MARKTWERT 2026

Opel Omega A 3000

Limousine · 3,0-l-Reihensechszylinder · 177/204 PS · 1987–1993

Opel Omega A 3.0 24V, der Sleeper-Klassiker
Foto: Rudolf Stricker · frei mit Namensnennung · Wikimedia Commons

Der Opel Omega 3000 war die sportliche Spitzenversion des Omega A: eine schlicht gezeichnete Mittelklasse-Limousine mit 3,0-Liter-Reihensechszylinder, ab 1987 mit 177 PS (mit Katalysator zunächst 156 PS), ab Herbst 1989 als Omega 3000 24V mit 204 PS. Opel selbst nannte den 3000 24V die sportlichste Variante der Mittelklasse-Limousine. Heute sind gut erhaltene, unverbastelte Exemplare selten geworden.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 15.300 – 20.700 €
Zustand 2 (Gut) 8.925 – 12.074 €
Zustand 3 (Gepflegt) 4.675 – 6.324 €
Zustand 4 (Alltag) 2.125 – 2.875 €
Zustand 5 (Restobjekt) 680 – 919 €
Bauzeitraum
1987 – 1993
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
15.917 Omega 3000 (12V, ab 1987) und knapp 15.400 Omega 3000 24V (1989–1993) laut Auto Bild Klassik; dazu je nach Quelle 321 bis rund 500 Evolution 500 (Auto Bild bis zu 509)
H-Kennzeichen ab
2017

Über den Opel Omega A 3000

Der Omega A erschien 1986 als Nachfolger des Rekord E, wurde zum Auto des Jahres 1987 gewählt und bot mit einem cw-Wert von 0,28 eine sehr gute Aerodynamik. Gebaut wurde er in Rüsselsheim. Ab August 1987 ergänzte der Omega 3000 das Programm: 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 177 PS ohne Katalysator, mit geregeltem Katalysator zunächst 156 PS (C30LE), ab Modelljahr 1989 mit 177 PS (C30NE). Typisch für den 3000 waren das Spoilerpaket, ein 25 Millimeter tiefer gelegtes Fahrwerk mit Sperrdifferenzial und eine weiterentwickelte Schräglenkerachse: Beim 3000 und beim Senator erhielt sie einen zusätzlichen Diagonallenker, Opel bezeichnete diese Ausführung als „Multi-Link“.

Im Oktober 1989 folgte der Omega 3000 24V mit dem C30SE: Reihensechszylinder mit vier Ventilen je Zylinder, zwei kettengetriebenen obenliegenden Nockenwellen, Bosch-Motronic und dem zweistufigen Dual-Ram-Ansaugsystem. Er leistet 204 PS bei 6.000/min und 270 Nm bei 3.600/min. Opel gab für den Fünfgang-Schalter 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h an, die Höchstgeschwindigkeit lag bei rund 240 km/h, in einem Vergleichstest 1990 wurden 242 km/h gemessen. Derselbe Motor trieb den Senator B 3.0i 24V an. Der 1989 eingeführte Omega 3000 24V kostete 52.930 Mark.

Den Omega 3000 gab es nur als Limousine. Als Caravan war der Sechszylinder ab Oktober 1989 als 3.0i ohne die sportliche Optik erhältlich, nach dem Facelift (Juli 1990) auch mit 24 Ventilen und 200 PS. Für die DTM entstand der Omega Evolution 500 mit 230 PS, umgebaut bei Irmscher in einer Kleinserie von je nach Quelle 321 bis rund 500 Exemplaren (Auto Bild bis zu 509). In Großbritannien hieß das Modell Vauxhall Carlton GSi 3000. Laut Auto Bild Klassik entstanden 15.917 Omega 3000 und knapp 15.400 Omega 3000 24V; die Produktion des Omega A endete im August 1993, Restbestände wurden bis 1994 verkauft.

Motorisierungen

  • → 3,0-l-Reihensechszylinder 12V C30LE, 156 PS (mit Kat), 1987–1989
  • → 3,0-l-Reihensechszylinder 12V 30NE/C30NE, 177 PS, 1987–1992
  • → 3,0-l-Reihensechszylinder 24V C30SE, 204 PS, 270 Nm, 1989–1993
  • → 3,0-l-Reihensechszylinder 24V C30SEJ, 200 PS (nur Caravan 3.0i 24V), 1990–1993
  • → Evolution 500 (Irmscher): 3,0-l-Reihensechszylinder 24V, 230 PS

Karosserie-Varianten

  • → Limousine 4-türig (Omega 3000, 1987–1993)
  • → Caravan 3.0i mit 12V (ab Oktober 1989) bzw. 24V/200 PS (ab Juli 1990), ohne 3000-Optik

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! C30SE: verschleißanfällige Nockenwellen, besonders bei vernachlässigten Ölwechseln.
  • ! Laute Steuerketten bei hoher Laufleistung (der C30SE hat Kettenantrieb, keinen Zahnriemen).
  • ! Undichte oder poröse Unterdruckleitungen am Dual-Ram-Ansaugsystem.
  • ! Rost ist bei allen Omega A ein Thema, frühe Baujahre sind zudem nachlässig verarbeitet.
  • ! Digital-Cockpit kaum reparierbar, klapperndes Armaturenbrett.
  • ! Kunststoffteile des Aerodynamik-Pakets werden knapp.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Kaltstart und Leerlauf hören: Rasseln der Steuerketten und Nockenwellengeräusche deuten auf Verschleiß.
  • ✓ Wartungshistorie mit regelmäßigen Ölwechseln verlangen, sie schützt die Nockenwellen.
  • ✓ Unterdruckleitungen und Funktion der Dual-Ram-Klappe prüfen lassen.
  • ✓ Schweller, Radläufe und Bodenbleche auf Rost untersuchen.
  • ✓ Digital-Cockpit (falls verbaut) und Spoilerteile auf Vollständigkeit prüfen, Ersatz ist schwierig.
  • ✓ Originalzustand bevorzugen: Umbauten etwa mit Lotus-Felgen oder Fremdmotor mindern meist den Wert.
  • ✓ Evolution 500 gesondert prüfen lassen (Papiere, Irmscher-Nachweise), er liegt preislich weit über dem normalen 3000.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Omega A 3000

Was ist ein Opel Omega 3000 2026 wert? +
Als Richtwerte (Stand November 2026) gelten für die Limousine: Note 1 rund 18.000 Euro, Note 2 rund 10.500 Euro, Note 3 rund 5.500 Euro, Note 4 rund 2.500 Euro, Note 5 rund 800 Euro. Ein Omega A 3.0 24V aus erster Hand mit 95.000 km war im Oktober 2026 für 19.900 Euro (Verhandlungsbasis) inseriert, ein 3000 mit 177 PS und 240.000 km für 9.900 Euro. Der Evolution 500 wird deutlich höher gehandelt (Angebote 2026 zwischen rund 90.000 und 125.000 Euro).
Warum gilt der Omega 3000 als unauffällig schnell? +
Der Omega 3000 sieht mit seinem dezenten Spoilerpaket wie eine Familienlimousine aus, fährt aber dank Reihensechszylinder sehr ordentlich: Als 3000 24V mit 204 PS beschleunigt er laut Opel in 7,6 Sekunden auf 100 km/h und erreicht rund 240 km/h. In einem Vergleichstest von 1990 war er mit 242 km/h schneller als ein Porsche 944 S2.
Omega 3000 24V oder Senator B, was ist die bessere Wahl? +
Beide nutzen denselben 3,0-Liter-Vierventil-Reihensechszylinder mit 204 PS. Der Omega 3000 24V ist leichter und laut Opel zwei Zehntelsekunden schneller auf 100 km/h, der Senator B bietet mehr Platz und Komfort als Oberklasse-Modell. Wer es sportlich mag, nimmt den Omega, wer ein komfortables Reiseauto sucht, den Senator.
Ist der C30SE zuverlässig? +
Der C30SE gilt als kräftiger, laufruhiger Motor. Bei hoher Laufleistung sind verschleißanfällige Nockenwellen, laute Steuerketten und undichte Unterdruckleitungen am Dual-Ram-System bekannt. Einen Zahnriemen hat der Motor nicht, beide Nockenwellen werden über Ketten angetrieben. Regelmäßige Ölwechsel sind deshalb wichtig.
Gibt es den Omega 3000 auch als Caravan? +
Nicht unter dem Namen 3000. Den Sechszylinder gab es im Caravan ab Oktober 1989 als 3.0i, nach dem Facelift ab Juli 1990 auch als 3.0i 24V mit 200 PS und rund 230 km/h Spitze, allerdings ohne die sportliche Optik des 3000. Gut erhaltene Exemplare sind selten.
Wie hoch ist die Versicherung für einen Omega 3000? +
Mit H-Kennzeichen ist eine Oldtimer-Versicherung über einen Spezialtarif möglich, die Prämie hängt vom versicherten Wert, der Jahresfahrleistung und der Unterbringung ab. Am besten mehrere Angebote mit einem Wertgutachten einholen.
Wo finde ich einen guten Omega 3000? +
Das Angebot ist klein: Im Herbst 2026 waren auf Kleinanzeigen nur einzelne Omega 3000 und 3.0 24V inseriert, auf AutoScout24 und Classic Trader fanden sich vor allem Lotus Omega und Evolution 500. In Großbritannien tauchen die Schwestermodelle als Vauxhall Carlton GSi 3000 bei Auktionen auf, dann allerdings als Rechtslenker. Vor dem Kauf Steuerketten- und Nockenwellengeräusche, Rost und die Unterdruckleitungen des Dual-Ram-Systems prüfen lassen.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand November 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.