MARKTWERT 2026

Opel Senator B

Limousine · 2,5 bis 3,0 Liter · 1987–1993

Opel Senator B Limousine, 3.0 V6 24V Oberklasse
Foto: Kieran White from Manchester, England · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Der Opel Senator B (1987 bis 1993) war das Oberklassemodell von Opel: eine viertürige Stufenhecklimousine auf Basis des Omega A, mit Reihensechszylindern von 2,5 bis 3,0 Liter und im 3.0i 24V mit 204 PS. Gegner im Markt waren BMW 5er (E34) und Mercedes W124. Mit 69.943 gebauten Exemplaren blieb der Senator B selten; gepflegte Fahrzeuge, vor allem mit dem 24-Ventiler, werden heute regelmäßig angeboten, bleiben aber eine überschaubare Auswahl.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 14.450 – 19.550 €
Zustand 2 (Gut) 8.500 – 11.500 €
Zustand 3 (Gepflegt) 4.250 – 5.750 €
Zustand 4 (Alltag) 2.125 – 2.875 €
Zustand 5 (Restobjekt) 680 – 919 €
Bauzeitraum
1987 – 1993
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
69.943 (Senator B, 1987 bis 1993)
H-Kennzeichen ab
2017

Über den Opel Senator B

Der Senator B wurde im Mai 1987 vorgestellt und kam im September 1987 in den Handel. Er ersetzte den 1986 ausgelaufenen Senator A und basierte auf dem Omega A: gleicher Radstand, aber eine um 15,8 cm längere Karosserie mit eigenem Bug und Heck, cw-Wert 0,30. Vorn arbeiten MacPherson-Federbeine, hinten eine Schräglenkerachse (Opel bezeichnete die Ausführung mit Zusatzlenker als „Multi-Link“); im Senator CD gab es eine elektronische Fahrwerksregelung. ABS und Servotronic waren serienmäßig. 1987 erhielt der Senator B das Goldene Lenkrad.

Alle Motoren sind Reihensechszylinder mit Steuerkette: zum Start der 2.5i (140 PS) und der 3.0i (ohne Katalysator 177 PS, mit Katalysator als C30LE 156 PS, ab 1988 als C30NE mit Kat und 177 PS). Ab 1989 krönte der 3.0i 24V (C30SE, 204 PS, 270 Nm) das Programm, ab 1990 ersetzte der 2.6i (C26NE, 150 PS) den 2,5-Liter. Geschaltet wurde über ein Fünfganggetriebe oder eine elektronisch gesteuerte Viergang-Automatik (je nach Motor von Aisin-Warner oder aus GM-Fertigung) mit mehreren Fahrprogrammen; beim Senator CD war die Automatik serienmäßig. Irmscher bot ab 1990 einen 4.0i 24V (C40SE) mit 272 PS an. Im Oktober 1989 folgte eine Modellpflege mit tiefer gelegter Karosserie, dunklen Heckleuchten und Heckspoiler. In Großbritannien lief das Auto als Vauxhall Senator.

1993 endete die Produktion nach 69.943 Exemplaren. Einen direkten Nachfolger gab es nicht; Opel deckte die obere Klasse ab 1994 mit den Topversionen des Omega B ab. Der Senator B war damit der letzte Opel mit dem Namen Senator.

Motorisierungen

  • → 2.5i (25NE): 2,5-l-Reihensechszylinder, 140 PS, 205 Nm, 1987 bis 1990
  • → 2.6i (C26NE): 2,6-l-Reihensechszylinder, 150 PS, 220 Nm, 1990 bis 1993
  • → 3.0i (C30LE): 3,0-l-Reihensechszylinder mit Katalysator, 156 PS, 230 Nm, 1987 bis 1990
  • → 3.0i (30NE/C30NE): 3,0-l-Reihensechszylinder, 177 PS, 240 Nm, 1987 bis 1993 (C30NE mit Katalysator ab 1988)
  • → 3.0i 24V (C30SE): 3,0-l-Reihensechszylinder mit 24 Ventilen, 204 PS, 270 Nm, 1989 bis 1993
  • → Irmscher 4.0i 24V (C40SE): 4,0-l-Reihensechszylinder, 272 PS, 395 Nm, 1990 bis 1993 (Irmscher-Version)

Karosserie-Varianten

  • → Limousine 4-türig (1987 bis 1993)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Motor allgemein: Ölverlust und Leckagen an Motor, Getriebe und Differenzial sowie defekte Wasserpumpen werden in Gebrauchtwagentests genannt.
  • ! 3.0i 24V (C30SE): Risse an der Zylinderkopfdichtung und undichte Ansaugkrümmer (Ruckeln, Leistungsverlust) sind bekannte Schwachpunkte.
  • ! Steuerkette: Die Reihensechszylinder haben Ketten statt Zahnriemen; beim C30SE konnten frühe Ketten reißen und Motorschäden verursachen, Opel verstärkte die Kettenglieder.
  • ! 2.6i (C26NE): vereinzelt Schäden an Stößeln und Nockenwelle.
  • ! Bremsen: Bremsscheiben neigen zum Verziehen und Rubbeln.
  • ! Elektrik und Komfort: Zentralverriegelung, Schiebedach und Armaturentafel sind typische Fehlerquellen; Scheinwerferreflektoren rosten durch eindringende Feuchtigkeit.
  • ! Rost: Viele Senator B sind über die Jahre durch Rost und schlechte Pflege verschwunden; Karosserie, Auspuffanlage und Unterboden gründlich prüfen.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Der 3.0i 24V (C30SE, 204 PS) ist die am höchsten gehandelte Motorisierung; Belege zu Steuerkette und Zylinderkopfdichtung verlangen.
  • ✓ Senator CD mit Automatik und elektronischer Fahrwerksregelung, oft auch mit Klimaanlage, ist die besser ausgestattete Variante; Funktion aller Komfortsysteme prüfen.
  • ✓ Karosserie, Unterboden und Auspuffanlage auf Rost prüfen, Scheinwerferreflektoren ansehen.
  • ✓ Klimaanlage und Heizung auf Funktion testen; ältere Anlagen sind für R12 ausgelegt.
  • ✓ Automatik auf Probefahrt in allen Programmen prüfen, auf Ölverlust an Getriebe und Differenzial achten.
  • ✓ Scheckheft und Rechnungen zu Motorarbeiten (Kette, Kopfdichtung, Wasserpumpe) verlangen.
  • ✓ H-Kennzeichen: Erstzulassung plus 30 Jahre, die letzten Senator B von 1993 sind seit 2023 H-fähig.

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Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Senator B

Was ist ein Opel Senator B 2026 wert? +
Laut Chromradar-Werteleiter (Stand November 2026) liegt ein Senator B in Note 2 bei rund 10.000 Euro, in Note 1 bei rund 17.000 Euro. Note-3-Fahrzeuge kosten etwa 5.000 Euro, Note 4 rund 2.500 Euro, Restaurierungsobjekte ab etwa 800 Euro. Der 3.0i 24V liegt am oberen Rand: Gut erhaltene 24V wurden im Handel zu 15.000 bis knapp 16.000 Euro angeboten, 3.0i mit 156 oder 177 PS meist zwischen 3.000 und 7.000 Euro.
Was macht den Senator B besonders? +
Der Senator B trat gegen BMW 5er (E34) und Mercedes W124 an und bot mit dem 3.0i 24V 204 PS, serienmäßig ABS und Servotronic, im CD auch Automatik und elektronische Fahrwerksregelung. Vergleichbar ausgestattete Konkurrenzmodelle waren nach Einschätzung von senatorman.de meist deutlich teurer. 1987 erhielt er das Goldene Lenkrad. Er war der letzte Opel mit dem Namen Senator.
Wie zuverlässig ist der 24V-Motor C30SE? +
Der C30SE ist ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 24 Ventilen und Steuerkette, einen Zahnriemen hat er nicht. Frühe Ketten konnten reißen, Opel verstärkte daraufhin die Kettenglieder. Weitere bekannte Schwachpunkte sind Risse an der Zylinderkopfdichtung, undichte Ansaugkrümmer mit Ruckeln und Leistungsverlust sowie Ölverlust und Wasserpumpen. Ein Nachweis über Arbeiten an Kette und Kopfdichtung ist beim Kauf viel wert.
Senator B oder BMW E34: Was ist das bessere Klassiker-Angebot? +
Nach den Chromradar-Werteleitern liegt ein Senator B in Note 2 bei rund 10.000 Euro, die BMW-5er-Limousine E34 über alle Motorisierungen bei rund 9.500 Euro. Beide bewegen sich damit in einer ähnlichen Größenordnung. Der Senator ist mit knapp 70.000 Exemplaren deutlich seltener, für den E34 gibt es dafür mehr Teile und Spezialisten.
Wie häufig ist der Senator B noch? +
Opel baute 69.943 Senator B. Aktuelle Bestandszahlen sind nicht veröffentlicht. Der Markt ist überschaubar: Anfang November 2026 fanden sich auf Kleinanzeigen rund 15 und auf AutoScout24 vier Angebote für Senator B, die meisten mit dem 3,0-Liter-Motor. Viele Senator B sind laut senatorman.de durch Rost und mangelnde Pflege beim Verwerter gelandet.
Ist der Senator B H-Kennzeichen-fähig? +
Ja. Das H-Kennzeichen setzt eine Erstzulassung vor mindestens 30 Jahren voraus, deshalb sind alle Senator B (1987 bis 1993) inzwischen H-fähig, die letzten seit 2023. Die Kfz-Steuer beträgt dann pauschal 191,73 Euro im Jahr. Voraussetzung ist ein Gutachten nach § 23 StVZO, das einen originalen, gepflegten Zustand bestätigt.
Welche Alternativen gibt es zum Senator B? +
Vergleichbare Oberklasse-Youngtimer der gleichen Zeit sind die BMW-5er-Limousine E34 (525i/530i) und der Mercedes W124 (300 E). Beide wurden in deutlich größeren Stückzahlen gebaut und haben eine breitere Teile- und Spezialistenversorgung. Innerhalb von Opel ist der Omega A 3000 mit gleichem 24V-Motor eine sportlichere Alternative.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand November 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.