MARKTWERT 2026

Porsche 911 G-Modell

SC / Carrera 3.2 · 1973–1989

Porsche 911 G-Modell, die zweite 911-Generation (1973–1989)
Foto: Jeremy from Sydney, Australia · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Porsche 911 G-Modell, die zweite 911-Generation (1973–1989). Detail-Daten zu Motoren, Schwachstellen und Marktwert.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 97.750 – 132.250 €
Zustand 2 (Gut) 61.200 – 82.800 €
Zustand 3 (Gepflegt) 42.500 – 57.499 €
Zustand 4 (Alltag) 23.800 – 32.199 €
Zustand 5 (Restobjekt) 11.900 – 16.099 €
Bauzeitraum
1973 – 1989
Versicherung (Zustand 2)
864–2.016 €/Jahr
Produktionszahl
198.496 (alle G-Modell-Varianten 1973–1989, laut Porsche)
H-Kennzeichen ab
2003

Über den Porsche 911 G-Modell

Über den 911 G-Modell (SC / Carrera 3.2)

Das Porsche 911 G-Modell ist die zweite 911-Generation. Porsche führte sie im August 1973 ein (Modelljahr 1974) und baute sie bis Juli 1989, laut Porsche insgesamt 198.496 Fahrzeuge in 16 Jahren. Charakteristisch sind die Faltenbalg-Stoßfänger, der luftgekühlte Sechszylinder-Boxermotor im Heck und die unverändert klassische Silhouette. Der Hubraum wuchs von 2,7 Liter über 3,0 Liter (Carrera 3.0, 911 SC) auf 3,2 Liter (911 Carrera 3.2). Spitzenmodell war ab 1975 der 911 Turbo (Typ 930), der auf Chromradar eine eigene Seite hat.

### Entwicklung

Die Faltenbalg-Stoßfänger waren eine Antwort auf US-Vorschriften: Neuwagen mussten einen Aufprall mit 5 mph (8 km/h) ohne Schaden überstehen. Der Name G-Serie bezeichnet eigentlich nur das Modelljahr 1974 (danach folgten H-, J- und K-Serie, ab 1980 A-, B-Programm usw.), hat sich aber für die ganze Generation eingebürgert. Ab 1975 bestehen Karosserie und Bodengruppe aus feuerverzinkten Blechen. Mit dem 911 SC übernahm der Basis-Elfer 1977 die verbreiterten Kotflügel des Carrera, ab Januar 1983 wurde zusätzlich das 911 SC Cabriolet ausgeliefert, ab Modelljahr 1987 kam das Getriebe G50 mit hydraulischer Kupplung.

Motorisierungen

  • → 2,7-Liter-Sechszylinder-Boxer (Modelljahre 1974–1977): 150 PS (911), 175 PS (911 S), 210 PS (911 Carrera 2.7, Motor des Carrera RS 2.7). 911 und 911 S mit K-Jetronic, US-Carrera mit K-Jetronic und 175 PS, später 165 PS. Magnesium-Kurbelgehäuse.
  • → 3,0-Liter 911 Carrera 3.0 (Modelljahre 1976–1977): 200 PS, K-Jetronic, Aluminium-Kurbelgehäuse.
  • → 3,0-Liter 911 SC (Modelljahre 1978–1983): anfangs 180 PS, ab September 1979 188 PS, ab 1980 204 PS. K-Jetronic, Aluminium-Kurbelgehäuse.
  • → 3,2-Liter 911 Carrera 3.2 (Modelljahre 1984–1989, Motor 930/20): 231 PS bei 5.900/min, 284 Nm bei 4.800/min, Digitale Motor-Elektronik (DME/Motronic) mit L-Jetronic statt K-Jetronic, ölgespeiste Kettenspanner. Kat-Versionen: USA, Kanada und Japan zunächst 207 PS (930/21), ab Modelljahr 1987 217 PS (930/25); in Deutschland war der Katalysator optional, ab Modelljahr 1987 ebenfalls mit 217 PS.
  • → 911 Turbo (Typ 930): 3,0 Liter mit Abgasturbolader und 260 PS, ab Modelljahr 1978 3,3 Liter mit Ladeluftkühler und 300 PS, Vierganggetriebe. Details auf der Seite zum 930.

Karosserie-Varianten

  • → 911 G-Modell Coupé (1973–1989): Volumen-Variante. 911 2.7, 911 S, Carrera 2.7/3.0, 911 SC, 911 Carrera 3.2. Ab dem SC mit verbreiterten hinteren Kotflügeln.
  • → 911 G-Modell Targa (1973–1989): Mit herausnehmbarem Dach-Teil und festem Überrollbügel. Zwischen Coupé und Cabrio.
  • → 911 G-Modell Cabriolet (1983–1989): Erstes 911 Cabriolet ab Werk, ausgeliefert ab Januar 1983 als 911 SC Cabriolet, danach als Carrera 3.2. Elektrisches Verdeck ab April 1986.
  • → 911 Speedster (Sondermodell, 1989): Laut Porsche 2.103 Exemplare mit turbobreiter Karosserie und 171 in schmaler Ausführung. Niedriger Windschutzscheiben-Rahmen, charakteristische „Doppel-Höcker“-Verdeckabdeckung.
  • → 911 Turbo (Typ 930) (1975–1989): Spitzenmodell mit 3,0 Liter und 260 PS, ab Modelljahr 1978 3,3 Liter mit Ladeluftkühler und 300 PS. Targa und Cabriolet ab Modelljahr 1987.

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! 2.7-Motor (Modelljahre 1974–1977): Magnesium-Kurbelgehäuse. Ausgerissene Zylinderkopf-Stehbolzen traten laut englischer Wikipedia vor allem bei 2.7-Motoren mit K-Jetronic in heißem Klima auf. Beim Kauf nach Belegen zu Stehbolzen und Motorüberholung fragen.
  • ! Einspritzung: K-Jetronic (911 2.7, Carrera 3.0, 911 SC) bzw. DME/Motronic (Carrera 3.2) bei Kaltstart, Leerlauf und Abgaswerten vom Spezialisten prüfen lassen.
  • ! Kolbenringe: Blauer Rauch beim Kaltstart deutet auf verschlissene Kolbenringe hin, weil bei liegenden Zylindern Öl an undichten Ringen vorbeiläuft.
  • ! Getriebe 915 (bis Modelljahr 1986): Synchronisierung im 2. und 3. Gang verschleißt. Kratzende Gangwechsel bedeuten meist eine teure Überholung. Das G50 (ab Modelljahr 1987) mit Borg-Warner-Synchronisierung gilt als robuster.
  • ! Wärmetauscher und Auspuff: auf Durchrostung prüfen, die Ersatzteile sind teuer.
  • ! Rost und Unfallschäden: Trotz feuerverzinkter Karosserie (ab 1975) auf der Hebebühne prüfen. Schlecht reparierte Unfallschäden lösen Korrosion aus. Brems- und Kraftstoffleitungen sowie den Bereich um den Tank kontrollieren.
  • ! 911 Turbo (930): Lader, Vierganggetriebe und Wartung sind ein eigenes Thema, siehe die Seite zum 930.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Karosserie, Rost ist DAS Thema: Auf Hebebühne: Längsträger, Bodenwannen, Schweller-Innenleben
  • ✓ Karosserie, Rost ist DAS Thema: A-Säulen-Fuß und Schweller-Übergang
  • ✓ Motor & Antrieb: Bei 2.7-Modellen (1974–1977): Stehbolzen-Status dokumentiert?
  • ✓ Motor & Antrieb: Kompressionsmessung über alle 6 Zylinder
  • ✓ AUTHENTIZITÄT bei Sondermodellen: Bei 911 Turbo (930): Porsche-Datenkarte zwingend
  • ✓ AUTHENTIZITÄT bei Sondermodellen: Bei Speedster (2.103 Stück): lückenlose Herkunftsnachweise prüfen
  • ✓ Dokumentation: Porsche-Datenkarte vom Werk (Porsche Classic, kostenpflichtig)
  • ✓ Dokumentation: Scheckheft mit Porsche-Stempeln oder Spezial-Werkstatt-Belegen
  • ✓ Preis-Einordnung: Die Wert-Skala dieser Seite bildet gepflegte Coupés der Volumenvarianten 911 SC und 911 Carrera 3.2 ab, in Zustand 2 rund 72.000 €. Ein 911 SC 3.0 Coupé notiert laut Hiscox Pocket Price Guide 2026 in Zustand 2 bei 55.000 €, ein Carrera 3.2 mit G50-Getriebe (ab Modelljahr 1987) liegt meist darüber. Der Speedster liegt weit über der Skala (Inserate bei Classic Trader im Oktober 2026 rund 170.000 bis 270.000 €). Wer einen Einstieg sucht, findet ihn am ehesten bei einem gepflegten 911 SC.

Genauen Wert für deinen Porsche 911 G-Modell berechnen

1
Marke
2
Modell
3
Baujahr
4
Zustand

In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Porsche 911 G-Modell

Was ist ein Porsche 911 G-Modell wert? +
Ein 911 G-Modell (Coupé, 911 SC oder Carrera 3.2) in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 72.000 €, ein Topfahrzeug bei rund 115.000 €, Restaurierungsobjekte ab etwa 14.000 €. Ein 911 SC 3.0 Coupé notiert laut Hiscox Pocket Price Guide 2026 in Note 2 bei 55.000 €. Speedster und 911 Turbo (930) liegen deutlich höher, zum Turbo siehe die eigene Seite.
Was ist der Unterschied zwischen 911 SC und Carrera 3.2? +
Der SC (1978–1983) hat den 3.0L Aluminium-Block mit K-Jetronic und 180–204 PS. Der Carrera 3.2 (1984–1989) hat 3,2 Liter mit Digitaler Motor-Elektronik (DME/Motronic) und 231 PS (Kat-Versionen 207 PS, ab Modelljahr 1987 217 PS). Carrera 3.2 ist moderner und gesuchter, SC ist günstiger und ein guter Einstieg.
Welches G-Modell ist am haltbarsten? +
Als besonders langlebig gilt der 3,2-Liter-Motor des Carrera 3.2: Laut Porsche sind bei sorgsamer Pflege Laufleistungen deutlich über 300.000 km ohne Motorrevision eher die Regel als die Ausnahme. Der 3,0-Liter des 911 SC hat wie der 3.2 ein Aluminium-Kurbelgehäuse. Vorsicht bei 2.7-Modellen (1974–1977) ohne dokumentierte Motorüberholung: Beim Magnesium-Gehäuse rissen vor allem in heißem Klima Zylinderkopf-Stehbolzen aus.
Wie viele 911 G-Modelle wurden gebaut? +
Laut Porsche entstanden zwischen 1973 und 1989 insgesamt 198.496 G-Modelle. Vom 911 SC wurden 58.914 Exemplare verkauft, vom Carrera 3.2 (Modelljahre 1984–1989) 76.473 (35.670 Coupés, 18.468 Targa, 19.987 Cabriolets). Für den Speedster 1989 nennt Porsche 2.103 Exemplare mit turbobreiter Karosserie und 171 in schmaler Ausführung.
Ist der 911 G-Modell H-Kennzeichen-fähig? +
Ja, alle G-Modelle. Frühe G-Modelle (1973) seit 2003 H-fähig, späteste (1989) seit 2019. Voraussetzung: originaler Zustand. Bei Tieferlegungen oder Sport-Auspuff-Modifikationen ist das H-Kennzeichen gefährdet.

Vergleichbare Modelle

Versicherung für deinen Porsche 911 G-Modell

Klassik-Versicherer wie Hiscox, OCC und Allianz Classic bieten für den Porsche 911 G-Modell typischerweise Tarife zwischen 864–2.016 €/Jahr. Vergleich aller Anbieter im unabhängigen Versicherungs-Vergleicher.

Versicherungstarife vergleichen
Porsche 911 G-Modell Marktwert auf eigener Seite einbinden (fuer Blogger und Foren)

Du betreibst einen Klassiker-Blog, ein Forum oder die Webseite eines Vereins? Du darfst den modellspezifischen Marktwert-Check kostenlos einbinden. Der "Powered by Chromradar"-Backlink ist Pflicht-Teil des Snippets.

<iframe src="https://chromradar.de/embed/marktwert/porsche/911-g-modell/"
        width="100%" height="640"
        style="border:0;max-width:720px;display:block;margin:0 auto"
        title="Porsche Porsche 911 G-Modell Marktwert-Check"
        loading="lazy"></iframe>
Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.