werk gebaut, Fiat lehnte das ab. Der GT gilt als letztes Serienmodell von Alfa Romeo mit Bertone-Design. Technisch basiert er auf der Plattform von 156 und 147 mit Quermotor und Frontantrieb, die Heckklappe gibt Zugang zu 320 bis 905 Litern Kofferraum.

Die Motorenpalette umfasste den 1.8 Twin Spark (140 PS), den 2.0 JTS mit Benzin-Direkteinspritzung (165 PS, als einziger auch mit Selespeed-Getriebe), den 1.9 JTD-Turbodiesel mit 150 PS (ab 2008 zusätzlich mit 170 PS) und den 3,2-Liter-V6 aus der Busso-Familie mit 240 PS und 300 Nm. Der V6 wurde nur bis 2007 angeboten (in Deutschland bis Mitte 2007). Im Oktober 2006 kamen das Q2-Sperrdifferenzial für den Diesel und die Ausstattungslinie Black Line hinzu, 2004 wurde der GT als „Automobile più bella del mondo“ ausgezeichnet.

2010 endete die Fertigung (je nach Quelle im März oder Juni) nach insgesamt 80.832 Exemplaren, ein direkter Nachfolger kam nicht. Heute ist der GT ein bezahlbarer, designstarker Youngtimer; der V6 ist die gesuchteste Variante, die kleineren Motorisierungen sind günstige Einstiege in die Alfa-Welt. Rost an den Schwellern, die Zahnriemen-Historie und beim JTS der Ölverbrauch sind die zentralen Themen beim Kauf.

Bauzeitraum
2003–2010
Produktionszahl
80.832 Exemplare (November 2003 bis 2010), letztes Alfa-Serienmodell mit Bertone-Design
Produktionsstätte
Alfa-Romeo-Werk Pomigliano d'Arco (Design Bertone, Plattform 156/147)

Karosserie-Varianten

Coupé 2-türig 2003–2010

Die einzige GT-Karosserie, elegantes Bertone-Design mit praktischer Heckklappe.

Motorisierungen im Überblick

Die wichtigsten Triebwerke der Baureihe. Für motorisierungsspezifische Schwachstellen und Marktwerte siehe die einzelnen Modell-Seiten unten.

1.8 Twin Spark

1.8 TS (1.747 cm³), 140 PS, 163 Nm. Einstiegsbenziner, Angebot je nach Markt unterschiedlich (in Deutschland laut ADAC-Daten in de.wikipedia 08/2005 bis 06/2007, 2008 noch im Sondermodell Cloverleaf). Phasenversteller (Variator) und Zahnriemen-Intervall beachten.

2.0 JTS

2.0 JTS (1.970 cm³) mit Benzin-Direkteinspritzung, 165 PS, 206 Nm, 2003 bis 2010. Einziger Motor mit Selespeed-Getriebe. Auf Ölverbrauch und Zündspulen achten.

1.9 JTD

1.9 JTD-Turbodiesel (1.910 cm³), 150 PS und 305 Nm, 2003 bis 2010; ab 2008 zusätzlich mit 170 PS. Ab 2006 mit Q2-Sperrdifferenzial lieferbar.

3.2 Busso V6

3,2-Liter-V6 (3.179 cm³) aus der Busso-Familie, 240 PS, 300 Nm, 6-Gang-Schaltgetriebe, nur 2003 bis 2007 (in Deutschland bis Mitte 2007). Gesuchte Topvariante, Zahnriemen-Intervall strikt einhalten.

Rost-Hotspots, die kritischen Zonen

Rost ist der mit Abstand wichtigste Wertkiller. Diese Stellen vor dem Kauf zwingend prüfen. Der Schwere-Indikator zeigt den Reparatur-Aufwand.

Schweller

Kritisch

Größte Schwachstelle: Der tragende Innenschweller sitzt unter dem rein optischen Außenschweller und rostet unbemerkt; Rostpickel außen deuten auf Schäden innen. Werkseitige Dämmeinlagen halten Feuchtigkeit, falsches Anheben schadet zusätzlich.

Übergang Kotflügel zu Schweller

Mittel

Hier sammelt sich Schmutz und Feuchtigkeit, Rost wird in Fachforen häufig genannt.

Unterboden und Hilfsrahmen

Mittel

Bodenblech an den Ablauflöchern vor den Hinterrädern, Hilfsrahmen und Federbeinaufnahmen auf Rost prüfen, am besten auf der Hebebühne.

Allgemeine Schwachstellen

Diese Probleme treten unabhängig von der Motorisierung auf. Motorspezifische Schwachstellen findest du auf den einzelnen Modell-Seiten.

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    Variable Ventilsteuerung (1.8/2.0) Werkstatt 300–900 €
    Die Steuerung (Variator) kann verschleißen, Rasseln beim Kaltstart ist ein Warnzeichen.
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    Zahnriemen (alle Motoren, besonders V6) Werkstatt ca. 260–420 € (Portal-Richtwert), V6 laut Fachforum ca. 1.000–1.500 €
    Intervalle laut Werkstattportal: 1.8 TS und 2.0 JTS alle 60.000 km bzw. 5 Jahre, 1.9 JTD und 3.2 V6 alle 120.000 km bzw. 5 Jahre. Classics World nennt strengere Werte (Vierzylinder 36.000 Meilen bzw. 3 Jahre, V6 und Diesel 60.000 Meilen bzw. 5 Jahre, jeweils mit Wasserpumpe). Ein gerissener Riemen führt zu schwerem Motorschaden, die Wechsel-Historie ist deshalb Pflicht.
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    2.0 JTS: Ölverbrauch und Zündspulen Werkstatt je nach Befund, Zündspulen als Verschleißteil
    Der JTS nimmt laut Besitzern gern Öl, Ölstand regelmäßig prüfen. Zündspulen fallen häufiger aus, Folge sind Zündaussetzer, Ruckeln und Leistungsverlust; Classics World nennt zusätzlich defekte Einspritzdüsen. Ölverlust an den hinteren Deckeln der Ausgleichswellen ist ebenfalls bekannt.
  • !
    Vorderachse und Querlenker selbst oder Werkstatt 200–600 €
    Obere und untere Querlenker sowie Stabilisatorlager verschleißen, Folge sind Poltern und Quietschen an der Vorderachse.
  • !
    Elektrik und Sensorik selbst oder Werkstatt 80–400 €
    Alfa-typische kleine Elektrik-Macken, Sensoren und Schalter im Auge behalten.

H-Kennzeichen, was du wissen musst

Erste Modelle H-fähig ab
2033
Jährliche Kfz-Steuer
Normale Kfz-Steuer nach Hubraum und Schadstoffklasse. Youngtimer-Versicherung oft 150 bis 350 €/Jahr.

Die frühesten GT (2003) erreichen die H-Kennzeichen-Reife ab 2033. Aktuell ist der GT ein Youngtimer, für den sich eine Youngtimer-Versicherung anbietet, vor allem für den V6.

Voraussetzungen
  • ✓ Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurück (ab 2033)
  • ✓ Weitgehend originaler, gepflegter Zustand
  • ✓ Positives H-Gutachten durch TÜV, DEKRA oder GTÜ
  • ✓ Originale Motorisierung
  • ✓ Rostfreie, gepflegte Substanz

Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)

Richtwerte, keine Einzelbelege: grobe Orientierung für die jährlichen Kosten bei Liebhaber-Nutzung mit wenigen tausend Kilometern. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Zustand, Variante, Werkstatt und Eigenleistung ab. Fest steht nur die Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen (pauschal 191,73 € für Pkw).

Versicherung (Klassik-Tarif) 150–350 € (Youngtimer-/Klassik-Tarif)
Kfz-Steuer ca. 120–310 € (Erstzulassung bis 30.06.2009 nach Hubraum: Benziner Euro 3/4 6,75 € je 100 cm³, also 1.8 TS rund 122 €, V6 rund 216 €; Diesel 15,44 € je 100 cm³, 1.9 JTD rund 309 €)
Wartung und Inspektion 250–600 € (Öl, Filter, Service, V6 anteilig Zahnriemen)
Verschleißteile (anteilig) 200–500 € (Reifen, Bremsen, Vorderachse anteilig)
Jährliche Schraubereien 150–600 € (Alfa-typische Instandhaltung)
Summe pro Jahr (Richtwert) ca. 870–2.360 € pro Jahr (V6 am oberen Rand)

Versicherungs-Spanne über unseren Klassik-Versicherungs-Vergleicher konkretisierbar.

Kauf-Checkliste

Diese Punkte vor dem Kauf systematisch prüfen. Idealerweise mit einem Klassiker-Sachverständigen oder im Beisein eines erfahrenen Schraubers.

Karosserie

  • Schweller auf Rostpickel prüfen (Hinweis auf Rost am tragenden Innenschweller)
  • Übergang Kotflügel zu Schweller kontrollieren
  • Unterboden auf der Hebebühne begutachten
  • Spaltmaße und Lackdicke auf Unfall- oder Rostreparaturen

Motor & Antrieb

  • Beim 1.8 TS auf Kaltstart-Rasseln des Variators achten
  • Zahnriemen-Historie bei allen Motoren kontrollieren (TS/JTS 60.000 km, JTD/V6 120.000 km, jeweils spätestens 5 Jahre)
  • 2.0 JTS auf Ölverbrauch und Zündaussetzer prüfen
  • Vorderachse und Querlenker auf Poltern und Spiel

Innenraum & Elektrik

  • Elektrik, Sensoren und Schalter durchprobieren
  • Innenraum auf typischen Verschleiß und Vollständigkeit
  • Klimaanlage und Komfortfunktionen testen

Dokumentation

  • Wartungshistorie und Belege (vor allem Zahnriemen beim V6)
  • Originale Motorisierung und Papiere
  • Rostsanierungs- und Reparaturbelege
  • Lückenlose Historie

Welcher passt zu dir?

Entscheidungshilfe nach Käufer-Profil: finde die richtige Motorisierung und Karosserie-Variante für deinen Einsatzzweck.

Youngtimer-Einsteiger mit Stil

Alfa Romeo GT 1.9 JTD oder 1.8 TS

Bezahlbarer, designstarker Einstieg in die Alfa-Coupé-Welt. Ordentliche Autos ab ca. 4.000 €, sehr gute Exemplare um 6.500 €, Spitzenautos bis ca. 10.000 €.

Liebhaber des Busso-V6

Alfa Romeo GT 3.2 V6

Klangstarke Topvariante mit dem 240 PS starken Busso-V6, nur bis 2007 gebaut (in Deutschland bis Mitte 2007). Gepflegte Exemplare werden derzeit um 18.000 bis 24.000 € angeboten, sehr niedrig gelaufene auch darüber.

Pragmatiker mit Fahrspaß-Anspruch

Alfa Romeo GT 2.0 JTS

Ausgewogene Benziner-Motorisierung mit gutem Antritt, günstiger als der V6.

Alle Varianten im Wert-Vergleich

Klick auf eine Variante für die detaillierte Marktwert-Analyse und motorisierungs-spezifische Schwachstellen.

Variante Motor Leistung Verbrauch Eignung Wert (Note 2)
Alfa Romeo GT 3.2 V6 3.2L Busso V6 240 PS 12–14 l/100km Sammler / Fahrerwagen Angebote gepflegter Autos ca. 18.000–24.000 €
Alfa Romeo GT 1.9 JTD 1.9L JTD Turbodiesel 150 PS 6–7 l/100km Alltags-Youngtimer ca. 6.500 €
Alfa Romeo GT 1.8 TS / 2.0 JTS 1.8L TS / 2.0L JTS 140–165 PS 8–10 l/100km Einstiegs-Youngtimer ca. 6.500 €

Bezugsquellen, wo du dieses Modell findest

Vier Wege zum Klassiker, jeweils mit typischer Preislage und Risiko. Welcher passt, hängt von Budget, Zeit und gewünschter Absicherung ab.

Händler

Gebrauchtwagen- und Alfa-Händler bieten gelegentlich gepflegte GT, vor allem V6, dafür Aufpreis.

Privatkauf

mobile.de, Classic Trader und Kleinanzeigen bieten die Hauptauswahl. Rost, Ventilsteuerung und Zahnriemen-Historie (V6) prüfen.

Auktion

Selten; am ehesten tauchen dort niedrig gelaufene V6-Exemplare auf.

Import

GT gibt es europaweit, vor allem aus Italien. Auf rostfreie Substanz achten.

Häufige Fragen zur Alfa Romeo-GT-BERTONE-Reihe

Was ist ein Alfa Romeo GT (937) 2026 wert? +
Vierzylinder und 1.9 JTD kosten je nach Zustand rund 1.000 bis 10.000 Euro: Restaurierungsfälle um 1.000 Euro, ordentliche Autos um 4.000 Euro, sehr gute Exemplare in Note 2 um 6.500 Euro, Spitzenautos bis 10.000 Euro. Gepflegte 3.2 V6 mit rund 90.000 bis 150.000 km werden im Oktober 2026 um 18.000 bis 24.000 Euro angeboten. Der V6 ist die gesuchteste Variante. Wertentscheidend sind rostfreie Schweller, eine dokumentierte Zahnriemen-Historie und Originalität.
Welcher Alfa GT ist der beste? +
Für Liebhaber ist der 3,2-Liter-Busso-V6 mit 240 PS die klare Topwahl: klangstark und charaktervoll, allerdings nur bis 2007 gebaut (in Deutschland bis Mitte 2007). Der 1.9 JTD ist die sparsame, alltagstaugliche Diesel-Variante, der 2.0 JTS und der 1.8 TS sind ausgewogene Benziner-Einsteiger. Für maximales Fahrerlebnis führt am V6 kein Weg vorbei, wer einen bezahlbaren, eleganten Alltags-Youngtimer sucht, ist mit dem JTD oder den TS/JTS-Benzinern gut bedient.
Wo rostet der Alfa GT (937) am stärksten? +
Die größte Schwachstelle sind die Schweller: Der tragende Innenschweller liegt unter dem rein optischen Außenschweller und rostet oft unbemerkt, werkseitige Schaumstoffeinlagen halten dort Feuchtigkeit. Rostpickel am Außenschweller sind ein Warnzeichen für Schäden darunter. Auch der Übergang vom Kotflügel zum Schweller und der Unterboden sollten geprüft werden. Eine Inspektion auf der Hebebühne ist beim Kauf Pflicht, und das Auto sollte nur an den vorgesehenen Punkten angehoben werden. Rostfreie Exemplare profitieren von Hohlraumwachs und Unterbodenschutz. Gute Substanz ist ein zentraler Wertfaktor, denn Schwellersanierungen übersteigen bei den kleineren Motorisierungen schnell den Marktwert.
Was ist beim Busso-V6 im Alfa GT zu beachten? +
Der 3,2-Liter-Busso-V6 ist ein charaktervoller Motor, verlangt aber strikte Zahnriemen-Pflege: Werkstattportale nennen 120.000 km bzw. 5 Jahre als Intervall, ein Fachforum beziffert den Wechsel beim V6 auf rund 1.000 bis 1.500 Euro. Ein gerissener Zahnriemen verursacht einen teuren Motorschaden. Eine lückenlos dokumentierte Zahnriemen-Historie ist daher beim Kauf Pflicht. Daneben nennen Besitzer Lichtmaschine, Differenzial, Ölkühler und Wasserkühler als mögliche Kostenpunkte, auch die Vorderachse sollte geprüft werden. Bei gepflegter Wartung ist der V6 langlebig und bietet einen charakteristischen Klang. Vor dem Kauf empfiehlt sich eine Prüfung durch einen Alfa-Spezialisten und ein genauer Blick auf die Wartungsbelege, gerade weil dieser Motor das Herz der gesuchten V6-Version ist.
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Alfa GT (937)? +
Bei der Technik ist die Versorgung dank der gemeinsamen Basis mit dem weit verbreiteten Alfa 156 überwiegend gut, viele Motor-, Fahrwerks- und Verschleißteile sind verfügbar und bezahlbar. Der Busso-V6 ist gut versorgt, da er in mehreren Alfa-Modellen verbaut wurde. Etwas schwieriger wird es bei GT-spezifischen Karosserie- und Innenraumteilen sowie bei manchen Bertone-Details. Die aktive Alfa-Community mit eigenen Foren und spezialisierte Alfa-Betriebe sind die zentralen Anlaufstellen für Teile und Wartung. Insgesamt ist der GT noch gut und bezahlbar versorgt, was ihn als Youngtimer attraktiv macht.
Was kostet ein Alfa GT (937) im Unterhalt? +
Der GT ist als Youngtimer überschaubar im Unterhalt, der V6 etwas teurer. Der Verbrauch reicht vom sparsamen JTD (rund 6 bis 7 l/100km) bis zum V6 (rund 12 bis 14 l/100km). Aktuell fallen normale Steuer nach Hubraum und Schadstoffklasse sowie eine Youngtimer-Versicherung (rund 150 bis 350 Euro) an. Für Wartung, Verschleiß und beim V6 die anteilige Zahnriemen-Pflege sollte man 600 bis 1.700 Euro einplanen. In Summe sind rund 870 bis 2.360 Euro pro Jahr realistisch, der V6 am oberen Rand. Ein gepflegtes Exemplar mit dokumentierter Wartung hält die Folgekosten niedrig.
Ist der Alfa Romeo GT (937) eine gute Wertanlage? +
Als Wertanlage ist der GT nicht einzuordnen, Prognosen zur Wertentwicklung geben wir nicht ab. Mit 80.832 gebauten Exemplaren ist er kein seltenes Auto. Der 3.2 V6 ist die gesuchteste Variante und erzielt die höchsten Preise, die kleineren Motorisierungen sind vor allem günstige, fahraktive Youngtimer. Wertentscheidend sind rostfreie Schweller, dokumentierte Zahnriemen-Wechsel und Originalität. Wer kauft, sollte das Auto in erster Linie wegen Design und Fahrspaß wählen.

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Quellen und weiterführende Informationen
Stand: Oktober 2026