Klassiker-HU
Hauptuntersuchung (TÜV) für Klassiker, mit speziellen Kriterien: z. B. niedrigere Abgaswerte und Akzeptanz zeitgenössischer Konstruktionsmerkmale.
Die Klassiker-HU (auch Oldtimer-HU) ist die Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO für Klassiker. Sie unterscheidet sich in einigen Punkten von der normalen HU: weniger strenge Abgaswerte (bei Vorkriegs- und älteren Klassiker auch Verzicht auf AU), Akzeptanz zeitgenössischer Konstruktionen, Verständnis für altersbedingte Toleranzen.
Wichtige Unterschiede zur normalen HU:
- Abgaswerte: Für Fahrzeuge ohne geregelten Katalysator gelten die zum Erstzulassungszeitpunkt gültigen Grenzwerte. Vorkriegswagen sind ganz von der AU befreit. - Bremsanlagen: Zeitgenössische Trommelbremsen werden akzeptiert, solange sie funktionsfähig sind. - Beleuchtung: Originale Glühlampen und Reflektoren werden akzeptiert, auch wenn sie modernen Helligkeits-Anforderungen nicht entsprechen. - Sicherheitsgurte: Bei Vorkriegswagen oft nicht gefordert; bei Nachkriegswagen abhängig vom Baujahr.
Die Klassiker-HU ist Pflicht alle 2 Jahre wie bei normalen Fahrzeugen. Ist sie kombiniert mit dem H-Gutachten bei Erstanmeldung mit H-Kennzeichen, entstehen Doppelkosten, Prüfstellen wie TÜV NORD und DEKRA Classic bieten Kombi-Pakete an.
Häufige HU-Mängel bei Klassikern: Rost an tragenden Teilen (häufigster Ablehnungsgrund), Beleuchtungs-Defekte, Bremsenmängel, undichte Hauptbremszylinder, ausgeschlagene Lenkungs-Teile. Wer den TÜV-Termin gut vorbereitet (Werkstatt-Vorcheck 2 Wochen vorher, Probelauf der Beleuchtung), spart oft die Nachprüfungs-Kosten von 30–80 €.
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