Originalitätsgrad
Bewertung, in welchem Umfang ein Klassiker noch aus originalen, werkseitig verbauten Komponenten besteht.
Der Originalitätsgrad beschreibt, in welchem Umfang ein Klassiker noch dem Werksauslieferungszustand entspricht. Bewertet werden: Karosserie (Originalblech vs. Reparatur-Bleche), Antrieb (Originalmotor, Matching Numbers), Innenausstattung (Original-Bezüge, Teppich, Armaturentafel), Lack (Originallack vs. Nachlackierung), Anbauteile (Original-Felgen, -Stoßstangen, -Beleuchtung).
Ein hoher Originalitätsgrad ist marktwerttechnisch entscheidend, besonders bei Sondermodellen und Sammlerstücken. Ein BMW M3 E30 mit Original-Motor, Matching Numbers und Erstlack liegt 20–40 % über einem vergleichbaren M3 mit ausgetauschtem Motor und Neulack. Bei Concours-Klassikern ist Original-Patina oft *wertvoller* als perfekt restaurierte Bereiche.
Wichtige Dokumente zum Beweis des Originalitätsgrades: Werks-Datenblatt (BMW Group Classic, Mercedes-Benz Classic Center, Porsche Classic), originales Service-Heft, ursprünglicher Kfz-Schein, Verkaufsrechnung des Erstkäufers. Beim Kauf eines hochwertigen Sammlers ist eine Werks-Authentifizierung (BMW: Werksbescheinigung, Porsche: Kardex) Gold wert, typische Kosten 200–500 €, aber Werterhöhung von oft 5–15 %.
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