MARKTWERT 2026

Alfa Romeo 147

3-/5-Türer · TS / JTD / GTA 3.2 V6 · 2000–2010

Alfa Romeo 147 Schraegheck-Kompakt mit de Silva Karosserie
Foto: themajesticfool · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons

Der Alfa Romeo 147 (Tipo 937) ist der Kompaktwagen von Alfa Romeo aus den Jahren 2000 bis 2010. Die Karosserie aus dem Centro Stile unter Walter de Silva gab es als Drei- und Fünftürer, sie übernahm die Formensprache des 156. Das Angebot reichte vom 1.6 und 2.0 Twin Spark über die 1.9-JTD-Diesel bis zum seltenen 147 GTA mit 3,2-Liter-V6 (Busso) und 250 PS. Normale 147 kosten im Oktober 2026 je nach Zustand rund 500 bis 7.500 Euro, der GTA liegt deutlich darüber.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 6.375 – 8.625 €
Zustand 2 (Gut) 3.825 – 5.175 €
Zustand 3 (Gepflegt) 2.125 – 2.875 €
Zustand 4 (Alltag) 1.020 – 1.380 €
Zustand 5 (Restobjekt) 425 – 575 €
Bauzeitraum
2000 – 2010
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
651.823 (alle 147, 2000 bis 2010, laut Quattroruote), davon 5.029 GTA (1.004 mit Selespeed)
H-Kennzeichen ab
2030

Über den Alfa Romeo 147

Der 147 (Tipo 937) wurde im Juni 2000 auf dem Turiner Autosalon vorgestellt und ab Herbst 2000 ausgeliefert. Er löste den 145 und den 146 ab. Die Karosserie entstand im Centro Stile Alfa Romeo unter Walter de Silva (beteiligt waren Wolfgang Egger und Andreas Zapatinas) und übernahm die Formensprache des 156. 2001 wurde der 147 zum Auto des Jahres (Car of the Year) gewählt. Gebaut wurde er im Werk Pomigliano d'Arco bei Neapel. Ende 2004 folgte eine Modellpflege mit neuer Front, neuen Leuchten und überarbeitetem Innenraum, für das Restyling nennen die Quellen Giorgetto Giugiaro (Italdesign) bzw. Wolfgang Egger.

Benziner waren der 1.6 Twin Spark (105 oder 120 PS) und der 2.0 Twin Spark (150 PS), Letzterer auch mit dem automatisierten Schaltgetriebe Selespeed. Dazu kamen 1.9-JTD-Common-Rail-Diesel mit 100 bis 170 PS. Der 147 GTA wurde im Oktober 2002 auf dem Pariser Salon vorgestellt und erhielt den 3,2-Liter-V6 (Busso) aus dem 156 GTA mit 250 PS und 300 Nm. Bis Oktober 2005 entstanden 5.029 GTA, davon 1.004 mit Selespeed. Nur wenige davon kamen nach Deutschland.

Insgesamt wurden zwischen 2000 und 2010 651.823 Exemplare gebaut (Quattroruote, ANFIA). Der Dreitürer lief im Herbst 2008 aus, der Fünftürer Mitte 2010. Normale Twin-Spark- und JTD-Exemplare werden heute meist für wenige tausend Euro gehandelt, der GTA liegt deutlich darüber.

Motorisierungen

  • → 1.6 Twin Spark 16V (147 1.6 TS) 105 oder 120 PS, 2000 bis 2010
  • → 2.0 Twin Spark 16V (147 2.0 TS) 150 PS, ab 2000, wahlweise mit Selespeed
  • → 3.2 V6 24V Busso (147 GTA) 250 PS, 300 Nm, 2002 vorgestellt, gebaut bis Oktober 2005
  • → 1.9 JTD 8V Common-Rail-Diesel (147 1.9 JTD) 100 bis 120 PS, ab 2000
  • → 1.9 JTD 16V Multijet (147 1.9 JTDM) 140 bis 170 PS, ab 2002/2003, 170 PS ab 2007

Karosserie-Varianten

  • → Schrägheck 3-türig (2000 bis 2008)
  • → Schrägheck 5-türig (2001 bis 2010)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost: Radlaufkanten, Blechkanten sowie Fußräume und Bodengruppe gründlich prüfen; auch der vordere Hilfsrahmen kann betroffen sein.
  • ! Twin-Spark-Motoren: kurze Zahnriemenintervalle (zuletzt 36.000 Meilen bzw. drei Jahre), Wechsel samt Wasserpumpe nachweisen lassen; ein klappernder Nockenwellenversteller (Variator) sollte erneuert werden.
  • ! Twin-Spark-Motoren: Ölverbrauch bis etwa einen Liter auf 1.000 Meilen ist bekannt; Zündspulen, Einspritzdüsen und Luftmassenmesser fallen häufiger aus.
  • ! 147 GTA: Der V6 kann an Motor und Getriebe Öl verlieren; der Zahnriemenwechsel beim Spezialisten kostet einen vierstelligen Betrag.
  • ! Diesel: Turbolader und AGR-Ventil prüfen und auf Rasseln des Zweimassenschwungrads achten; für das Kraftstoffsystem gab es mehrere Rückrufe.
  • ! Selespeed: Das automatisierte Schaltgetriebe kann Probleme machen, der Tausch der Aktuatoren kostet einen vierstelligen Betrag.
  • ! Fahrwerk: Dämpfer und Buchsen verschleißen, die Buchsen der oberen Querlenker oft schon nach rund 80.000 km; Servolenkungsleitungen können korrodieren und undicht werden.
  • ! Elektrik: schlechte Kontakte an den Rückleuchten; eine schwache Batterie kann scheinbar unzusammenhängende Elektrikfehler auslösen.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Der 147 GTA (2002 bis 2005, 5.029 Stück) ist die seltenste und teuerste Variante; auf Originalzustand achten, viele Exemplare wurden fragwürdig getunt.
  • ✓ Beim GTA gilt das Sechsgang-Schaltgetriebe als die bessere und womöglich weniger anfällige Wahl (1.004 der 5.029 GTA hatten Selespeed).
  • ✓ Rechnungen über die Zahnriemenwechsel (Twin Spark und V6) sind beim 147 der wichtigste Wartungsnachweis.
  • ✓ Selespeed-Fahrzeuge nur mit nachvollziehbarer Werkstatthistorie kaufen, ein Aktuatortausch kostet einen vierstelligen Betrag.
  • ✓ Normale 147 mit 1.6 oder 2.0 Twin Spark gibt es reichlich und günstig; ein gut dokumentiertes Exemplar mit niedriger Laufleistung ist den Aufpreis wert.
  • ✓ Fahrwerk (obere Querlenkerbuchsen, Dämpfer) und Bremsen in die Kalkulation einbeziehen, beim GTA sind Bremsteile und Reifen teurer.

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Marke
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Modell
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Baujahr
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Zustand

In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Alfa Romeo 147

Was ist ein Alfa Romeo 147 2026 wert? +
Ein normaler 147 mit Twin-Spark- oder JTD-Motor liegt im Oktober 2026 je nach Zustand zwischen rund 500 Euro (Restaurierungsobjekt) und 7.500 Euro (Note 1, sehr niedrige Laufleistung). Ein gepflegtes Exemplar in Note 2 kostet rund 4.500 Euro, ein typischer Alltagswagen (Note 3) rund 2.500 Euro. Der Median der in Deutschland angebotenen 147 liegt bei rund 2.000 Euro, Diesel werden im Schnitt günstiger angeboten als Benziner. Der 147 GTA spielt in einer anderen Liga: Linkslenker in gutem Zustand (Note 2) liegen etwa bei 18.000 bis 25.000 Euro, Artcurial erzielte im Juli 2026 rund 25.000 Euro für ein Exemplar mit 57.400 km. In Großbritannien versteigerte GTA erzielen deutlich weniger.
Was macht den 147 GTA besonders? +
Drei Punkte: 1) Der 3,2-Liter-V6 (Busso) aus dem 156 GTA mit 250 PS und 300 Nm. 2) Die geringe Stückzahl: Bis Oktober 2005 entstanden 5.029 GTA, davon 1.004 mit Selespeed, nur wenige kamen nach Deutschland. 3) Die eigenständige Optik: Die Karosserie ist pro Seite 15 mm breiter für 225/45 R17-Reifen, dazu kommen Brembo-Bremsen mit Vierkolbensätteln. Mit rund 1.360 kg Leergewicht beschleunigt der GTA in gut 6 Sekunden auf 100 km/h.
147 GTA vs VW Golf IV R32, welcher ist die bessere Wahl? +
Beide sind Kompaktsportler mit Sechszylinder aus der ersten Hälfte der 2000er Jahre (GTA 250 PS, Golf IV R32 241 PS). Der R32 hat Allradantrieb (4Motion), der GTA Frontantrieb. Der GTA ist mit 5.029 gebauten Exemplaren selten, Linkslenker in gutem Zustand (Note 2) liegen etwa bei 18.000 bis 25.000 Euro. Wer einen alltagstauglichen Sechszylinder mit Allrad sucht, ist beim R32 richtig; wer das seltenere und eigenwilligere Auto will, beim GTA. Die Preise beider Modelle hängen stark von Laufleistung und Originalzustand ab.
147 vs Audi A3 8L, welcher ist die bessere Wahl? +
Beide sind Kompaktwagen aus der Zeit um die Jahrtausendwende. Der Audi A3 (8L) hat eine breite Werkstatt- und Teilebasis. Der Alfa 147 punktet mit Design und Innenraum, verlangt aber mehr Aufmerksamkeit bei der Wartung (Zahnriemen, Variator, Fahrwerksbuchsen). Ein normaler 147 in gutem Zustand (Note 2) liegt bei rund 4.500 Euro. Für den unkomplizierten Alltag: A3. Für Charakter und Design: 147.
Welche 147-Motorisierung ist die beste Wahl? +
Für Sammler: der 147 GTA (3.2 V6, 250 PS), Linkslenker in gutem Zustand (Note 2) etwa 18.000 bis 25.000 Euro. Für den Alltag mit Benziner: der 2.0 Twin Spark (150 PS), wahlweise mit Schaltgetriebe oder Selespeed. Am günstigsten ist der 1.6 Twin Spark (105 oder 120 PS). Die 1.9-JTD-Diesel (100 bis 170 PS) sind sparsam, werden aber im Schnitt günstiger gehandelt als die Benziner. Bei allen Twin-Spark-Motoren sind Zahnriemenwechsel und Nockenwellenversteller (Variator) die wichtigsten Prüfpunkte.
Wie zuverlässig ist der 147 im Alltag? +
Der 147 rostet deutlich weniger als ältere Alfas, braucht aber konsequente Wartung. Bei den Twin-Spark-Motoren muss der Zahnriemen in kurzen Abständen gewechselt werden (zuletzt 36.000 Meilen, also rund 58.000 km, bzw. drei Jahre), ein Ölverbrauch von bis zu einem Liter auf 1.000 Meilen ist bekannt. Zündspulen, Einspritzdüsen und Luftmassenmesser fallen häufiger aus. Am Fahrwerk verschleißen Dämpfer und die Buchsen der oberen Querlenker, oft schon um 80.000 km. Elektrikprobleme gehen häufig auf eine schwache Batterie oder schlechte Kontakte an den Rückleuchten zurück. Eine Werkstatt mit Alfa-Erfahrung ist sinnvoll.
Wie hoch ist die Versicherung für einen 147? +
Der 147 ist frühestens ab Ende 2030 H-Kennzeichen-fähig (Erstzulassung plus 30 Jahre), späte Exemplare erst gegen 2040. Bis dahin läuft er als normaler Gebrauchtwagen oder, falls der Versicherer ihn annimmt, über einen Youngtimer-Tarif. Für einen 147 GTA lohnt ein Wertgutachten, damit im Schadenfall der Marktwert statt des niedrigen Zeitwerts zählt. Die Prämie hängt von Fahrleistung, Stellplatz und versichertem Wert ab, deshalb am besten konkrete Angebote über den Chromradar-Versicherungsvergleich einholen.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.