Chromradar
Klassiker im Wert-Check
MARKTWERT 2026

Opel Kadett D

3/5-Türer · GT/E 90 PS · 1979–1984

Opel Kadett D Hatchback
Foto: Wikimedia Commons · Bildquelle

Der Opel Kadett D (1979 bis 1984) war Opels Antwort auf den VW Golf I und ist heute als günstigster Opel-Klassiker mit H-Kennzeichen ein idealer Einstieg in die Opel-Oldtimerwelt. Mit 1,3 Millionen produzierten Einheiten ist er verfügbar, aber gute rostfreie Exemplare sind selten.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 6.800 – 9.200 €
Zustand 2 (Gut) 3.400 – 4.600 €
Zustand 3 (Gepflegt) 1.530 – 2.070 €
Zustand 4 (Alltag) 510 – 690 €
Zustand 5 (Restobjekt) 127 – 172 €
3-Jahres-Trend: +9%
Bauzeitraum
1979 – 1984
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
ca. 1.300.000 (alle Kadett D Varianten, 1979 bis 1984)
H-Kennzeichen ab
2009

Über den Opel Kadett D

Der Kadett D loste 1979 den Kadett C ab und brachte eine komplett neue Frontantriebs-Plattform, quer eingebauten Motor und eine moderne Schragheck-Karosserie. Mit dieser Konstruktion setzte Opel die Umstellung auf Frontantrieb und kompakte Bauweise um, die bis zum Kadett E fortgefuhrt wurde.

Die GT/E-Variante mit dem 1.6 E Einspritzer (90 PS) ist die sportliche Krone des Kadett D und heute die gesuchte Version. Sie ist zuverlässiger als die Vergaser-Varianten und hat ein besseres Fahrwerk-Setup.

Als Karosserie-Variante gab es 3-Türer, 5-Türer, 4-Türer Stufenheck (ungewöhnlich) und Caravan. Das 4-Türer Stufenheck ist die seltene Form.

Motorisierungen

  • 1.2 S 60 PS, 1979 bis 1984
  • 1.3 N 60 PS, 1979 bis 1984
  • 1.3 S 75 PS, 1982 bis 1984
  • 1.6 E 18 NV 90 PS, 1981 bis 1984, GT/E

Karosserie-Varianten

  • 3-Türer Hatchback (1979 bis 1984)
  • 5-Türer Hatchback (1979 bis 1984)
  • 4-Türer Stufenheck (1979 bis 1984)
  • Caravan Kombi (1979 bis 1984)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost: Kadett D hat sehr schlechten Rostschutz, viele Exemplare sind durch Unterboden-Rost verloren.
  • ! Vergaser-Motoren mit Leerlauf-Unruhe und Kaltstart-Problemen.
  • ! Getriebe (4-Gang): Schaltgabel-Verschleiß.
  • ! Frontantriebs-Gleichlaufgelenke verschleißen ab 150.000 km.
  • ! Kunststoffteile sprodet und vergilbt.
  • ! Elektrische Probleme: Zulichtsensoren und Scheibenwischer-Motor.
  • ! Original-Ersatzteile teilweise schwer lieferbar.

Worauf beim Kauf achten

  • GT/E (1.6E, 90 PS) als die wertstabilste Motorisierung.
  • Rost ist das entscheidende Kriterium, Vollinspektion zwingend.
  • 4-Türer Stufenheck als seltenste und interessanteste Karosserieform.
  • Scheckheft und Halterhistorie.
  • H-Kennzeichen: alle Kadett D bis 1984 seit spätestens 2014 H-fähig.
  • Vergaser-Synchronisation als Kauf-Test: Motor muss stabil laufen.
  • Gleichlaufgelenke auf Knarzen bei vollen Lenkeinschlagen prüfen.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Kadett D

Was ist ein Opel Kadett D 2026 wert? +
Ein Kadett D GT/E (1.6E) in gutem Zustand (Note 2) liegt im Mai 2026 bei rund 4.000 Euro. Top-Exemplare mit restaurierter Karosserie erreichen 6.000 bis 8.000 Euro. Basisvarianten in Note 2 kosten 2.000 bis 3.500 Euro. Restaurationsprojekte ab 150 Euro, aber Rost macht den Aufwand oft unverhältnismassig.
Kadett D oder Kadett E, was ist der bessere Kauf? +
Der Kadett E ist moderner, hat mehr Motor-Optionen (bis zum 16V) und ist als Hot-Hatch-Basis attraktiver. Der Kadett D ist der günstigere Oldtimer-Einstieg, hat mehr Retro-Charme und ist seit langer Zeit H-kennzeichenfähig. Für Ersteinsteiger in die H-Kennzeichen-Welt ist der Kadett D der günstigere Weg.
War der Kadett D der erste Frontantriebs-Opel? +
Nein, der erste Frontantriebs-Opel war der Kadett D zusammen mit dem gleichzeitig eingefuhrten Ascona B-Folger. Der Kadett C (Vorganger) war noch ein Hinterradantrieb. Mit dem Kadett D vollzog Opel 1979 die komplette Umstellung auf Frontantrieb in der Kompaktklasse, ahnlich wie VW es 1974 mit dem Golf I getan hatte.
Ist der Kadett D H-Kennzeichen-fähig? +
Alle Kadett D (Baujahr 1979 bis 1984) sind H-Kennzeichen-fähig — die ersten Exemplare bereits seit 2009. Bedingungen: Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurück, originale Karosserie und Motor, und ein positives H-Gutachten durch TÜV, DEKRA oder GTÜ. Die jährliche Kfz-Steuer wird auf 191 Euro pauschal reduziert. Klassik-Versicherer wie OCC, ADAC ClassicCar und BELMOT bieten Tarife von 180 bis 250 Euro im Jahr. Bei den günstigen Marktwerten (Note 2 ab 1.800 Euro) ist das H-Kennzeichen ökonomisch besonders sinnvoll.
Welche Variante des Kadett D ist die sammlerisch interessanteste? +
Der Kadett D GT/E mit 90 PS aus dem 1.8 E-Einspritzer ist die mit Abstand sammlerwertigste Variante. Er kommt im sportlichen Trim mit GT/E-Schriftzug, Sportlenkrad und straffem Fahrwerk. Note 2 liegt bei 4.000 bis 6.000 Euro, Top-Exemplare erreichen 8.000 Euro. Vergaser-Versionen (1.0, 1.2, 1.3) sind günstiger und einfacher zu warten, aber sammlerisch deutlich weniger interessant. Die Caravan-Variante hat Sammler-Bonus, weil sie selten ist.
Welche Schwachstellen hat der Kadett D? +
Rost ist das Hauptproblem: die D-Modelle waren noch nicht vollverzinkt, deshalb sind Schweller, Kotflügel, Heckabschluss-Blech und Wasserrinnen typische Rost-Hotspots. Die Front-Antriebs-Mechanik ist neu im Opel-Konzern gewesen: Antriebswellen und Manschetten verschleißen schneller als beim Vorgänger Kadett C. Die OHV-Motoren der frühen Baujahre sind robust, der 1.8 E neigt zu Zahnriemen-Verschleiß (Wechsel alle 60.000 km Pflicht). Innenraum-Kunststoffe vergilben, das Armaturenbrett reißt unter UV-Bestrahlung.
Wie viel kostet die Restauration eines Kadett D? +
Eine substanzielle Restauration kostet 5.000 bis 12.000 Euro, je nach Rost-Schwere. Schweller-Reparatur alleine 1.500 bis 3.000 Euro, vollständige Lackierung 3.000 bis 6.000 Euro. Mechanik-Überholung (Motor-Komplettrevision, Getriebe, Bremsen) 2.000 bis 4.000 Euro. Bei einem Note-3-Exemplar mit Restauration ist die Investition oft höher als der Marktwert — sammlerisch lohnt sich der Aufwand nur beim seltenen GT/E oder bei besonders gut erhaltener Substanz.
Wie hoch ist die Versicherung für einen Kadett D? +
Mit H-Kennzeichen kostet die Klassik-Versicherung für einen Kadett D 180 bis 250 Euro im Jahr bei OCC, ADAC ClassicCar oder BELMOT. Garagenhaltung und niedrige Jahresfahrleistung (unter 6.000 km) drücken die Prämie weiter. Bei höherwertigen GT/E-Exemplaren mit Marktwert 6.000 Euro liegt die Prämie eher im Bereich 280 bis 350 Euro. Standard-Kfz-Versicherer sind für Kadett D deutlich teurer, weil die Tarife auf Alltagsfahrzeuge ausgelegt sind.

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Klassik-Versicherer wie Hiscox, OCC und Allianz Classic bieten für den Opel Kadett D typischerweise Tarife zwischen 280–380 €/Jahr. Vergleich aller Anbieter im unabhängigen Versicherungs-Vergleicher.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.