KAUFBERATUNG 2026

Alfa Romeo GTV und Spider 916 Kaufberatung 2026

Pininfarina-Coupé und -Cabriolet (1995 bis 2005)

Alfa Romeo GTV 916 Pininfarina-Coupé mit V6
Foto: OSX · gemeinfrei · Wikimedia Commons

Der Alfa Romeo GTV und Spider (Tipo 916) sind das Coupé und der Roadster, die Alfa Romeo 1995 auf den Markt brachte. Das Design stammt von Enrico Fumia bei Pininfarina, das Centro Stile Alfa Romeo unter Walter de Silva gestaltete den Innenraum und Details der Serienversion. Gebaut wurden die Wagen bis Juli 2000 im Alfa-Werk Arese, danach bis Ende 2004 bei Pininfarina in San Giorgio Canavese; verkauft wurden sie bis 2005 (GTV) bzw. 2006 (Spider). Nach der verbreiteten Produktionstabelle (u. a. Wikipedia) entstanden 42.937 GTV und 38.891 Spider, zusammen rund 81.800; der Alfa Romeo Owners Club UK nennt rund 41.700 GTV und 39.000 Spider. Das Motorenangebot reicht vom 1.8 und 2.0 Twin Spark über den 2.0 JTS bis zu den V6-Motoren mit 2,0 Litern (Turbo), 3,0 und 3,2 Litern und bis zu 240 PS. Diese Kaufberatung deckt beide Karosserievarianten ab. Die Werteleiter für die gängigen 2.0-TS-Versionen reicht je nach Zustand von 1.100 bis 16.000 Euro; V6-Versionen werden meist höher gehandelt.

Das Wichtigste in Kürze
Für wen geeignet
Wer ein Pininfarina-Coupé oder einen offenen Alfa der 90er sucht; vom 2.0 Twin Spark bis zum 3.2 V6.
Preisspanne (Note 2)
2.0 TS Note 2 rund 10.000 Euro (Note 1 bis 16.000 Euro); V6-Versionen meist darüber, Angebote Oktober 2026 für 2.0 V6 Turbo und 3.0 V6 je nach Laufleistung rund 6.000 bis 27.000 Euro, für den 3.2 V6 rund 15.000 bis 37.500 Euro.
Größtes Risiko
Zahnriemen (TS und V6) ohne Nachweis, Rost an Schwellern und hinteren Radläufen, beim Spider undichtes Verdeck.
Inhalt dieser Kaufberatung
  1. Modell-Historie und Bauzeitraum
  2. Karosserie-Varianten im Überblick
  3. Motorisierungen im Überblick
  4. Rost-Hotspots, die kritischen Zonen
  5. Allgemeine Schwachstellen
  6. H-Kennzeichen-Voraussetzungen
  7. Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)
  8. Kauf-Checkliste
  9. Welcher passt zu dir?
  10. Varianten im Wert-Vergleich
  11. Bezugsquellen
  12. Häufige Fragen

Modell-Historie und Bauzeitraum

Der GTV folgte auf die 1986 ausgelaufene Alfetta-GTV-Linie, der Spider auf den Spider der Baureihe 105/115. Den Entwurf lieferte Enrico Fumia bei Pininfarina, vorweggenommen von der Studie Proteo (Genf 1991); das Centro Stile Alfa Romeo unter Walter de Silva gestaltete den Innenraum und die Details der Serienversion. Erstmals gezeigt wurden GTV und Spider im Herbst 1994 auf dem Pariser Salon, die offizielle Markteinführung folgte im März 1995 auf dem Genfer Salon.

Technisch basieren beide auf einer stark geänderten Fassung der Fiat-Plattform Tipo Due, mit Vorderachse und Antrieb aus dem Alfa 155. Vorne arbeiten McPherson-Federbeine, hinten eine eigene Mehrlenkerachse auf einem Hilfsrahmen aus Leichtmetall. Angetrieben werden die Vorderräder.

Die Motoren reichten vom 1.8 Twin Spark (144 PS, 1998 bis 2000) über den 2.0 Twin Spark (150 bzw. 155 PS) und den 2.0 JTS (165 PS, ab 2003) bis zum 3.0 V6 (12V mit 192 PS praktisch nur im Spider, 24V mit 218 bis 220 PS) und zum 3.2 V6 24V (240 PS, ab 2003). Wegen der italienischen Hubraumbesteuerung gab es zusätzlich einen 2.0 V6 Turbo mit 200 PS, vor allem im GTV und ab 1998 auch im Spider. Facelifts folgten im Mai 1998 (Phase 2) und 2003 (Phase 3, neue Front von Pininfarina, ohne Fumia). Im Oktober 2000 wanderte die Produktion von Arese zu Pininfarina nach San Giorgio Canavese, wo sie Ende 2004 endete. Selten ist das Sondermodell GTV Cup von 2001 (419 Stück).

Bauzeitraum
1995–2005
Produktionszahl
Nach der verbreiteten Produktionstabelle 42.937 GTV und 38.891 Spider (zusammen rund 81.800; Alfa Romeo Owners Club UK: rund 41.700 GTV und 39.000 Spider); Fertigung Ende 1993 bzw. 1994 bis Ende 2004, Verkauf bis 2005 (GTV) bzw. 2006 (Spider)
Produktionsstätte
Alfa Romeo Werk Arese (bis Juli 2000), danach Pininfarina in San Giorgio Canavese (Oktober 2000 bis Ende 2004)

Karosserie-Varianten

GTV (Coupé 2+2) 1995 bis 2005

Fließheck-Coupé mit Notsitzen. 2.0 TS Note 2 rund 10.000 Euro laut Werteleiter; V6 darüber.

Spider (Roadster) 1995 bis 2006

Zweisitzer mit Stoffverdeck, manuell, gegen Aufpreis elektrohydraulisch. Angebote für 2.0 TS im Oktober 2026 von rund 2.400 Euro (Restaurierungsprojekt) bis 16.000 Euro (Top-Zustand).

GTV Cup 2001

Sondermodell, 419 Stück (180 mit 3.0 V6, 239 mit 2.0 TS), mit Aerokit, 17-Zoll-Teledial-Felgen und nummerierter Plakette. Kein belastbarer Preisunterschied dokumentiert.

GTV und Spider 3.2 V6 (Phase 3) 2003 bis 2005

240 PS, Sechsgang-Getriebe, nur 512 GTV und 551 Spider. Angebote im Oktober 2026 von rund 15.000 Euro (hohe Laufleistung) bis 37.500 Euro.

Motorisierungen im Überblick

Die wichtigsten Triebwerke der Baureihe. Für motorisierungsspezifische Schwachstellen und Marktwerte siehe die einzelnen Modell-Seiten unten.

1.8 Twin Spark

144 PS, 1998 bis 2000 (Phase 2).

2.0 Twin Spark

150 PS (1994 bis 1998), 155 PS (1998 bis 2000), ab 2000 Euro-3-Version mit 150 PS bis 2004.

2.0 JTS

Direkteinspritzer, 165 PS, 2003 bis 2004/05 (Phase 3).

2.0 V6 Turbo

200 PS, 1995 bis 2000; im GTV, ab 1998 auch in wenigen Spidern. Entstanden wegen der italienischen Hubraumbesteuerung, auch in anderen Märkten verkauft, nicht in Großbritannien.

3.0 V6 12V

192 PS, 1995 bis 2000, praktisch nur im Spider (laut Produktionstabelle 5 GTV).

3.0 V6 24V

220 PS im GTV (1997 bis 2000), ab Herbst 2000 als 218-PS-Version in GTV und Spider bis 2003. Sechsgang-Getriebe ab 1999.

3.2 V6 24V

240 PS, 2003 bis 2004/05 (Phase 3), Sechsgang-Getriebe.

Rost-Hotspots, die kritischen Zonen

Rost ist der mit Abstand wichtigste Wertkiller. Diese Stellen vor dem Kauf zwingend prüfen. Der Schwere-Indikator zeigt den Reparatur-Aufwand.

Schweller

Hoch

Rosten verdeckt hinter den Kunststoffverkleidungen; Reparatur in Großbritannien rund 1.000 Pfund pro Seite inkl. Lack.

Hintere Radläufe

Hoch

Rosten von innen, Reparaturbleche gibt es nicht; rund 1.000 Pfund pro Seite (UK-Werkstattwert).

Spider: Innenraumboden

Mittel

Wasser dringt vor allem an der Dichtung zwischen Scheibenrahmen und Tür ein, Teppiche werden feucht und schimmeln.

Allgemeine Schwachstellen

Diese Probleme treten unabhängig von der Motorisierung auf. Motorspezifische Schwachstellen findest du auf den einzelnen Modell-Seiten.

  • !
    Zahnriemen Werkstatt
    Vierzylinder alle 3 Jahre bzw. 36.000 Meilen (rund 58.000 km), V6 alle 5 Jahre bzw. 48.000 Meilen (rund 77.000 km), jeweils mit Spannrollen, beim V6 auch die Wasserpumpe. Ein Riss zerstört den Motor.
  • !
    Zylinderkopfdichtung und Ölstand Werkstatt
    Kopfdichtungen können bei TS und V6 versagen. Twin Spark kann rund einen Liter Öl auf 1.000 Meilen verbrauchen, frühe TS hatten ein kurzes Ölpumpen-Ansaugrohr; Ölstand regelmäßig prüfen.
  • !
    Fahrwerkslager und Hinterachse Werkstatt
    Ausgeschlagene Buchsen führen zu ungleichem Reifenverschleiß; beim TS kann darunter der hintere Hilfsrahmen leiden, neue Hilfsrahmen gibt es nicht mehr. Ein kompletter Buchsensatz kostet in Großbritannien rund 1.200 Pfund.
  • !
    Bremsen selbst oder Werkstatt
    Hintere Bremssättel setzen sich fest, laut britischer Kaufberatung auch bei regelmäßig bewegten Autos; beim V6 können Bremsen hängen und Scheiben verziehen.
  • !
    Spider-Verdeck Werkstatt
    Undicht vor allem an der Dichtung zwischen Scheibenrahmen und Tür. Neues Mohair-Verdeck in Großbritannien rund 1.000 Pfund montiert.
  • !
    Elektrik und Kraftstoffpumpe selbst oder Werkstatt
    Fensterheber, frühe Wischermotoren und Schalter sind anfällig; das Gummilager der Kraftstoffpumpe altert (kein E10 tanken), Klimakondensator leidet unter Steinschlag.

H-Kennzeichen, was du wissen musst

Erste Modelle H-fähig ab
2025
Jährliche Kfz-Steuer
Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen pauschal 191,73 Euro/Jahr. Versicherung siehe Unterhaltskosten (Richtwert).

Maßgeblich ist die Erstzulassung plus 30 Jahre: Fahrzeuge mit Erstzulassung 1995 sind seit 2025 H-fähig, Phase-2-Autos ab 1998 folgen ab 2028, Phase 3 (ab 2003) ab 2033.

Voraussetzungen
  • ✓ Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurück
  • ✓ Weitgehend originaler oder zeitgenössisch veränderter Zustand
  • ✓ Guter Erhaltungszustand
  • ✓ Positives Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO (TÜV, DEKRA, GTÜ u. a.)

Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)

Richtwerte, keine Einzelbelege: grobe Orientierung für die jährlichen Kosten bei Liebhaber-Nutzung mit wenigen tausend Kilometern. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Zustand, Variante, Werkstatt und Eigenleistung ab. Fest steht nur die Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen (pauschal 191,73 € für Pkw).

Versicherung (Klassik-Tarif) 240–540 Euro
Kfz-Steuer 191,73 Euro (H-Pauschale, nur mit H-Kennzeichen, also frühestens 30 Jahre nach Erstzulassung; sonst nach Hubraum und Schadstoffklasse)
Wartung und Inspektion 300–600 Euro
Verschleißteile (anteilig) 200–400 Euro
Jährliche Schraubereien 300–700 Euro
Summe pro Jahr (Richtwert) ca. 1.230–2.430 Euro pro Jahr (V6 höher)

Versicherungs-Spanne über unseren Klassik-Versicherungs-Vergleicher konkretisierbar.

Kauf-Checkliste

Diese Punkte vor dem Kauf systematisch prüfen. Idealerweise mit einem Klassiker-Sachverständigen oder im Beisein eines erfahrenen Schraubers.

Karosserie und Rost

  • Schweller hinter den Kunststoffverkleidungen prüfen
  • Hintere Radläufe von innen kontrollieren
  • Spider: Teppiche und Boden auf Feuchtigkeit prüfen
  • Spaltmaße und Lackschichtdicke auf Unfallschäden prüfen

Motor (Twin Spark, JTS oder V6)

  • Kaltstart prüfen, auf Klappern und Rauch achten
  • Zahnriemen-Nachweis: Vierzylinder alle 3 Jahre/rund 58.000 km, V6 alle 5 Jahre/rund 77.000 km
  • Ölstand und Ölverbrauch erfragen
  • Auf Kopfdichtungs-Schaden achten (Kühlwasserverlust, Öl im Kühlwasser)

Fahrwerk, Getriebe und Bremsen

  • Reifen auf ungleichmäßigen Verschleiß prüfen
  • Fahrwerksbuchsen und hinteren Hilfsrahmen kontrollieren
  • Hintere Bremssättel auf Festsitzen prüfen
  • Schaltung: Hakeln im zweiten oder dritten Gang deutet auf verschlissene Synchronringe

Spider-Verdeck

  • Verdeck öffnen und schließen, beim elektrohydraulischen Verdeck den Antrieb prüfen (Ausfälle sind bekannt)
  • Dichtung zwischen Scheibenrahmen und Tür prüfen
  • Heckscheibe auf Trübung oder Risse prüfen

GTV Cup

  • Nummerierte Plakette an der Mittelkonsole
  • Aerokit mit Front- und Heckspoiler sowie Seitenschwellern
  • 17-Zoll-Teledial-Felgen
  • Farbe passend zur Version (3.0 V6 in Rosso Alfa, 2.0 TS meist Grigio Chiaro)

Dokumentation

  • Scheckheft und Rechnungen
  • Zahnriemen-Rechnungen mit Datum und Kilometerstand
  • Verdeck-Rechnungen (Spider)
  • Bei H-Wunsch: Gutachten oder Vorprüfung

Welcher passt zu dir?

Entscheidungshilfe nach Käufer-Profil: finde die richtige Motorisierung und Karosserie-Variante für deinen Einsatzzweck.

Einsteiger in die Alfa-Klassik

GTV oder Spider 2.0 Twin Spark

Häufigste Version, Note 2 laut Werteleiter rund 10.000 Euro, Note 3 rund 6.000 Euro.

Sammler mit Blick auf Seltenheit

GTV Cup (2001)

Nur 419 Stück, davon 180 mit 3.0 V6. Ausstattung mit Aerokit und Teledial-Felgen, nummeriert.

Offen fahren mit V6

Spider 3.0 V6 24V oder 3.2 V6 (Phase 3)

218 bzw. 240 PS und Sechsgang-Getriebe. Angebote im Oktober 2026 zwischen rund 24.900 und 37.500 Euro.

Alle Varianten im Wert-Vergleich

Klick auf eine Variante für die detaillierte Marktwert-Analyse und motorisierungs-spezifische Schwachstellen.

Variante Motor Leistung Verbrauch Eignung Wert (Note 2)
GTV / Spider 3.2 V6 (Phase 3) 3.2 V6 24V 240 PS 240 PS 11–14 l/100km Saison-Cruiser / Sammler über der Basisleiter; Angebote Oktober 2026 rund 15.000 bis 37.500 Euro
GTV / Spider 3.0 V6 24V (Spider erst ab 2000) 3.0 V6 24V 218 bis 220 PS 218 bis 220 PS 11–14 l/100km Sammler / sportlich meist über der Basisleiter; Angebote Oktober 2026 rund 12.500 bis 27.000 Euro
Spider 3.0 V6 12V 3.0 V6 12V 192 PS 192 PS 11–14 l/100km Saison-Cruiser wenige Marktdaten; Angebote je nach Laufleistung ab rund 6.000 Euro
GTV / Spider 2.0 TS / JTS 2.0 TS / JTS 150 bis 165 PS 150 bis 165 PS 9–11 l/100km Youngtimer / sportlich rund 10.000 Euro (Werteleiter)

Bezugsquellen, wo du dieses Modell findest

Vier Wege zum Klassiker, jeweils mit typischer Preislage und Risiko. Welcher passt, hängt von Budget, Zeit und gewünschter Absicherung ab.

Händler

Gepflegte Exemplare beim Alfa-Klassiker-Spezialisten mit Historie.

Privatkauf

Auf mobile.de, Classic Trader und in der Alfisti-Szene; Schweller und hintere Radläufe, Zahnriemen-Nachweis (TS und V6), Fahrwerkslager und beim Spider die Verdeckdichtigkeit zwingend prüfen.

Auktion

Online-Auktionen wie Kickdown oder Catawiki bieten regelmäßig 916er an; interessant vor allem für GTV Cup und gut dokumentierte V6.

Import

Viele Alfa aus Italien (aus dem Süden rostärmer, Historie prüfen); Vollabnahme nach §21 StVZO einplanen.

Häufige Fragen zur Alfa Romeo-GTV-SPIDER-916-Reihe

Was ist ein GTV oder Spider 916 2026 wert? +
Für die gängigen 2.0-Twin-Spark-Versionen gilt die Werteleiter: Note 1 rund 16.000 Euro, Note 2 rund 10.000 Euro, Note 3 rund 6.000 Euro, Note 4 rund 3.000 Euro, Restaurierungsobjekte ab etwa 1.100 Euro. Die V6-Versionen werden meist höher gehandelt: Bei Classic Trader und AutoScout24 wurden im Oktober 2026 für 2.0 V6 Turbo und 3.0 V6 je nach Laufleistung rund 6.000 bis 27.000 Euro, für den 3.2 V6 rund 15.000 bis 37.500 Euro angeboten (Angebotspreise, keine Verkaufspreise).
GTV oder Spider, welcher ist die bessere Wahl? +
Beide teilen Plattform, Motoren und Technik. Der GTV ist ein 2+2-Coupé mit kleinen Notsitzen, der Spider ein zweisitziger Roadster mit Stoffverdeck (gegen Aufpreis elektrohydraulisch). Am Markt sind Spider eher teurer als GTV: Eine britische Kaufberatung nennt für brauchbare GTV 1.500 bis 2.000 Pfund, für Spider einen Einstieg ab rund 3.000 Pfund. Beim Spider kommt das Verdeck als zusätzlicher Prüfpunkt hinzu.
Welche 916-Motorisierung ist die beste Wahl? +
Wer Leistung sucht, nimmt einen 3.0 V6 24V (218 bis 220 PS) oder den 3.2 V6 der Phase 3 (240 PS); die V6 haben ab 1999 ein Sechsgang-Getriebe. Selten ist der GTV Cup von 2001 (419 Stück, mit 2.0 TS oder 3.0 V6). Für den Alltag reicht der 2.0 Twin Spark (150 bzw. 155 PS) oder der 2.0 JTS mit Direkteinspritzung (165 PS, ab 2003). Der 1.8 TS (144 PS) wurde nur von 1998 bis 2000 gebaut.
916 vs Mazda MX-5 NB? +
Der Mazda MX-5 NB ist ein leichter Roadster mit Heckantrieb und gilt als technisch einfacher. Der Alfa Spider 916 hat Frontantrieb, bietet aber mehr Motorenauswahl bis zum V6 und das Pininfarina-Design. Wer geringe Unterhaltskosten sucht, ist beim Mazda besser aufgehoben, wer italienischen Charakter sucht, beim Spider.
Wie aufwändig ist die Wartung? +
Der Zahnriemen ist das zentrale Thema: beim Vierzylinder alle 3 Jahre bzw. 36.000 Meilen (rund 58.000 km), beim V6 alle 5 Jahre bzw. 48.000 Meilen (rund 77.000 km), jeweils mit Spannrollen und beim V6 mit Wasserpumpe. Ein Zahnriemen-Kit kostet in Großbritannien rund 250 Pfund, beim Spezialisten mit Einbau etwa das Doppelte. Ölstand regelmäßig prüfen, besonders beim Twin Spark. Für V6 und Twin Spark empfiehlt sich eine Werkstatt mit Alfa-Erfahrung.
Sind GTV und Spider 916 H-Kennzeichen-fähig? +
Ja, sobald die Erstzulassung 30 Jahre zurückliegt: Wagen mit Erstzulassung 1995 seit 2025, spätere Baujahre jeweils 30 Jahre nach Erstzulassung, Phase-3-Modelle (ab 2003) also ab 2033. Voraussetzung ist ein positives Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO, das einen weitgehend originalen, gepflegten Zustand bestätigt. Mit H-Kennzeichen beträgt die Kfz-Steuer pauschal 191,73 Euro im Jahr.
Wie hoch ist die Versicherung? +
Die Prämie hängt von Marktwert, Fahrerprofil, Jahreskilometern und Tarif ab. Für gepflegte Exemplare bieten Spezialversicherer Youngtimer- bzw. Oldtimer-Tarife mit vereinbartem Wert an; ein Wertgutachten hilft dabei. Konkrete Beiträge lassen sich am besten über einen Vergleich ermitteln.

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Quellen und weiterführende Informationen
Stand: Oktober 2026