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Klassiker im Wert-Check
MARKTWERT 2026

Opel Kadett E

3/5-Türer · GTE / GT/E · 1984–1991

Opel Kadett E Hatchback
Foto: Wikimedia Commons · Bildquelle

Der Opel Kadett E war zwischen 1984 und 1991 das meistverkaufte deutsche Automobil seiner Klasse und ist heute als günstigster Einstieg in die Opel-Youngtimer-Welt gefragt. Mit über 1,6 Millionen produzierten Einheiten ist er reichlich verfügbar, aber wirklich gute Exemplare sind durch den mangelnden Rostschutz selten geworden.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 6.800 – 9.200 €
Zustand 2 (Gut) 3.400 – 4.600 €
Zustand 3 (Gepflegt) 1.275 – 1.724 €
Zustand 4 (Alltag) 425 – 575 €
Zustand 5 (Restobjekt) 127 – 172 €
3-Jahres-Trend: +8%
Bauzeitraum
1984 – 1991
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
ca. 1.600.000 (alle Kadett E Varianten, 1984 bis 1991)
H-Kennzeichen ab
2014

Über den Opel Kadett E

Der Kadett E ersetzte 1984 den Kadett D und bot modernere Aerodynamik, mehr Innenraum und ein breiteres Motor-Programm. Die Karosserie gab es als 3-Türer, 5-Türer, 4-Türer Limousine, Cabrio (Irmscher/Bertone) und Kombi (Caravan). Sportliches Aushangschild war der GT/E (1984 bis 1987) mit 115 PS, gefolgt vom GSi 16V ab 1987.

Die GTE-Variante ist heute der interessante Volumen-Youngtimer im Markt: genug Motorleistung für entspanntes Fahren, robuste Mechanik, und Ersatzteile gut verfügbar. Der Kadett Cabrio (Bertone-Design) ist ein eigenstandiger Sammlerwert.

Als Karosserie-Tipp: der Caravan ist der seltene und günstige Kombi-Klassiker, während das Cabrio eigene Wertdynamiken zeigt.

Motorisierungen

  • 1.2 12S 60 PS, 1984 bis 1991, Einsteiger-Basis
  • 1.4 S 75 PS, 1984 bis 1991
  • 1.6 S 75 PS, 1984 bis 1988
  • 1.8 E 18NV 115 PS, 1984 bis 1991, GT/E Motorisierung
  • 1.6 i 82 PS, 1988 bis 1991, Einspritzer-Variante

Karosserie-Varianten

  • 3-Türer Hatchback (1984 bis 1991)
  • 5-Türer Hatchback (1984 bis 1991)
  • 4-Türer Limousine (1985 bis 1991)
  • Caravan Kombi (1985 bis 1991)
  • Cabrio Bertone/Irmscher (1987 bis 1993)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost an Schwellern und Bodenblech: Kadett E hat keinen nennenswerten Rostschutz, viele Exemplare weisen erhebliche Unterschwell-Schaden auf.
  • ! Hintere Radlaufe und Federbein-Aufnahmen rosten bei feuchtem Klima.
  • ! 18NV Motor (GT/E) mit haufigen Drosselklappen-Potentiometer-Defekten, Leerlauf-Unruhe typisch.
  • ! Getriebe F10 (4-Gang) mit Schaltgabel-Verschleiß, Einlegen des Ruckwarts-Gangs schwergangig.
  • ! Kunststoff-Interieur sprodet und vergilbt, Tachobeleuchtung oft ausgefallen.
  • ! Klimaanlage-Kompressor verschleißt, Nachrustung aufwandig.
  • ! Cabrio-Variante: Verdeck-Mechanik und Dichtungen verschleißen, Nachrustung teuer.

Worauf beim Kauf achten

  • GT/E (1.8 E, 115 PS) ist die wertstabilste Basisvariante, einfache CIH-Mechanik.
  • Cabrio Bertone priorisieren wenn Offenfahren gewünscht: eigenstandiger Sammlerwert.
  • Karosserie-Check zwingend, Schweller und Bodenblech sind entscheidend.
  • Caravan ist eine günstige und seltene Alternative für Kombi-Liebhaber.
  • Original-Scheckheft und Nachweise für Zahnriemen-Wechsel (alle 90.000 km).
  • Innenraum-Zustand bewerten: Armaturenbrett und Kunststoffteile sind schwer zu restaurieren.
  • H-Kennzeichen: alle Kadett E Baujahr 1991 sind seit 2021 vollständig H-fähig.

Genauen Wert für deinen Opel Kadett E berechnen

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Kadett E

Was ist ein Opel Kadett E (Basis) 2026 wert? +
Ein Kadett E GT/E (1.8E, 115 PS) in gutem Zustand (Note 2) liegt im Mai 2026 bei rund 4.000 Euro. Top-Exemplare mit Vollhistorie erreichen bis zu 7.000 bis 8.000 Euro. Basisvarianten (1.2, 1.4) kosten in Note 2 rund 2.500 bis 4.000 Euro. Das Cabrio Bertone liegt deutlich hoher bei 8.000 bis 15.000 Euro für gute Exemplare. Restaurationsobjekte starten ab 150 Euro.
Kadett E vs Astra F, welcher ist der bessere Klassiker? +
Der Astra F ist technisch moderner, hat besseren Rostschutz und ist in der sportlichen GSi-16V-Version deutlich attraktiver. Der Kadett E hat mehr Kult-Status und die Verbindung zur Manta-Astrea-Epoche der 80er. Für einen günstigeren Einstieg ist der Kadett E die richtige Wahl, für mehr Wertstabilität und sportliche Substanz empfiehlt sich der Astra F GSi.
Gibt es ein Kadett E Cabrio? +
Ja, das Kadett E Cabrio wurde ab 1987 von Irmscher und später vom Bertone-Design-Studio verarbeitet. Es ist das einzige offen karossierte Modell der Kadett-E-Reihe und wird heute als eigenstandiger Sammlerwert gehandelt. Gute Exemplare kosten 8.000 bis 15.000 Euro, wobei Verdeck-Zustand und Rost-Freiheit die wichtigsten Wertfaktoren sind.
Welche Motorisierung im Kadett E ist am robustesten? +
Der 1.8 E Einspritzer (18NV, 115 PS) ist der kraftigste Serienmotor und gilt als zuverlässig, wenn regelmäßige Ölwechsel dokumentiert sind. Der 1.6 S Vergaser ist simpler in der Mechanik aber weniger alltagstauglich. Alle Motoren brauchen regelmäßige Zahnriemen-Wechsel (alle 90.000 km), ein versaumter Wechsel kostet den Motor.
Wie hoch ist die Versicherung für einen Kadett E? +
Bei Klassik-Versicherern kostet ein Kadett E in gutem Zustand mit H-Kennzeichen 180 bis 280 Euro im Jahr. Der niedrige Marktwert macht die Prämie günstig. Das Cabrio ist etwas teurer durch den hoheren Marktwert. Im Gesamtunterhalt (Steuer, Versicherung, Wartung) ist der Kadett E eines der günstigsten Klassiker-Fahrzeuge auf dem Markt.
Ist der Kadett E heute noch ein Alltagsauto? +
Als reines Alltagsfahrzeug ist der Kadett E nur mit erheblichem Pflege-Aufwand geeignet. Für Klassiker-Fahrten an Wochenenden und auf kurzen Strecken eignet er sich sehr gut. Das Fehlen von ABS, ESP und modernen Sicherheitssystemen schrankt die Eignung für Stadtverkehr ein. Als H-Kennzeichen-Fahrzeug ist die jährliche Fahrleistung ohnehin auf 'historisch angemessenen Betrieb' begrenzt.
Wo finde ich einen guten Kadett E? +
mobile.de Klassik-Bereich, classic-trader.com und der Opel Kadett E Club bieten die größte Auswahl. Beim Kauf zwingend: Schichtdickenmessung der Karosserie, Schweller-Inspektion mit Magneten und Endoskop, Kompressionsmessung am OHV- oder 16V-Motor, Nachweis Zahnriemen-Wartung. Süddeutschland und die Schweiz haben tendenziell besser erhaltene Exemplare. Pre-Purchase-Inspection bei einem Opel-Spezialisten kostet 200 bis 350 Euro und ist bei wertvolleren GT/E- oder Convertible-Versionen sinnvoll. Der Kadett E Club organisiert auch Mitgliederverkäufe mit höherer Vertrauensbasis.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.