Bleiersatz
Kraftstoffadditiv, das die früher vom verbleiten Benzin gebildete Schutzschicht auf ungehärteten Ventilsitzen ersetzt.
Bleiersatz ist ein Additiv, das dem Benzin zugegeben wird, um die Schutzwirkung des früher enthaltenen Bleitetraethyls auf den Ventilsitzen nachzubilden. Verbleites Normalbenzin ist in Deutschland seit dem 1. Februar 1988 verboten, europaweit endete der Verkauf verbleiter Sorten zum 1. Januar 2000.
Nötig ist Bleiersatz nur bei Motoren, deren Ventilsitze weich und direkt in den Graugusskopf eingearbeitet sind. Ohne Schutzschicht arbeitet sich das Ventil dort unter hoher Last in den Sitz ein, das Ventilspiel wandert und die Kompression fällt. Betroffen sind vor allem Vorkriegsfahrzeuge, amerikanische V8-Motoren, britische Klassiker und deutsche Modelle bis etwa Mitte der 1970er Jahre.
Motoren mit eingesetzten, gehärteten Sitzringen brauchen kein Additiv. Praktisch alles ab Baujahr 1985 bis 1990 kam bereits bleifrei-tauglich vom Band. Übliche Dosierung ist 1:1000, also rund 25 Milliliter auf 25 Liter. Überdosierung führt zu verrußten Zündkerzen und klemmenden Ventilschäften.
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