MARKTWERT 2026

Alfa Romeo 33

905 / 907 · Boxer · 1.3 bis 1.7 16V · 1983–1995

Alfa Romeo 33 Schraegheck mit Boxer-Motor
Foto: Vauxford · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Der Alfa Romeo 33 ist der Nachfolger des Alfasud, gebaut zwischen 1983 und 1994/95 in zwei Serien (905 und 907). Mit 989.324 produzierten Exemplaren gehört er zusammen mit dem Alfasud zu den meistgebauten Alfa-Modellen. Boxer-Motor (1,2 bis 1,7 Liter, 68 bis 137 PS in der 16V-Version), Frontantrieb und schon ab 1984 eine Allrad-Version (33 4x4) machen ihn zu einem vielseitigen Volumen-Klassiker. Marktwerte zwischen 600 und 10.000 Euro decken die Spannweite vom Restaurationsobjekt bis zur Concours-Ausführung ab. Die 16V-Versionen mit 137 PS und die seltenen Allrad-Versionen werden meist deutlich höher angeboten als die Standardversionen.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 8.500 – 11.500 €
Zustand 2 (Gut) 5.100 – 6.899 €
Zustand 3 (Gepflegt) 2.975 – 4.024 €
Zustand 4 (Alltag) 1.530 – 2.070 €
Zustand 5 (Restobjekt) 510 – 690 €
Bauzeitraum
1983 – 1995
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
989.324 (866.958 Limousinen, 122.366 Kombis, 1983 bis 1994/95)
H-Kennzeichen ab
2013

Über den Alfa Romeo 33

Der 33 entstand 1983 als Nachfolger des Alfasud und wurde wie dieser in Pomigliano d'Arco gebaut; Bodengruppe, Fahrwerk und Antrieb stammen technisch vom Alfasud ab. Die erste Serie (905, 1983 bis 1989) hatte eine stilreine Karosserie von Ermanno Cressoni. Die zweite Serie (907, 1990 bis 1994/95) bekam stark überarbeitete Front- und Heckpartien im Stil des 164, ein neues Interieur und Einspritzmotoren.

Motorseitig spannte sich der 33 von 1,2-Liter-Boxer (68 PS, nur Italien) über 1,3, 1,5 und 1,7 Liter bis zum 1,7-Liter-16V mit 137 PS (ab 1990, unter anderem als Quadrifoglio Verde). Die Boxer-Motoren waren aus dem Alfasud übernommen und kontinuierlich weiterentwickelt. Ab Herbst 1986 gab es einen 1,8-Liter-Turbodiesel (Dreizylinder, 73 PS), die Allrad-Version 33 4x4 mit zuschaltbarem Hinterradantrieb war schon 1984 im Programm. Ab 1990 folgte mit dem 16V Permanent 4 ein permanenter Allradantrieb.

Der 33 war das Volumenmodell von Alfa Romeo in den 80er und frühen 90er Jahren. Insgesamt entstanden zwischen 1983 und 1994/95 laut Alfa Romeo Typenhandbuch (zitiert bei de.wikipedia) 989.324 Exemplare, davon 866.958 Limousinen und 122.366 Kombis (Giardinetta/Sportwagon). Heute ist der 33 trotz seiner einstigen Allgegenwart selten geworden, viele Exemplare wurden verschrottet. Gut erhaltene Quadrifoglio-Verde- und 16V-Versionen werden deutlich über den Standardmodellen angeboten. Die Standard-Versionen sind weiterhin im niedrigen Preissegment angesiedelt.

Motorisierungen

  • → 1.2 Boxer (33 1.2) 68 PS, nur Italien
  • → 1.3 Boxer (33 1.3 / 1.3 S) 79 bis 90 PS, Vergaser, später Einspritzung
  • → 1.5 Boxer (33 1.5, 1.5 Quadrifoglio Verde, 1.5 4x4) 84 bis 105 PS
  • → 1.7 Boxer 8V (33 1.7, 1.7 Quadrifoglio Verde) 110 bis 118 PS, mit Katalysator rund 105 PS, ab 1986
  • → 1.7 Boxer 16V (33 1.7 16V, 16V Quadrifoglio Verde, 16V Permanent 4) 132 bis 137 PS, ab 1990
  • → 1.8 Turbodiesel Dreizylinder (33 1.8 TD) 73 PS ab 1986, als 1.8 TD Eco mit Ladeluftkühler (1992 bis 1993) 84 PS

Karosserie-Varianten

  • → Schrägheck-Limousine 5-türig, Serie 1 (Tipo 905, 1983 bis 1989)
  • → Kombi Giardinetta (ab 1984, Design Pininfarina), ab 1988 als Sportwagon
  • → Schrägheck-Limousine und Sportwagon, Serie 2 (Tipo 907, 1990 bis 1994/95)
  • → 33 4x4 mit zuschaltbarem Hinterradantrieb (ab 1984), ab 1990 16V Permanent 4 mit permanentem Allradantrieb

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Karosserie-Rost an Schwellern, Radhäusern, A-Säulen-Fuß und Türunterkanten. Rost gilt neben der Elektrik als bekannte Schwäche des 33.
  • ! Wartung am Boxer: Kühlsystem (Wasserpumpe, Thermostat, Schläuche) und Zahnriemenwechsel anhand von Rechnungen prüfen; die Mechanik gilt grundsätzlich als robust.
  • ! Vergaser-Synchronisation bei Vergaser-Versionen (Doppelvergaser) ist Spezialistensache.
  • ! Innenraum-Kunststoffe (Armaturenbrett, Türverkleidungen) werden spröde und reißen.
  • ! Elektrik: schwergängige Fensterheber und korrodierte Steckverbindungen sind laut Classic Trader keine Seltenheit.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ 1.7 16V Quadrifoglio Verde (ab 1990, 137 PS) wird wie die 4x4-Versionen und die frühen Quadrifoglio Verde meist deutlich über den Standardversionen angeboten.
  • ✓ 33 4x4 (ab 1984) und 16V Permanent 4 (ab 1990) sind selten und werden meist über den Frontantriebs-Versionen angeboten.
  • ✓ Karosserie-Originalität steht im Vordergrund, Magneten und Endoskop sind beim Kauf Pflicht.
  • ✓ Späte Exemplare der zweiten Serie gelten als besser gegen Rost geschützt; trotzdem jedes Auto gründlich von unten prüfen.
  • ✓ H-Kennzeichen ist seit 2013 für frühe 33 verfügbar, Originalität bleibt Voraussetzung.

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Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Alfa Romeo 33

Was ist ein Alfa Romeo 33 2026 wert? +
Ein gängiger 33 (1.3, 1.5 oder 1.7) in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 6.000 Euro, Spitzenexemplare (Note 1) bei rund 10.000 Euro. Fahrbereite Gebrauchte (Note 3) kosten um 3.500 Euro, Restaurierungsobjekte ab etwa 600 Euro. Gesuchte Sportversionen liegen darüber: 1.7 Quadrifoglio Verde und 1.7 16V QV oder Permanent 4 werden aktuell meist zwischen 9.000 und 18.000 Euro angeboten (Angebotspreise, keine Verkaufspreise).
Welche 33-Variante ist die beste Wahl? +
Für Sammler: 1.7 16V Quadrifoglio Verde (ab 1990) mit 132 bis 137 PS oder der 8V-1.7 Quadrifoglio Verde der ersten Serie. Als Geheimtipp: 33 4x4 (ab 1984) mit zuschaltbarem Hinterradantrieb oder 16V Permanent 4 (ab 1990) mit permanentem Allrad, beide selten. Für Alltagsklassiker: 1.5 oder 1.7 mit niedriger Anschaffung, gute Exemplare um 3.500 bis 6.000 Euro. Diesel-Versionen spielen sammlerisch kaum eine Rolle.
33 vs VW Golf II GTI, welcher ist die bessere Wahl? +
Beide sind Volumen-Klassiker der 80er und frühen 90er Jahre. Der Golf II GTI ist bekannter, hat eine größere Fangemeinde und ein breiteres Teileangebot. Der Alfa 33 1.7 16V QV ist exotischer, bietet einen Boxermotor und ein als sehr gut beschriebenes Frontantriebs-Fahrwerk, hat aber eine dünnere Werkstatt- und Teile-Infrastruktur. Wer einen etablierten Youngtimer sucht, greift zum Golf, wer Charakter abseits des Mainstreams will, zum 33.
Wie rostanfällig ist der Alfa 33? +
Rost ist das zentrale Thema. Kritische Stellen laut Classic Trader vor allem Schweller und Radläufe, dazu Türunterkanten, A-Säulen-Fuß und Bodenblech prüfen. Magnet, Endoskop und eine Inspektion auf der Hebebühne sind beim Kauf empfehlenswert. Restaurierte Exemplare sind oft besser als 'originale' 33 mit verstecktem Rost.
Ist der 33 H-Kennzeichen-fähig? +
Ein H-Kennzeichen ist 30 Jahre nach Erstzulassung möglich: für die ersten 33 (Baujahr 1983) seit 2013, für die letzten (Baujahr 1995) seit 2025. Voraussetzungen sind ein weitgehend originaler oder zeitgenössisch veränderter Zustand, ein guter Erhaltungszustand und ein positives Gutachten nach § 23 StVZO (TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS). Mit H-Kennzeichen beträgt die Kfz-Steuer pauschal 191,73 Euro im Jahr.
Wie hoch ist die Versicherung für einen Alfa 33? +
Für einen 33 mit H-Kennzeichen und Garage bieten Spezialversicherer wie OCC, Allianz, Helvetia oder ADAC Klassik-Tarife an. Die Prämie hängt von Versicherungswert, Fahrleistung, Fahrerprofil und Tarif ab; bei den niedrigen Marktwerten der meisten 33 liegen Klassik-Tarife meist deutlich unter normalen Kfz-Policen. Für die gesuchten 16V-QV- und Permanent-4-Versionen lohnt ein Wertgutachten, damit der Versicherungswert stimmt. Konkrete Prämien liefert der Chromradar-Versicherungsvergleich.
Wo finde ich Ersatzteile für einen Alfa 33? +
Verschleißteile für die Boxermotoren (Zahnriemen, Wasserpumpe, Dichtungen) sind über Alfa-Spezialhändler und den Teilehandel erhältlich, da die Motorfamilie vom Alfasud bis zum 145/146 verbaut wurde. Für Fachfragen und Teilequellen sind Clubs und Foren wie der [Alfaclub e.V.](https://alfaclub.de/) und das [Alfa Romeo Bulletin Board](https://www.alfabb.com/) gute Anlaufstellen. Karosserie- und Innenraum-Originalteile werden zunehmend knapp.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.