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MARKTWERT 2026

Porsche 911 Turbo (930)

3.0/3.3L Turbo · 1975–1989 · Sondermodell

Porsche 911 Turbo (930), erstes Serien-Turbomodell von Porsche
Foto: Wikimedia Commons · Bildquelle

Porsche 911 Turbo (930), erstes Serien-Turbomodell von Porsche. Detail-Daten zu Motoren, Schwachstellen und Marktwert.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 272.000 – 368.000 €
Zustand 2 (Gut) 187.000 – 252.999 €
Zustand 3 (Gepflegt) 127.500 – 172.500 €
Zustand 4 (Alltag) 76.500 – 103.499 €
Zustand 5 (Restobjekt) 29.750 – 40.250 €
3-Jahres-Trend: +20%
Bauzeitraum
1975 – 1989
Versicherung (Zustand 2)
2.640–6.160 €/Jahr
Produktionszahl
ca. 198.000 (alle G-Modell-Varianten, davon ca. 21.000 als 930 Turbo)
H-Kennzeichen ab
2003

Über den Porsche 911 Turbo (930)

Über den 911 Turbo (930, Sondermodell)

Das Porsche 911 G-Modell ist die zweite 911-Generation, und für viele die letzte „echte“ 911-Generation der klassischen Ära. Zwischen 1973 und 1989 baute Porsche etwa 198.000 Exemplare. Charakteristisch die ausgestellten Kotflügel, die Faltenbalg-Stoßstangen (G für „Großserie“) und der luftgekühlte Sechszylinder-Boxer-Motor im Heck. Plus das legendäre 911 Turbo (Typenbezeichnung 930), Porsches erstes Serien-Turbomodell und Ikone der späten 70er und 80er. Heute etablierter Top-Sammler-Klassiker mit Wertentwicklung +15 % (Standard) bis +20 % (Turbo).

### Aus der 911-G-MODELL-Familie

Das 911 G-Modell startete 1973 als Modelljahr 1974, der Wechsel war optisch deutlich: die charakteristischen ausgestellten Kotflügel mit verbreiterter Spur, die schwarzen Faltenbalg-Stoßstangen (aus US-Sicherheitsgründen eingeführt), und die Erkennbarkeit als „G für Großserie“, Porsche standardisierte mehrere Produktions-Prozesse.

Motorisierungen

  • M27 (2.7L Sechszylinder-Boxer, 1974–1977): 150 PS (911), 165 PS (911 S), 210 PS (Carrera). Magnesium-Kurbelgehäuse, anfällig für Stehbolzen-Ausreißer. Heute oft auf Aluminium-Gehäuse umgebaut.
  • M30 (3.0L SC, 1978–1983): 180–204 PS. Aluminium-Kurbelgehäuse, deutlich robuster als 2.7. K-Jetronic-Einspritzung. Der „Volumen-G“ mit gutem Wartungs-Aufwand-Verhältnis.
  • M64/01 (3.2L Carrera, 1984–1989): 231 PS bei 5.900 1/min. KE-Jetronic, Motronic-Steuerung ab 1987. Am gesuchtesten der Standard-G-Modelle. Klassischer Porsche-Sound.
  • M30/60 / M30/69 (3.0L bzw. 3.3L Turbo, 930): 260–300 PS, 343–432 Nm. KKK-Lader. Charakteristisches „Whale Tail“-Spoiler-Setup. 4-Gang-Getrag-Getriebe bis 1989.

Karosserie-Varianten

  • 911 G-Modell Coupé (1973–1989): Volumen-Variante. 911 2.7, 911 SC, 911 Carrera 3.2. Klassische 911-Linie mit ausgestellten Kotflügeln.
  • 911 G-Modell Targa (1973–1989): Mit herausnehmbarem Dach-Teil und festem Überrollbügel. Zwischen Coupé und Cabrio.
  • 911 G-Modell Cabriolet (1983–1989): Erstes 911-Cabrio überhaupt. Ab Carrera 3.2. Heute gesuchteste G-Modell-Karosserie.
  • 911 Speedster (Sondermodell, 1989) (1989): Nur 2.103 Stück. Niedriger Windschutzscheiben-Rahmen, charakteristische „Doppel-Höcker“-Verdeckabdeckung.
  • 911 Turbo / 930 (Sondermodell) (1975–1989): Porsches erstes Serien-Turbomodell. 3.0L, ab 1978 3.3L, 260–300 PS. Ikone der späten 70er/80er.

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! 2.7-Motor (1974–1977) Stehbolzen-Ausreißer: Magnesium-Block-Problem. Tausch der Stehbolzen 3.500–6.000 €. Bei Verkauf kritisch dokumentiert sein.
  • ! K-Jetronic / KE-Jetronic Einspritzung: Steuergeräte und Mengenteiler altern. Überholung 1.500–2.500 €.
  • ! Zwischenwellen-Lager (IMS, bei Carrera 3.2): bei hohen Laufleistungen Defekt möglich. Tausch 2.500–4.000 €.
  • ! Bei 930 Turbo: KKK-Lader-Wellenspiel. Überholung 3.000–5.000 €.
  • ! Bei 930 Turbo: 4-Gang-Getriebe (bis 1989) verschleißt. Überholung 4.000–6.500 €.
  • ! Getrag G50 5-Gang (Carrera 3.2 ab 1987): Synchros nach 200.000 km. Überholung 3.500–5.500 €.
  • ! Ölverbrauch: bei 911 normal (1L auf 1.000–2.000 km akzeptabel). Über 1L auf 500 km: Kolbenringe oder Ventilschaft-Dichtungen.
  • ! Hauptölwannen-Dichtung: bei höheren Laufleistungen undicht. Tausch 1.500–2.500 €.
  • ! Heizungs-Tausche (Klima R12): R134a-Umrüstung 1.500–2.500 €.
  • ! Original-Pasha-Innenausstattung (Carrera 3.2 Sondermodell): rissig bei UV. Aufarbeitung 4.500–8.000 €.
  • ! Bei 930 Turbo: Wartung im Bereich 3.000–5.000 € pro Jahr (Spezial-Werkstatt Pflicht).

Worauf beim Kauf achten

  • Karosserie, Rost ist DAS Thema: Auf Hebebühne: Längsträger, Bodenwannen, Schweller-Innenleben
  • Karosserie, Rost ist DAS Thema: A-Säulen-Fuß und Schweller-Übergang
  • Motor & Antrieb: Bei 2.7-Modellen (1974–1977): Stehbolzen-Status dokumentiert?
  • Motor & Antrieb: Kompressionsmessung über alle 6 Zylinder
  • AUTHENTIZITÄT bei Sondermodellen: Bei 930 Turbo (ca. 21.000 Stück): Porsche Datenkarte zwingend
  • AUTHENTIZITÄT bei Sondermodellen: Bei Speedster (2.103 Stück): kompromisslose Provenance-Recherche
  • Dokumentation: Porsche-Datenkarte vom Werk (Porsche Classic, kostenpflichtig)
  • Dokumentation: Scheckheft mit Porsche-Stempeln oder Spezial-Werkstatt-Belegen

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Porsche 911 Turbo (930)

Was ist ein Porsche 911 G-Modell wert? +
Ein 911 G-Modell in gutem Zustand (Note 2) liegt im Mai 2026 zwischen 60.000 und 88.000 € (SC und Carrera 3.2). Topzustand bis 125.000 €. Restaurationsobjekte ab 14.000 €. Beim 930 Turbo deutlich höher: 150.000–220.000 €, Top-Auktion bei Bonhams oder RM Sotheby's bis 350.000 €.
Was ist der Unterschied zwischen 911 SC und Carrera 3.2? +
Der SC (1978–1983) hat den 3.0L Aluminium-Block mit K-Jetronic und 180–204 PS. Der Carrera 3.2 (1984–1989) hat 3.2L mit KE-Jetronic (ab 1987 Motronic) und 231 PS. Carrera 3.2 ist moderner und gesuchter, SC ist günstiger und ein guter Einstieg.
Welches G-Modell ist am haltbarsten? +
Der 911 SC (3.0L), Aluminium-Block, einfache K-Jetronic, robuste Konstruktion. 300.000+ km bei guter Wartung möglich. Bei Carrera 3.2: IMS-Lager beachten (Zwischenwellen-Lager, Defekt nach hohen Laufleistungen). Vermeiden: 2.7-Modelle (1974–1977) ohne dokumentierten Stehbolzen-Tausch.
Wie viele 911 G-Modelle wurden gebaut? +
Insgesamt ca. 198.000 G-Modelle zwischen 1973 und 1989. Davon ca. 21.000 als 930 Turbo. Carrera 3.2 ca. 80.000 Stück, SC ca. 60.000 Stück, 2.7-Modelle ca. 35.000 Stück. Der Speedster (1989) extrem selten mit 2.103 Stück.
Ist der 911 G-Modell H-Kennzeichen-fähig? +
Ja, alle G-Modelle. Frühe G-Modelle (1973) seit 2003 H-fähig, späteste (1989) seit 2019. Voraussetzung: originaler Zustand. Bei Tieferlegungen oder Sport-Auspuff-Modifikationen ist das H-Kennzeichen gefährdet.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.