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MARKTWERT 2026

Opel Kadett C GT/E

Coupé · 1.9 L-Jetronic · Pre-GTI-Hot-Coupé · 1975–1979

Opel Kadett C GT/E Coupé
Foto: Lothar Spurzem, Wikimedia Commons · Bildquelle

Der Opel Kadett C GT/E ist Opels sportliches Coupé-Highlight der 70er und erschien im August 1975, ein ganzes Jahr vor dem VW Golf GTI. Mit dem 1.9L-CIH-Motor und Bosch-L-Jetronic-Einspritzung leistete der GT/E rund 105 PS und brachte echte Sportlichkeit in die kompakte Kadett-C-Baureihe. Zwischen 1975 und 1979 entstanden rund 8.660 GT/E und 2.254 GT/E 2, was den GT/E heute zur gesuchten und deutlich über dem Standard-Kadett gehandelten Rarität macht. Marktwerte 2026: 4.000 bis rund 32.000 Euro.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 27.200 – 36.800 €
Zustand 2 (Gut) 17.000 – 23.000 €
Zustand 3 (Gepflegt) 11.050 – 14.949 €
Zustand 4 (Alltag) 5.950 – 8.049 €
Zustand 5 (Restobjekt) 3.400 – 4.600 €
3-Jahres-Trend: +20%
Bauzeitraum
1975 – 1979
Versicherung (Zustand 2)
280–560 €/Jahr
Produktionszahl
ca. 8.660 GT/E (1975 bis 1977) und ca. 2.254 GT/E 2 (1977 bis 1979), Teil der Kadett-C-Baureihe
H-Kennzeichen ab
2005

Über den Opel Kadett C GT/E

Der Kadett C kam 1973 als letzter heckgetriebener Kadett, und das sportliche Coupé GT/E debütierte im August 1975. Damit war der GT/E ein Jahr früher am Markt als der ikonische VW Golf GTI und gilt als einer der frühen kompakten Sport-Opel mit Einspritztechnik.

Unter der Haube arbeitete der größere CIH-Motor mit 1.897 cm³ und Bosch-L-Jetronic-Einspritzung, der rund 105 PS leistete. Im Vergleich zum 1.2S-Coupé war der GT/E mit einem Listenpreis von 12.950 Mark rund 30 Prozent teurer, bot dafür aber echte sportliche Fahrleistungen, eine straffere Abstimmung und einen markanten Auftritt mit Sport-Dekor.

1977 folgte mit dem Facelift der GT/E 2, technisch eng verwandt, aber mit überarbeiteten Details. Insgesamt entstanden rund 8.660 GT/E der ersten Serie und 2.254 GT/E 2, was den sportlichen Kadett zur seltenen Ausnahme innerhalb der hohen Kadett-C-Gesamtproduktion macht.

Während Standard-Kadett-C heute oft für kleines Geld zu haben sind, hat der GT/E längst Sammlerstatus erreicht. Originale, rostfreie Exemplare mit funktionierender L-Jetronic und kompletter Sportausstattung sind gesucht und werden weit über dem Niveau der gewöhnlichen Kadett-C-Coupés gehandelt. Der GT/E gilt als historisch bedeutsamer Vorläufer der kompakten Sport-Opel-Tradition, die später mit dem Kadett E GSi fortgesetzt wurde.

Motorisierungen

  • 1.9L CIH L-Jetronic ca. 105 PS, 1975 bis 1977, GT/E
  • 1.9L CIH L-Jetronic ca. 105 PS, 1977 bis 1979, GT/E 2 (Facelift)

Karosserie-Varianten

  • Coupé GT/E (1975 bis 1977), Sportversion
  • Coupé GT/E 2 (1977 bis 1979), Facelift

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Karosserie-Rost an Schwellern, Radläufen, Endspitzen, Federbeindomen, Bodenblechen und A-Säulen, der häufigste und teuerste Mangel beim Kadett C.
  • ! CIH-Motor (1.9): robust, aber Steuerkette und Spanner längen sich, Ölverlust an Wellendichtringen und Ventildeckel im Alter.
  • ! Bosch-L-Jetronic: alternde Sensoren, Luftmengenmesser und Steuergerät, Einstellung und Fehlersuche erfordern Spezialwissen, Originalteile zunehmend knapp.
  • ! Getriebe und Hinterachse robust, aber Differenzial und Synchronringe verschleißen bei sportlicher Nutzung, Antriebsstrang prüfen.
  • ! Innenraum: GT/E-spezifische Sportausstattung, Sitze und Instrumente sind schwer zu ersetzen, Kunststoffe vergüten und reißen.
  • ! Identitäts-Risiko: einfache Kadett-C-Coupés werden zu GT/E aufgewertet, Echtheit über Fahrgestellnummer, Motorcode und Ausstattungsdetails prüfen.
  • ! Tuning-Folgen: viele GT/E wurden im Motorsport oder von Boy-Racern hart bewegt, Originalzustand mit Historie ist heute selten.

Worauf beim Kauf achten

  • Originalität und nachgewiesene GT/E-Echtheit sind die wichtigsten Kaufkriterien, da viele Standard-Kadett zu GT/E aufgewertet wurden.
  • Rost ist das entscheidende Thema: Schweller, Radläufe und Bodenbleche genau prüfen, eine Hebebühnen-Inspektion ist Pflicht.
  • Funktion der L-Jetronic auf der Probefahrt testen: sauberer Kaltstart, stabiler Leerlauf, gleichmäßiger Lauf, da Einspritzteile teuer und rar sind.
  • Komplette, originale Sportausstattung (Sitze, Instrumente, Dekor, Felgen) ist wertentscheidend, fehlende GT/E-Teile sind schwer zu beschaffen.
  • Matching-Numbers und lückenlose Historie heben den Wert deutlich, gerade bei diesem gesuchten Modell.
  • Auf saubere Schweißarbeiten und fachgerechte Restaurierungen achten, GT/E mit dokumentierter Aufarbeitung sind sicherer als günstige Projekte.
  • H-Kennzeichen ist für die GT/E ab 2005 möglich, was Steuer und Klassik-Versicherung erleichtert.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Kadett C GT/E

Was ist ein Opel Kadett C GT/E 2026 wert? +
Der GT/E hat sich klar vom günstigen Standard-Kadett-C abgesetzt. Ein gepflegter, originaler GT/E in Note 2 liegt 2026 bei rund 20.000 Euro, herausragende Exemplare mit lückenloser Historie und perfekter Substanz erreichen bis zu 32.000 Euro. Restaurierungsbedürftige oder unvollständige Autos beginnen bei etwa 4.000 bis 7.000 Euro. Zum Vergleich: gewöhnliche Kadett-C-Modelle sind teils schon ab rund 2.000 bis 3.500 Euro zu haben, was den deutlichen Sammleraufpreis des GT/E unterstreicht.
War der Kadett C GT/E vor dem Golf GTI da? +
Ja. Der Kadett C GT/E erschien im August 1975, während der VW Golf GTI erst 1976 auf den Markt kam. Damit war der GT/E einer der frühen kompakten Sport-Modelle mit Einspritztechnik in Deutschland. Sein 1.9L-CIH-Motor mit Bosch-L-Jetronic leistete rund 105 PS, vergleichbar mit dem frühen Golf GTI. Der GT/E gilt deshalb als bedeutsamer Vorläufer und Konkurrent der Hot-Hatch- und Sport-Kompakt-Bewegung, auch wenn der Golf GTI später den größeren Kultstatus erreichte.
Was ist der Unterschied zwischen GT/E und GT/E 2? +
Der GT/E der ersten Serie lief von 1975 bis 1977 und wurde rund 8.660 Mal gebaut. Mit dem Kadett-C-Facelift 1977 folgte der GT/E 2 mit überarbeiteten Details, von dem rund 2.254 Exemplare entstanden. Beide nutzen den 1.9L-CIH-Motor mit L-Jetronic und rund 105 PS. Der GT/E 2 ist die seltenere der beiden Serien. Für Sammler zählen bei beiden vor allem Originalität, nachgewiesene Echtheit und rostfreie Substanz mehr als die Serienzugehörigkeit.
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Kadett C GT/E? +
Die CIH-Mechanik und viele Fahrwerks- und Verschleißteile werden mit anderen Opel-Modellen geteilt und sind dank der großen Opel-Klassiker-Szene gut beschaffbar. Schwieriger wird es bei GT/E-spezifischen Teilen: originale L-Jetronic-Komponenten, Sportausstattung, Instrumente, Dekor und bestimmte Karosseriebleche. Die aktive Opel-Klassiker-Szene mit Clubs und Foren in Deutschland ist die zentrale Quelle für seltene Originalteile, Echtheits-Prüfung und das nötige Einspritz-Know-how rund um die L-Jetronic.
Wo rostet der Kadett C GT/E am stärksten? +
Typische Roststellen sind Schweller, vordere und hintere Radläufe, Endspitzen, Federbeindome, Bodenbleche und A-Säulen. Da viele GT/E sportlich und im Motorsport bewegt wurden, ist versteckte Durchrostung und nachlässige Reparatur häufig. Eine Inspektion auf der Hebebühne mit Augenmerk auf Schweller und Bodenbleche sowie eine Schichtdickenmessung sind beim Kauf Pflicht, da eine Karosserie-Instandsetzung beim heutigen GT/E-Wertniveau zwar lohnen kann, aber teuer und aufwändig ist.
Ist der Kadett C GT/E ein gutes Investitions-Objekt? +
Ja, mit klarer Aufwärtstendenz. Der GT/E ist als seltener, historisch bedeutsamer Sport-Opel und früher Einspritz-Kompakter gesucht und hat sich deutlich vom günstigen Standard-Kadett abgesetzt. Wertentscheidend sind nachgewiesene Echtheit, Originalität und rostfreie Substanz. Aufgewertete Replicas und rostige Projekte bergen Risiken, während dokumentierte Original-GT/E stetig zulegen. Als Vorläufer der kompakten Sport-Opel-Tradition bietet er solides Sammlerpotenzial, sofern die Echtheit sauber belegt ist.
Welche Klassik-Versicherung passt zum Kadett C GT/E? +
Der GT/E ist als gesuchter Sport-Klassiker über Klassik-Versicherer gut abzudecken, wird als sportliches Modell aber teils etwas höher eingestuft. Für ein Exemplar mit Marktwert um 20.000 Euro, H-Kennzeichen, Garage und 4.000 km Jahresfahrleistung liegen die Jahresprämien je nach Anbieter bei rund 240 bis 430 Euro. OCC und ADAC Classic bieten häufig günstige Tarife. Ein aktuelles Wertgutachten ist bei diesem Modell sinnvoll, um die Wertvereinbarung und die nachgewiesene Echtheit abzusichern.
Welche Alternativen zum Kadett C GT/E gibt es? +
Im Segment der frühen Sport-Kompakten und Coupés der späten 70er: VW Golf GTI Mk1 (der spätere Kultrivale), VW Scirocco I GTI, Ford Escort RS2000 Mk2, Opel Manta A GT/E (markeninterner Coupé-Verwandter) und der spätere Kadett E GSi als Nachfolger der Sport-Kadett-Idee. Der Kadett C GT/E hebt sich durch seinen frühen Marktstart vor dem Golf GTI, die L-Jetronic-Einspritzung und seine Rolle als Vorläufer der kompakten Sport-Opel-Tradition ab.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.