KAUFBERATUNG 2026

Ford Escort RS 2000 / RS Turbo Kaufberatung 2026

Heckgetriebener Rallye-Escort der 70er und Turbo-Kompaktsportler der 80er

Ford Escort RS2000 Mk2 Droopsnoot in klassischer Aufnahme
Foto: Brian Snelson from Hockley, Essex, England · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Diese Kaufberatung behandelt zwei sportliche Escort-Modelle aus unterschiedlichen Epochen: den Escort RS 2000 des Escort II (Mk2) mit Heckantrieb und 2,0-l-Pinto-Motor (110 PS) sowie den Escort RS Turbo mit Frontantrieb und 1,6-l-CVH-Turbomotor (132 PS), gebaut als Series 1 auf Basis des Escort III (Mk3) und als Series 2 auf Basis des Escort IV (Mk4). Sie gibt Empfehlungen für die wichtigsten Varianten und zeigt, worauf beim Kauf zu achten ist. Die Chromradar-Marktwerte (Stand Oktober 2026) reichen von rund 3.000 Euro für einen RS Turbo im Restaurierungszustand bis rund 50.000 Euro für einen RS 2000 in Topzustand.

Das Wichtigste in Kürze
Für wen geeignet
Für Fans sportlicher Ford der 70er und 80er: Escort RS 2000 (Escort II, Heckantrieb) und Escort RS Turbo (Escort III/IV, Frontantrieb).
Preisspanne (Note 2)
RS Turbo (Series 2) in Note 3 bis 1 rund 12.000–32.000 Euro, Series 1 darüber; RS 2000 rund 21.000–50.000 Euro (Chromradar-Marktwerte, Stand Oktober 2026).
Größtes Risiko
Nachbauten aus zivilen Escort (Fahrgestell- und Motornummer prüfen), dazu Rost und ein lückenloser Wartungsnachweis.
Inhalt dieser Kaufberatung
  1. Modell-Historie und Bauzeitraum
  2. Karosserie-Varianten im Überblick
  3. Motorisierungen im Überblick
  4. Rost-Hotspots, die kritischen Zonen
  5. Allgemeine Schwachstellen
  6. H-Kennzeichen-Voraussetzungen
  7. Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)
  8. Kauf-Checkliste
  9. Welcher passt zu dir?
  10. Varianten im Wert-Vergleich
  11. Bezugsquellen
  12. Häufige Fragen

Modell-Historie und Bauzeitraum

Der Escort RS 2000 des Escort II (Mk2) wurde im März 1975 in Großbritannien angekündigt und im August 1975 in Deutschland vorgestellt; auf den Markt kam er laut RS Owners Club im Januar 1976. Anders als beim ersten RS 2000, der bei Ford Advanced Vehicle Operations (AVO) in Aveley entstand, basiert der Mk2-RS 2000 auf der normalen zweitürigen Escort-II-Karosserie und wurde im Ford-Werk Saarlouis gebaut (laut RS Owners Club Australia und weiteren Quellen). Erkennungszeichen ist von Anfang an die schräge Frontpartie aus Polyurethan mit vier Scheinwerfern ("Droopsnoot"). Der 2,0-l-Pinto-Vierzylinder mit obenliegender Nockenwelle und Weber-Doppelvergaser 32/36 DGAV leistet 110 PS und treibt über ein Vierganggetriebe die Hinterachse an, die wie beim gesamten Escort II an Blattfedern geführt ist. Ab September 1978 teilte Ford das Modell in RS 2000 Custom und eine einfachere Basisversion auf. Die Produktion endete 1980; die Angaben zur Gesamtstückzahl schwanken je nach Quelle zwischen rund 10.000 und über 23.000.

Mit dem Escort III wechselte Ford 1980 auf Frontantrieb. Der Escort RS Turbo (Series 1) wurde im Oktober 1984 vorgestellt und von Special Vehicle Engineering entwickelt. Sein 1,6-l-CVH-Motor mit Garrett-T3-Turbolader, Ladeluftkühler und Bosch-KE-Jetronic leistet 132 PS und 180 Nm. Ford plante 5.000 Exemplare für die Homologation in der Gruppe A, wegen der Nachfrage entstanden 8.604 Stück, fast alle in Diamantweiß. Serienmäßig waren Recaro-Sitze, die Räder des RS 1600i und ein Sperrdifferenzial mit Viskokupplung.

Die Series 2 auf Basis des Escort IV folgte 1986 mit gleicher Leistung, größeren Bremsen, serienmäßigem mechanischem ABS, längerer Achsübersetzung und vier Farben (Diamantweiß, Spanischrot, Titangrau, Schwarz). Den RS Turbo gab es ausschließlich als Dreitürer; gebaut wurden beide Serien in Saarlouis. Die Series 2 lief bis 1990, laut Auktionsangaben entstanden rund 22.000 Exemplare.

Bauzeitraum
1976–1990
Produktionszahl
RS 2000 (Escort II): Angaben schwanken zwischen rund 10.000 und über 23.000; RS Turbo Series 1: 8.604; RS Turbo Series 2: rund 22.000 laut Auktionsangaben
Produktionsstätte
Ford-Werk Saarlouis (RS 2000 des Escort II sowie RS Turbo beider Serien)

Karosserie-Varianten

Escort RS 2000 (Escort II) 1976–1978

Einheitsausstattung mit Polyurethan-Front und Roll-Top-Sitzen. Note 2 laut Chromradar-Marktwert rund 33.000 Euro.

Escort RS 2000 Custom und Basis (Escort II) 1978–1980

Ab September 1978 Custom mit Recaro-Netzsitzen, Mittelkonsole und Alufelgen 6J x 13 sowie einfachere Basisversion mit Stahlfelgen; Technik unverändert. Note 2 rund 33.000 Euro, Custom eher darüber.

Escort RS Turbo Series 1 (Escort III) 1984–1985

8.604 Stück, fast ausschließlich Diamantweiß. Liegt klar über der Chromradar-Leiter (Basis Series 2); britische Auktionszuschläge 2025/26 rund 27.000 bis 52.000 Pfund.

Escort RS Turbo Series 2 (Escort IV) 1986–1990

Facelift-Karosserie, mechanisches ABS serienmäßig, vier Farben. Note 2 laut Chromradar-Marktwert rund 21.000 Euro.

Motorisierungen im Überblick

Die wichtigsten Triebwerke der Baureihe. Für motorisierungsspezifische Schwachstellen und Marktwerte siehe die einzelnen Modell-Seiten unten.

2,0-l-Pinto-Vierzylinder (OHC), 110 PS

Einziger Serienmotor des RS 2000 (Escort II), Weber-Doppelvergaser 32/36 DGAV, Längseinbau, Heckantrieb über Vierganggetriebe.

1,6-l-CVH-Turbo, 132 PS, 180 Nm

RS Turbo Series 1 (Motorcode LNA) und Series 2 (LNB), Garrett-T3-Turbolader mit Ladeluftkühler, Bosch-KE-Jetronic, Fünfganggetriebe mit Viskose-Sperrdifferenzial, Frontantrieb.

Rost-Hotspots, die kritischen Zonen

Rost ist der mit Abstand wichtigste Wertkiller. Diese Stellen vor dem Kauf zwingend prüfen. Der Schwere-Indikator zeigt den Reparatur-Aufwand.

Schweller (innen hohl)

Hoch

Klassische Escort-Schwachstelle aller Generationen.

Hintere Radläufe und Radhausvorderkanten

Hoch

Typische 70er/80er-Karosseriestelle.

Polyurethan-Droopsnoot-Befestigung (RS 2000)

Mittel

Übergang zwischen Kunststoffnase und Blech sowie die Befestigungspunkte auf Rost prüfen.

Aero-Anbauteile-Befestigungen (RS Turbo)

Mittel

Unter Frontschürze, Radhausverbreiterungen und Seitenschwellern auf Rost prüfen.

Federbein-Aufnahmen vorne

Hoch

Strukturell wichtig, TÜV-Konsequenzen bei Korrosion.

Allgemeine Schwachstellen

Diese Probleme treten unabhängig von der Motorisierung auf. Motorspezifische Schwachstellen findest du auf den einzelnen Modell-Seiten.

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    Zahnriemen (Pinto und CVH) Werkstatt
    Beide Motoren haben eine zahnriemengetriebene Nockenwelle. Bei unbekannter Historie den Wechsel sofort einplanen und Nachweise verlangen.
  • !
    Turbolader und Ladeluftstrecke (RS Turbo) Werkstatt
    Garrett-T3-Lader auf Spiel, Ölverlust und Blaurauch prüfen; Schläuche und Ladeluftkühler auf Undichtigkeiten.
  • !
    Leistungssteigerungen (RS Turbo) Werkstatt
    Viele RS Turbo wurden per Chiptuning oder Ladedruckerhöhung verändert. Originalzustand und Eintragungen prüfen, Kopfdichtung und Kühlsystem besonders beachten.
  • !
    Hinterachse RS 2000 selbst oder Werkstatt
    Blattfedern, Federaugenbuchsen und Dämpfer auf Verschleiß prüfen; ausgeschlagene Buchsen machen das Fahrverhalten unpräzise.
  • !
    Polyurethan-Front (RS 2000) Werkstatt
    Die Kunststoffnase altert und kann reißen; gute Originalteile sind knapp.
  • !
    Recaro-Sitze Werkstatt
    Wangen und Bezüge auf Verschleiß prüfen; originale Stoffe sind schwer zu bekommen.
  • !
    Nachbauten selbst oder Werkstatt
    Zivile Escort wurden zu RS umgebaut. Fahrgestell- und Motornummer prüfen und mit Club-Experten (z. B. RS Owners Club) abgleichen.

H-Kennzeichen, was du wissen musst

Erste Modelle H-fähig ab
2006
Jährliche Kfz-Steuer
Kfz-Steuer pauschal 191,73 Euro/Jahr. Klassik-Versicherung 350–750 Euro/Jahr je nach Wert.

RS 2000 (Escort II, 1976–1980) je nach Erstzulassung seit 2006, spätestens seit 2010 vollständig H-fähig. RS Turbo Series 1 (1984–1985) seit 2014/2015, Series 2 (1986–1990) je nach Erstzulassung seit 2016–2020 H-fähig.

Voraussetzungen
  • ✓ Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurück
  • ✓ Weitgehend originaler oder zeitgenössisch veränderter Zustand
  • ✓ Guter Erhaltungs- und Pflegezustand
  • ✓ Positives Gutachten nach § 23 StVZO durch TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS

Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)

Richtwerte, keine Einzelbelege: grobe Orientierung für die jährlichen Kosten bei Liebhaber-Nutzung mit wenigen tausend Kilometern. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Zustand, Variante, Werkstatt und Eigenleistung ab. Fest steht nur die Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen (pauschal 191,73 € für Pkw).

Versicherung (Klassik-Tarif) 350–750 Euro
Kfz-Steuer 191,73 Euro (H-Pauschale)
Wartung und Inspektion 300–600 Euro
Verschleißteile (anteilig) 200–450 Euro
Jährliche Schraubereien 300–800 Euro
Summe pro Jahr (Richtwert) ca. 1.350–2.800 Euro pro Jahr

Versicherungs-Spanne über unseren Klassik-Versicherungs-Vergleicher konkretisierbar.

Kauf-Checkliste

Diese Punkte vor dem Kauf systematisch prüfen. Idealerweise mit einem Klassiker-Sachverständigen oder im Beisein eines erfahrenen Schraubers.

Karosserie und Rost

  • Schweller mit Magneten und Endoskop auf Rost prüfen
  • Hintere Radläufe und Radhausvorderkanten untersuchen
  • Federbein-Aufnahmen vorne und Schlossträger auf Korrosion
  • RS 2000: Polyurethan-Droopsnoot-Befestigung auf Wassereintritt
  • RS Turbo: Aero-Anbauteile-Befestigungen auf Rost prüfen

Motor

  • RS 2000: Nachweis über den Zahnriemenwechsel am Pinto-Motor (empfohlen alle 30.000 Meilen bzw. rund 48.000 km oder fünf Jahre)
  • RS Turbo: Turbolader-Funktion und Ansprechverhalten
  • RS Turbo: auf Anzeichen einer defekten Kopfdichtung prüfen (Kühlwasserverlust, Öl im Kühlwasser)
  • Kompressionsmessung alle Zylinder gleichmäßig
  • Ölstand und Ölqualität, frisches Öl ohne Metallabrieb

Getriebe und Antrieb

  • RS 2000: Vierganggetriebe, alle Gänge auf der Probefahrt prüfen
  • RS Turbo: BC-Fünfganggetriebe, Synchronisierung und Schaltgestänge prüfen
  • Kupplung Pedalweg und Rutschtest
  • RS 2000: Blattfedern und Federaugenbuchsen, Geräusche bei Lastwechsel
  • RS Turbo: Viskose-Sperrdifferenzial auf Funktion

Originalität und Provenienz

  • Fahrgestellnummer mit Club-Unterlagen abgleichen (z. B. RS Owners Club)
  • Matching Numbers (Motor- und Fahrgestellnummer)
  • RS 2000: Custom- oder Basisausstattung ab September 1978 plausibel
  • RS Turbo: Series 1 oder Series 2 eindeutig zuordnen
  • Originallack oder Nachlackierung dokumentieren

Innenraum und Dokumentation

  • Recaro-Sitze auf Original-Bezug und Wangenverschleiß
  • Originales Lenkrad und Instrumente vorhanden
  • Lückenloses Scheckheft mit Ford- oder Spezialisten-Stempel
  • Pinto- oder CVH-Service-Historie nachweislich
  • H-Kennzeichen-Gutachten oder Dokumente für H-Antrag

Welcher passt zu dir?

Entscheidungshilfe nach Käufer-Profil: finde die richtige Motorisierung und Karosserie-Variante für deinen Einsatzzweck.

Sammler klassischer Rallye-Ford

Escort RS 2000 Custom mit Matching Numbers

Bestausgestattete Version des RS 2000 (ab September 1978). Note 2 laut Chromradar-Marktwert rund 33.000 Euro, Custom-Exemplare eher darüber.

Fan der Turbo-Kompaktsportler der 80er

Escort RS Turbo Series 1 in Diamantweiß

Erste Serie mit 8.604 Exemplaren, fast alle in Diamantweiß. Liegt klar über der Leiter der Series 2 (Note 2 rund 21.000 Euro); in Großbritannien wurden 2025/26 rund 27.000 bis 52.000 Pfund erzielt.

Klassiker für regelmäßige Ausfahrten

Escort RS Turbo Series 2 (Escort IV)

Größere Bremsen, serienmäßiges ABS und längere Übersetzung. Note 2 laut Chromradar-Marktwert rund 21.000 Euro.

Einsteiger beim RS 2000

Escort RS 2000 in Basisausstattung (ab September 1978)

Gleiche Technik wie der Custom, aber einfachere Ausstattung. Pinto-Mechanik gut zu warten. Werte je nach Zustand ab rund 21.000 Euro (Note 3).

Alle Varianten im Wert-Vergleich

Klick auf eine Variante für die detaillierte Marktwert-Analyse und motorisierungs-spezifische Schwachstellen.

Variante Motor Leistung Verbrauch Eignung Wert (Note 2)
Escort RS 2000 Custom 2,0-l-Pinto, 110 PS 110 PS 9–12 l/100km Sammler / Liebhaber ca. 33.000 Euro, Custom eher darüber
Escort RS 2000 (bis 1978 bzw. Basis) 2,0-l-Pinto, 110 PS 110 PS 9–12 l/100km Sammler / Liebhaber ca. 33.000 Euro
Escort RS Turbo Series 1 1,6-l-CVH-Turbo, 132 PS 132 PS 8–11 l/100km Sammler / sportlich über ca. 21.000 Euro (Leiter Series 2), in Großbritannien deutlich höher
Escort RS Turbo Series 2 1,6-l-CVH-Turbo, 132 PS 132 PS 8–11 l/100km Sammler / sportlich ca. 21.000 Euro

Bezugsquellen, wo du dieses Modell findest

Vier Wege zum Klassiker, jeweils mit typischer Preislage und Risiko. Welcher passt, hängt von Budget, Zeit und gewünschter Absicherung ab.

Händler

Gepflegte Exemplare beim Ford-Klassiker-Spezialisten bzw. im freien Handel.

Privatkauf

Auf mobile.de, Classic Trader und in der Szene; Rost und Echtheit (Fahrgestell- und Motornummer, Abgleich mit Club-Experten) prüfen.

Auktion

Gute RS 2000 und RS Turbo werden häufig bei britischen Auktionshäusern wie Iconic Auctioneers angeboten.

Import

Viele RS-Escort stehen in Großbritannien (oft Rechtslenker); für den Import eine Vollabnahme nach § 21 StVZO einplanen.

Häufige Fragen zur Ford-ESCORT-RS-Reihe

Welche Escort-RS-Generation ist die richtige Wahl 2026? +
Wer Heckantrieb und 70er-Rallye-Flair sucht, nimmt den RS 2000 des Escort II (1976–1980), am besten als Custom mit Recaro-Netzsitzen; Note 2 liegt laut Chromradar-Marktwert bei rund 33.000 Euro. Günstiger ist der RS Turbo mit Frontantrieb: Die Series 2 (1986–1990, mit ABS) liegt in Note 2 bei rund 21.000 Euro, die seltenere Series 1 (1984–1985, fast nur Diamantweiß) wird deutlich darüber gehandelt.
Was unterscheidet RS 2000 Custom und Basis? +
Bis September 1978 gab es den RS 2000 in einer Ausstattung mit Roll-Top-Sitzen. Danach teilte Ford ihn auf: Der RS 2000 Custom hat Recaro-Netzsitze, volle Türverkleidungen, Uhr und Mittelkonsole, Alufelgen 6J x 13, getönte Scheiben und eine schwarze Blende um die Heckleuchten. Die Basisversion hat dieselbe Technik, aber Stahlfelgen, einfachere Türverkleidungen und keine Mittelkonsole. Die schräge Polyurethan-Front mit vier Scheinwerfern haben alle Versionen.
Wie unterscheidet sich RS Turbo Mk3 von Mk4? +
Die Series 1 (1984–1985) basiert auf dem Escort III, war fast ausschließlich in Diamantweiß lieferbar und hatte einstellbare Zugstreben vorn. Die Series 2 (1986–1990) nutzt die überarbeitete Karosserie des Escort IV, hat größere Bremsen, serienmäßig ein mechanisches ABS, eine längere Achsübersetzung und war in Diamantweiß, Spanischrot, Titangrau und Schwarz erhältlich. Beide haben den 1,6-l-CVH-Turbo mit 132 PS und wurden nur als Dreitürer gebaut. Die Series 1 ist mit 8.604 Exemplaren die seltenere Serie.
Wie ist die Ersatzteilversorgung bei RS-Escorts? +
Mechanikteile für Pinto- und CVH-Motoren sind über britische Spezialisten wie Burton Power und über Ford-Klassiker-Werkstätten gut zu bekommen. Schwieriger sind RS-spezifische Teile: die Polyurethan-Front des RS 2000, originale Recaro-Sitze und Bezüge, RS-Felgen und die Anbauteile des RS Turbo. Die RS-Clubs sind wichtige Anlaufstellen für Identifikation und Teilesuche.
Wie erkenne ich einen echten RS 2000 oder RS Turbo? +
Ein echter RS 2000 hat den 2,0-l-Pinto-Motor, ein RS Turbo den 1,6-l-CVH-Turbo (Motorcode LNA bei Series 1, LNB bei Series 2). Fahrgestell- und Motornummer sollten zusammenpassen und zu den Fahrzeugpapieren stimmen. RS-Optik auf einem zivilen Escort ist ein Warnsignal. Im Zweifel helfen Club-Experten, etwa beim RS Owners Club, bei der Einordnung.
Welche Klassik-Versicherung empfiehlt sich für die RS-Escorts? +
Für beide Modelle bieten die gängigen Klassik-Versicherer Tarife mit H-Kennzeichen und Wertgutachten an. Die Prämie hängt vor allem von Marktwert, Jahresfahrleistung, Garage und Fahrerprofil ab. Für gut erhaltene RS 2000 und restaurierte RS Turbo lohnt eine vereinbarte Versicherungssumme auf Basis eines aktuellen Wertgutachtens. Einen Überblick gibt der Chromradar-Versicherungsvergleich.
Wie selten sind die RS-Escort heute? +
Vom RS Turbo Series 1 entstanden 8.604 Exemplare, von der Series 2 laut Auktionsangaben rund 22.000. Für den RS 2000 des Escort II schwanken die Angaben zwischen rund 10.000 und über 23.000 Exemplaren. Gut erhaltene, unverbastelte Exemplare beider Modelle sind selten, weil viele im Motorsport eingesetzt oder umgebaut wurden. Die meisten Angebote finden sich in Großbritannien, wo bei Auktionen für restaurierte Fahrzeuge teils deutlich höhere Preise erzielt werden als im deutschen Markt.

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Quellen und weiterführende Informationen
Stand: Oktober 2026