MARKTWERT 2026

Mercedes G-Klasse W463

Komfort-G ab 1990 · 1990–2018

Mercedes-Benz G 500 (W463) in Schwarz mit Chrom-Kühlergrill und Alurädern, Front-Seitenansicht der Komfort-G der zweiten Generation
Foto: IFCAR · gemeinfrei · Wikimedia Commons

Die Baureihe 463 ist die komfortorientierte G-Klasse, vorgestellt im September 1989 auf der IAA und ab Frühjahr 1990 im Handel. Neu gegenüber dem W 460 waren permanenter Allradantrieb mit drei Differenzialsperren, abschaltbares ABS und ein deutlich pkw-ähnlicherer Innenraum. Die Motorenpalette reicht vom 250 GD mit 94 PS bis zum G 55 AMG Kompressor mit bis zu 507 PS, ab 2012 kamen G 63 AMG und G 65 AMG hinzu.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 55.250 – 74.750 €
Zustand 2 (Gut) 38.250 – 51.749 €
Zustand 3 (Gepflegt) 25.500 – 34.500 €
Zustand 4 (Alltag) 14.450 – 19.550 €
Zustand 5 (Restobjekt) 5.950 – 8.049 €
Bauzeitraum
1990 – 2018
Versicherung (Zustand 2)
540–1.260 €/Jahr
Produktionszahl
keine offizielle Herstellerzahl nur für den alten W 463; alle G-Baureihen zusammen erreichten im Juli 2017 300.000 Fahrzeuge
H-Kennzeichen ab
2020

Über den Mercedes G-Klasse W463

Mercedes-Benz stellte die Baureihe 463 im September 1989 auf der IAA in Frankfurt vor, der Verkauf begann im Frühjahr 1990. Gebaut wurde sie wie alle G-Modelle in Graz bei Steyr-Daimler-Puch, heute Magna Steyr; in Österreich und der Schweiz lief der Wagen bis 1999 als Puch G. Gegenüber dem W 460 brachte der W 463 permanenten Allradantrieb mit drei per Knopf zuschaltbaren Differenzialsperren, abschaltbares ABS (anfangs auf Wunsch) und einen deutlich wohnlicheren, pkw-ähnlichen Innenraum. Der Leiterrahmen und die kantige Karosserie blieben.

Die Motorenpalette war breit: Zum Start 230 GE (M 102), 300 GE (M 103, 170 PS), 250 GD und 300 GD. 1992 folgte der 350 GD Turbo (OM 603, 136 PS, ab 1993 G 350 Turbodiesel), Ende 1993 der G 320 mit dem Sechszylinder M 104 (210 PS) und als Kleinserie der 500 GE (M 117, 241 PS, 446 Stück). Ab 1996 gab es den G 300 Turbodiesel (177 PS), ab Ende 1997 den G 320 mit V6 (M 112, 215 PS), im Juni 1997 eine Cabrio-Variante mit elektrohydraulischem Verdeck, ab 1998 den G 500 mit V8 M 113 (296 PS). Der G 55 AMG kam 1999 mit 354 PS, ab 2004 als Kompressor mit 476 PS, ab 2006 500 und ab 2008 507 PS. Dazu kamen die Diesel G 270 CDI, G 400 CDI, G 320 CDI und G 350 BlueTEC sowie ab 2012 G 63 AMG und G 65 AMG.

2018 löste eine technisch weitgehend neue G-Klasse den alten W 463 ab; sie trägt intern weiter die Bezeichnung W 463 (oft W 463 A genannt). Gefragt sind heute vor allem gepflegte, originale Fahrzeuge der 1990er-Jahre, der G 500 und der G 55 AMG.

Motorisierungen

  • → M 102 2,3 l R4 (126 PS, 230 GE, 1990–1994)
  • → M 103 3,0 l R6 (170 PS, 300 GE, 1990–1994)
  • → M 104 3,2 l R6 (210 PS, G 320, Ende 1993–1997)
  • → M 112 3,2 l V6 (158 kW/215 PS, G 320, Ende 1997–2006)
  • → M 117 5,0 l V8 (241 PS, 500 GE, 1993–1994, 446 Stück)
  • → M 113 5,0 l V8 (296 PS, G 500, 1998–2008)
  • → M 113 5,4 l V8 (354 PS, G 55 AMG, 1999–2003)
  • → M 113 K 5,4 l V8 Kompressor (476–507 PS, G 55 AMG, 2004–2012)
  • → OM 602 / OM 603 Diesel (250 GD, 300 GD, G 350 Turbodiesel 136 PS)
  • → OM 606 3,0 l R6 Turbodiesel (177 PS, G 300 Turbodiesel, 1996–2001)
  • → OM 612 / OM 628 / OM 642 (G 270 CDI, G 400 CDI, G 320 CDI, G 350 BlueTEC)

Karosserie-Varianten

  • → Station-Wagen kurz (3-Türer)
  • → Station-Wagen lang (5-Türer)
  • → Cabriolet (kurzer Radstand)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost am Scheibenrahmen, oft schon früh
  • ! Hintere Radläufe und Heckabschluss
  • ! Lenkhebel und Spurstangenköpfe der Vorderachse mit Spiel, häufiger TÜV-Mangel
  • ! M 104 (G 320 bis 1997): Motorkabelbaum auf poröse, brüchige Isolierung prüfen, ein bei M 104-Modellen dieser Jahre bekanntes Thema
  • ! G 400 CDI (2001–2006): Hochdruckpumpe, Injektoren, Steuerketten, Turbolader und Motorsteuergerät anfällig
  • ! Klemmende Schiebedächer und Klappen, Wassereintritt an den Leuchten

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Hebebühne unverzichtbar, Rahmen-Status prüfen
  • ✓ Alle 3 Sperren funktional?
  • ✓ Bei G 320 mit Reihensechszylinder (bis 1997): Zustand des Motorkabelbaums
  • ✓ Bei G 500/G 55 AMG: lückenlose Wartungs-Historie
  • ✓ Original-Räder und Original-Anbauteile
  • ✓ G 500 (ab 1998): gute Exemplare liegen meist um 30.000–45.000 €, Spitzenfahrzeuge bis etwa 65.000 €

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1
Marke
2
Modell
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Baujahr
4
Zustand

In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Mercedes G-Klasse W463

Was ist eine Mercedes G-Klasse W463 wert? +
Eine alte G-Klasse W 463 in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 45.000 €, Topzustand (Note 1) bei etwa 65.000 €, ein ordentliches Gebrauchtfahrzeug (Note 3) um 30.000 €. Die Leiter bezieht sich auf die gängigen Modelle wie 300 GE, G 320, G 300 Turbodiesel und G 500. G 63 AMG, G 65 AMG und Sondermodelle wie 4x4² oder 6x6 haben einen eigenen, deutlich höheren Markt.
Was ist der Unterschied zwischen W460 und W463? +
Der W 460 (1979–1992) hat einen zuschaltbaren Allradantrieb und ist eher spartanisch ausgestattet; sein Nachfolger für Behörden und Gewerbe ist der W 461. Der W 463 (vorgestellt 1989, ab 1990 im Handel) hat permanenten Allradantrieb mit drei Differenzialsperren, lieferbares ABS und einen pkw-ähnlichen Innenraum. Leiterrahmen und Grundform teilen sich beide Baureihen.
Welcher W463-Motor ist am haltbarsten? +
Als robust gelten die V8-Benziner und der V6-Diesel des G 320 CDI (ab 2006). Der G 400 CDI (2001–2006) ist für Probleme an Hochdruckpumpe, Injektoren, Steuerketten und Turbolader bekannt. Beim G 320 mit Reihensechszylinder M 104 sollte der Motorkabelbaum geprüft werden.
Lohnt sich die G-Klasse W463 als Investment? +
Eine Wertprognose ist nicht seriös möglich. Gefragt sind vor allem originale, rostfreie Fahrzeuge mit dokumentierter Historie, besonders G 500 und G 55 AMG sowie seltene Varianten wie der 500 GE von 1993 (446 Stück).
Ist die G-Klasse W463 H-Kennzeichen-fähig? +
Ja. Frühe W 463 mit Erstzulassung 1990 sind seit 2020 H-Kennzeichen-fähig, Stand Oktober 2026 alle Fahrzeuge mit Erstzulassung bis 1996. Die letzten Exemplare der alten Baureihe (2018) folgen frühestens 2048.
Wie viele G 55 AMG (W463) wurden gebaut? +
Eine offizielle Gesamtzahl hat Mercedes-Benz nicht veröffentlicht. Der G 55 AMG kam 1999 mit 354 PS (Saugmotor), ab 2004 mit Kompressor und 476 PS, später 500 und ab 2008 507 PS; gebaut wurde er bis 2012, dann folgte der G 63 AMG.
Was kostet die Wartung einer G-Klasse W463? +
Feste Jahreswerte lassen sich seriös nicht nennen, sie hängen stark von Motor und Zustand ab. Auto Bild nannte 2019 für die große Inspektion in Markenwerkstätten im Schnitt rund 830 €. Teuer werden vor allem Rostreparaturen an Scheibenrahmen und Heck sowie bei den Dieseln G 400 CDI Einspritzung und Turbo.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.