Homologations-Modell
Sondermodell, das ein Hersteller in der Mindestauflage produziert, um ein Sport-Reglement zu erfüllen, oft Top-Sammler.
Ein Homologations-Modell entsteht, wenn ein Hersteller ein bestimmtes Auto in der vorgeschriebenen Mindeststückzahl produzieren muss, um es für ein Motorsport-Reglement zuzulassen. Typische Beispiele:
- BMW M3 E30 (1986–1991): ursprünglich entwickelt für die Gruppe-A-Tourenwagen-Homologation der DTM. Mindestauflage 5.000 Exemplare innerhalb von 12 Monaten, BMW musste die Straßenversion entsprechend produzieren. - Mercedes 190E 2.5-16 Evolution II (1990, 502 Exemplare): Cosworth-Motor mit speziellen Zylinderköpfen, Heckspoiler, Verbreiterungen, Homologation für die DTM-Saison 1990. - Lancia Delta HF Integrale (1987–1994): Homologation für die WRC, mehrere Evolutionsstufen mit jeweils 5.000+ Exemplaren. - Audi quattro 20V Sport (1984, 224 Exemplare): Homologation für die Rallye-WM Gruppe B. - Porsche 911 Carrera RS 2.7 (1972, 1.580 Exemplare): Homologation für die GT-Klasse.
Homologations-Modelle sind in der Sammler-Szene besonders begehrt, weil sie die Schnittmenge aus Limitierung, Motorsport-Bezug und technischer Sonderstellung verkörpern. Marktpreise liegen oft beim 3–10-fachen der jeweiligen Standard-Variante. Eine BMW M3 E30 Sport Evolution kostet heute 250.000 €+, eine M3 Standard 95.000 €.
Wichtig beim Kauf: Authentizitäts-Nachweis ist Pflicht. Bei Homologations-Modellen werden häufig Replica/Tribute-Cars als Original verkauft. Werks-Zertifizierungen (BMW Group Classic, Mercedes Classic, Porsche Kardex) sind beim Kauf eines Homologations-Klassikers unverzichtbar.
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