KAUFBERATUNG 2026

Mercedes 500 E Kaufberatung 2026

Die Porsche-Mercedes-Kooperation, der Wolf im Schafspelz

Mercedes 500E, die Porsche-Mercedes-Kooperation
Foto: Mr.choppers · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Der Mercedes 500 E (Baumuster W 124.036) ist eines der ungewöhnlichsten Modelle der Mercedes-Geschichte: gemeinsam mit Porsche entwickelt und von 1990 bis 1995 im Wechsel zwischen dem Porsche-Werk in Zuffenhausen und dem Mercedes-Werk Sindelfingen gebaut, mit dem 5,0-Liter-V8 M 119 aus dem 500 SL (anfangs 326 PS), einer 56 mm breiteren Karosserie, 23 mm tiefergelegtem Fahrwerk und der Bremsanlage des SL. Insgesamt entstanden 10.479 Exemplare (einschließlich der wenigen E 60 AMG), heute eines der gesuchtesten W 124-Modelle. Diese Kaufberatung erklärt die Fertigung bei Porsche und die spezifischen Kaufkriterien des Modells.

Das Wichtigste in Kürze
Für wen geeignet
Die Porsche-Mercedes-Kooperation, der Wolf im Schafspelz für Liebhaber dezenter V8-Leistung.
Preisspanne (Note 2)
Note 2 rund 61.200–82.800 €.
Größtes Risiko
Motorkabelbaum des M 119 (vor allem bei Baujahren ab 1993 zwingend prüfen), Steuerkettenführung und spätere Umbauten; Originalzustand entscheidend.
Inhalt dieser Kaufberatung
  1. Modell-Historie und Bauzeitraum
  2. Karosserie-Varianten im Überblick
  3. Motorisierungen im Überblick
  4. Rost-Hotspots, die kritischen Zonen
  5. Allgemeine Schwachstellen
  6. H-Kennzeichen-Voraussetzungen
  7. Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)
  8. Kauf-Checkliste
  9. Welcher passt zu dir?
  10. Varianten im Wert-Vergleich
  11. Bezugsquellen
  12. Häufige Fragen

Modell-Historie und Bauzeitraum

Die Geschichte des 500 E ist ungewöhnlich: Daimler-Benz beauftragte 1988 Porsche mit der Entwicklung eines V8-W 124 (Porsche-Projekt 2758), weil die eigenen Ingenieure mit der neuen S-Klasse W 140 ausgelastet waren. Porsche übernahm den Großteil der Entwicklungsarbeit und auch die Montage, denn die 56 mm breitere Karosserie passte nicht durch die W 124-Fertigungsstraße in Sindelfingen. Für Porsche, das damals in einer Absatzkrise steckte, brachte der Auftrag Auslastung für das Werk in Zuffenhausen.

Der Ablauf: Mercedes lieferte die Karosserieteile aus Sindelfingen, Porsche baute im Werk 2 in Zuffenhausen die Rohkarosserie auf, mit selbst gefertigten Teilen wie den ausgestellten Vorderkotflügeln. Lackiert wurde in Sindelfingen, danach folgten Endmontage und Motoreinbau im Rössle-Bau in Zuffenhausen. Zur Endkontrolle und Auslieferung kamen die Wagen erneut nach Sindelfingen. Ein Fahrzeug brauchte so rund 18 Tage.

Das Ergebnis, vorgestellt im Oktober 1990 auf dem Pariser Autosalon: ein auf den ersten Blick unauffälliger W 124, erkennbar an den ausgestellten Kotflügeln, den geänderten Stoßfängerverkleidungen, der um 23 mm tiefergelegten Karosserie und den 16-Zoll-Achtloch-Rädern. Unter der Haube arbeitet der 5,0-Liter-V8 M 119 aus dem 500 SL mit 326 PS und 480 Nm, die Bremsanlage stammt ebenfalls aus dem SL.

Ab Oktober 1992 leistete der Motor 320 PS. Mit der Modellpflege Mitte 1993 wurde aus dem 500 E der E 500, erkennbar am Plakettenkühler und weißen Blinkern. 1994 folgte das Sondermodell E 500 Limited mit 500 Exemplaren. Die Produktion endete im April 1995. Insgesamt entstanden 10.479 Fahrzeuge einschließlich der wenigen E 60 AMG, 1.528 davon gingen offiziell in die USA. Heute gehört der 500 E / E 500 zu den gesuchtesten Mercedes-Limousinen der 1990er Jahre.

Bauzeitraum
1990–1995
Produktionszahl
10.479 (500 E, E 500 und E 60 AMG zusammen; nach Jahren 1990: 46, 1991: 2.566, 1992: 4.416, 1993: 1.596, 1994: 1.735, 1995: 120)
Produktionsstätte
Porsche Zuffenhausen (Rohbau im Werk 2, Endmontage und Motoreinbau im Rössle-Bau) und Mercedes-Benz Sindelfingen (Karosserieteile, Lackierung, Endkontrolle)

Karosserie-Varianten

500 E (1990–1993) 1990–1993

Ursprüngliche Bezeichnung. M 119 mit 326 PS, ab Oktober 1992 320 PS. 56 mm breitere Karosserie, 16-Zoll-Achtloch-Leichtmetallräder.

E 500 (1993–1995) 1993–1995

Ab der Modellpflege Mitte 1993 als E 500 bezeichnet, mit Plakettenkühler und weißen Blinkern, 320 PS. Sondermodell E 500 Limited (1994, 500 Exemplare).

Motorisierungen im Überblick

Die wichtigsten Triebwerke der Baureihe. Für motorisierungsspezifische Schwachstellen und Marktwerte siehe die einzelnen Modell-Seiten unten.

M 119 E 50 (V8, 5,0 Liter)

4.973 cm³, Vierventil-V8 mit Saugrohreinspritzung. Bis September 1992 240 kW (326 PS) bei 5.700/min und 480 Nm bei 3.900/min, ab Oktober 1992 235 kW (320 PS) bei 5.600/min und 470 Nm. Grundmotor aus dem 500 SL (R 129). Viergang-Automatik serienmäßig, 0–100 km/h in rund 6 Sekunden (je nach Quelle 5,9 bis 6,1 s), Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Rost-Hotspots, die kritischen Zonen

Rost ist der mit Abstand wichtigste Wertkiller. Diese Stellen vor dem Kauf zwingend prüfen. Der Schwere-Indikator zeigt den Reparatur-Aufwand.

Wagenheberaufnahmen und Schweller

Kritisch

Typische W 124-Schwachstelle, jede Aufnahme einzeln prüfen.

Radläufe und Kotflügel

Kritisch

Auch an den verbreiterten Kotflügeln möglich. Die ausgestellten vorderen Kotflügel fertigte Porsche selbst, normale W 124-Teile passen daher nicht.

Hinterachsaufnahmen

Mittel

Laut Kaufberatungen anfällig, auf Unterbodenbühne prüfen.

Fensterrahmen

Mittel

Rost unter den Dichtungen, vor allem an Front- und Heckscheibe.

Allgemeine Schwachstellen

Diese Probleme treten unabhängig von der Motorisierung auf. Motorspezifische Schwachstellen findest du auf den einzelnen Modell-Seiten.

  • !
    Steuerkette und Kettenführung (M 119) Werkstatt
    Die Kunststoff-Gleitschienen verspröden, die Kette kann überspringen oder reißen, teils schon vor 200.000 km. Nachweis über einen Wechsel erfragen.
  • !
    Motorkabelbaum Werkstatt
    Bei Mercedes-Modellen der Baujahre etwa 1993–1995 zerfällt die Isolierung des Motorkabelbaums. Folgen: Zündaussetzer, unrunder Leerlauf, im Extremfall Brandgefahr. Spezialisten bieten eine Instandsetzung für den M 119 an (z. B. 750 £ in Großbritannien, zuzüglich Aus- und Einbau).
  • !
    Elektronik und Zündung Werkstatt
    Ausfälle von Steuergeräten und Zündungsprobleme sind bekannt, Fehlerspeicher und Leerlauf prüfen.
  • !
    Vorderachse Werkstatt
    Durch das hohe Gewicht des V8 verschleißen Traggelenke und Spurstangen schneller.
  • !
    Bremsanlage Werkstatt
    Stammt aus dem SL (R 129), vorn 300-mm-Scheiben, ab 1993/94 320 mm. Teile sind teurer als beim normalen W 124.
  • !
    Originale Räder (16 Zoll) selbst oder Werkstatt
    Originale Achtloch-Leichtmetallräder 8 x 16 sind für Sammler wichtig, Fremd- oder Nachbauräder mindern den Wert.
  • !
    Umbauten und Tuning selbst oder Werkstatt
    Viele Achtzylinder-W 124 wurden umgebaut. Nachträgliche Tieferlegungen oder Leistungssteigerungen mindern den Wert deutlich, Originalzustand entscheidend.

H-Kennzeichen, was du wissen musst

Erste Modelle H-fähig ab
2020
Jährliche Kfz-Steuer
Pauschale Kfz-Steuer von 191,73 €/Jahr. Klassik-Versicherung 800–1.500 €/Jahr mit Saisonkennzeichen wegen Wertklasse. Vollkasko teuer wegen Reparatur-Kosten.

500 E mit Erstzulassung 1990 sind seit 2020 H-Kennzeichen-fähig. Späteste E 500 (1995) seit 2025 H-fähig.

Voraussetzungen
  • ✓ Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurück
  • ✓ Weitgehend originaler Zustand der Karosserie und Technik
  • ✓ Originale Motorisierung mit dokumentierter Historie
  • ✓ Original-Auspuff oder zeitgenössische Alternative mit Eintragung
  • ✓ Positives H-Gutachten durch TÜV, DEKRA oder GTÜ

Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)

Richtwerte, keine Einzelbelege: grobe Orientierung für die jährlichen Kosten bei Liebhaber-Nutzung mit wenigen tausend Kilometern. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Zustand, Variante, Werkstatt und Eigenleistung ab. Fest steht nur die Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen (pauschal 191,73 € für Pkw).

Versicherung (Klassik-Tarif) 800–1.500 € (Wertklasse)
Kfz-Steuer 191,73 € (H-Pauschale)
Wartung und Inspektion 600–1.200 €
Verschleißteile (anteilig) 300–600 €
Jährliche Schraubereien 500–1.200 €
Summe pro Jahr (Richtwert) ca. 2.400–4.700 € pro Jahr

Versicherungs-Spanne über unseren Klassik-Versicherungs-Vergleicher konkretisierbar.

Kauf-Checkliste

Diese Punkte vor dem Kauf systematisch prüfen. Idealerweise mit einem Klassiker-Sachverständigen oder im Beisein eines erfahrenen Schraubers.

Authentizität, kritisch beim 500 E

  • Fahrgestellnummer und Datenkarte prüfen: echte Fahrzeuge tragen das Baumuster 124.036 (bis Modelljahr 1993 in der Form WDB124036…), Optik-Umbauten auf Basis anderer W 124 nicht.
  • Karosserie-Nummer mit Datenkarte abgleichen
  • Originale 16-Zoll-Achtloch-Leichtmetallräder (8 x 16)
  • Originale Abgasanlage
  • Original-Innenausstattung mit zwei Einzelsitzen im Fond
  • Mercedes-Classic-Datenkarte (kritisch zur Echtheits-Prüfung)

Karosserie, Rost-Check und Originalität

  • Schweller und Wagenheber-Aufnahmen einzeln drücken
  • Hinterachsaufnahmen und Fensterrahmen
  • Hintere Radläufe / Bördelkanten
  • Breite vordere Kotflügel, Übergang zur A-Säule
  • Bodenblech, Querträger im Heck
  • Lackdickenmessung über alle Karosserieteile
  • Spaltmaße zwischen breit-gezogenen Kotflügeln und Türen

Motor & Antrieb

  • Zustand des Motorkabelbaums (vor allem bei Baujahren ab 1993 Pflicht)
  • Hydrostössel-Geräusch beim Kaltstart
  • Steuerketten-Geräusche
  • Ölverbrauchs-Historie erfragen
  • Kompressionsmessung über alle 8 Zylinder
  • Viergang-Automatik: kein Schlupf, saubere Schaltungen
  • Probefahrt: alle Gänge sauber, kein Hinterachs-Geräusch

Sport-Komponenten

  • Sportfahrwerk: Stoßdämpfer-Zustand
  • Sport-Bremsen: Bremsscheiben-Dicke
  • Original-Lenkrad und Sport-Schaltknauf
  • Klima-Anlage: alle Funktionen?
  • Bei späten E 500: Mopf-Anbauteile original?

Dokumentation und Herkunftsnachweis

  • Mercedes-Scheckheft komplett mit MB-Stempeln
  • Mercedes-Classic-Datenkarte vom Werk
  • Rechnungen über Kabelbaum-Tausch (KRITISCH!)
  • Steuerketten-Wechsel dokumentiert?
  • Erstzulassungs-Nachweis und vollständige Halterhistorie
  • Dokumentierte Herkunft (Erstbesitzer, prominente Vorbesitzer) als Wertfaktor
  • TÜV-Bericht aktuell und nachvollziehbar

Welcher passt zu dir?

Entscheidungshilfe nach Käufer-Profil: finde die richtige Motorisierung und Karosserie-Variante für deinen Einsatzzweck.

Sammler eines seltenen Sondermodells

Mercedes 500 E (1990–1993)

Originale Bezeichnung 500 E, bis September 1992 mit 326 PS. Markt in Note 2 rund 61.200–82.800 €. Unter Sammlern besonders begehrt.

Sammler mit Spezial-Interesse Mopf-Variante

Mercedes E 500 (Modellpflege, 1993–1995)

Spätere Bezeichnung E 500 ab Mitte 1993 mit 320 PS und Plakettenkühler. Deutlich weniger gebaut als der 500 E, besonders gesucht ist das E 500 Limited (500 Exemplare). Die Chromradar-Leiter für Note 2 liegt auch hier bei rund 61.200–82.800 €; späte E 500 erzielen laut CLASSIC.COM oft höhere Preise als frühe 500 E, Limited-Fahrzeuge und Exemplare mit geringer Laufleistung liegen darüber.

Auktion-Sammler mit Top-Provenance

500 E mit lückenloser Erstbesitzer-Historie

Originale Kaufunterlagen, Erstbesitzer-Wartungsbuch, Datenkarte. Ausnahmefahrzeuge mit sehr geringer Laufleistung liegen deutlich über der Note-1-Notierung von 120.000 €: classic.com verzeichnet 2026 in den USA 190.400 US-Dollar für ein E 500 Limited und 357.000 US-Dollar für einen 500 E mit rund 2.000 Meilen.

Alle Varianten im Wert-Vergleich

Klick auf eine Variante für die detaillierte Marktwert-Analyse und motorisierungs-spezifische Schwachstellen.

Variante Motor Leistung Verbrauch Eignung Wert (Note 2)
Mercedes 500 E / E 500 M 119 V8 5,0 l 326 (ab 10/1992: 320) PS 13–16 l/100km Sammler 61.200–82.800 €

Bezugsquellen, wo du dieses Modell findest

Vier Wege zum Klassiker, jeweils mit typischer Preislage und Risiko. Welcher passt, hängt von Budget, Zeit und gewünschter Absicherung ab.

Händler

Gepflegte Exemplare beim Mercedes-Klassiker-Spezialisten bzw. im Markencenter mit Historie und Gewährleistung.

Privatkauf

Großer Markt auf mobile.de, Classic Trader und Kleinanzeigen; Rost und Servicehistorie zwingend prüfen. Motorkabelbaum, Originalzustand (originale Achtloch-Räder 8 x 16, keine Tieferlegung) und Historie zwingend prüfen.

Auktion

Für seltene und dokumentierte Exemplare wie E 500 Limited oder Fahrzeuge mit sehr geringer Laufleistung.

Import

Teils aus dem Ausland (USA, trockene Klimazonen); Euro-Spec-Umbau und Vollabnahme nach §21 StVZO einplanen.

Häufige Fragen zur Mercedes-Benz-500E-Reihe

Was ist ein Mercedes 500 E wert? +
Ein 500 E in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 72.000 €, die typische Spanne reicht von 61.200 bis 82.800 €. Topzustand (Note 1) um 120.000 €, Restaurierungsobjekte ab etwa 15.000 €. Ausnahmefahrzeuge mit sehr geringer Laufleistung erzielen deutlich mehr: classic.com verzeichnet 2026 in den USA 357.000 US-Dollar für einen 500 E mit rund 2.000 Meilen. Das spätere E 500, vor allem das E 500 Limited, wird oft höher gehandelt.
Wie funktionierte die Porsche-Mercedes-Kooperation? +
Mercedes lieferte die Karosserieteile aus Sindelfingen nach Zuffenhausen. Porsche baute im Werk 2 die Rohkarosserie auf, mit selbst gefertigten Teilen wie den ausgestellten Vorderkotflügeln. Lackiert wurde in Sindelfingen, Endmontage und Motoreinbau folgten im Rössle-Bau bei Porsche, die Endkontrolle übernahm erneut Sindelfingen. Ein Fahrzeug brauchte rund 18 Tage. Porsche hatte zudem rund 90 % der Entwicklungsarbeit geleistet.
Warum ist die Porsche-Kooperation entstanden? +
Zwei Gründe: Die Entwicklungsabteilung von Mercedes war mit der neuen S-Klasse W 140 ausgelastet, und die 56 mm breitere Karosserie passte nicht durch die W 124-Fertigungsstraße in Sindelfingen. Porsche steckte damals in einer Absatzkrise und hatte freie Fertigungskapazitäten in Zuffenhausen. Vermittelt wurde die Zusammenarbeit laut Literatur vom damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth.
Wie viele 500 E wurden gebaut? +
Insgesamt 10.479 Exemplare von 1990 bis April 1995, darin sind auch die wenigen E 60 AMG enthalten. Nach Jahren: 46 (1990), 2.566 (1991), 4.416 (1992), 1.596 (1993), 1.735 (1994) und 120 (1995). 1.528 Fahrzeuge gingen offiziell in die USA, 1.184 nach Japan. Das E 500 Limited von 1994 war auf 500 Exemplare begrenzt.
Was unterscheidet den 500 E vom normalen W 124? +
Die wichtigsten Unterschiede: 1) V8 M 119 mit 5,0 Litern und 326 PS (ab Oktober 1992 320 PS). 2) Karosserie mit verbreiterten Kotflügeln, insgesamt 56 mm breiter. 3) Um 23 mm tiefergelegtes Fahrwerk. 4) 16-Zoll-Achtloch-Leichtmetallräder (8 x 16). 5) Größere Bremsanlage aus dem 500 SL. 6) Zwei Einzelsitze im Fond, Batterie im Kofferraum, Antriebsschlupfregelung ASR. 7) 0–100 km/h in rund 6 Sekunden, abgeregelt bei 250 km/h. Optisch dezent, technisch ein Sportwagen.
Was ist beim Kauf eines 500 E besonders wichtig? +
Drei Dinge: 1) Echtheit: Optik-Umbauten auf Basis anderer W 124 kommen vor. Ein echter 500 E trägt das Baumuster 124.036 (bis Modelljahr 1993 in der Fahrgestellnummer als WDB124036…), die Datenkarte von Mercedes-Benz Classic bestätigt die Ausstattung. 2) Motorkabelbaum: bei Baujahren ab 1993 Pflichtprüfung, da die Isolierung zerfallen kann. 3) Historie: lückenlose Wartung, Steuerkettenwechsel und Originalzustand bestimmen den Preis maßgeblich.
Worauf sollten Sammler beim 500 E achten? +
Der 500 E ist unter Sammlern begehrt: Fertigung bei Porsche, überschaubare Stückzahl (10.479) und V8-Leistung in dezenter Form. Tieferlegungen, Fremdräder oder Leistungssteigerungen mindern den Wert deutlich, Originalzustand und Dokumentation entscheiden. US-Fahrzeuge sind kein Ausschlussgrund: 1.528 Exemplare wurden offiziell in die USA geliefert. Für den Import nach Deutschland ist eine Vollabnahme einzuplanen.
Was kostet die Wartung eines 500 E? +
Als Richtwert für laufende Kosten: Wartung 600–1.200 € im Jahr, Verschleiß 300–600 €, dazu Rücklagen für Reparaturen von 500–1.200 €. Mit Versicherung und H-Steuer (191,73 €) ergeben sich rund 2.400–4.700 € pro Jahr. Größere Einzelposten sind der Steuerkettenwechsel samt Führungen und bei Baujahren ab 1993 die Instandsetzung des Motorkabelbaums. Wichtig ist eine Mercedes-Werkstatt mit V8-Erfahrung.

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Quellen und weiterführende Informationen
Stand: Oktober 2026