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MARKTWERT 2026

Alfa Romeo Giulietta Turbodelta

Autodelta-Halo · 2.0 Turbo 170 PS · nur 361 · 1983–1984

Alfa Romeo Giulietta Turbodelta Sportlimousine
Foto: ALFACORSECLUB TU CLUB ALFA ROMEO, Wikimedia Commons · Bildquelle

Die Alfa Romeo Giulietta Turbodelta ist die seltene Motorsport-Spitze der Transaxle-Giulietta (Typ 116), gebaut 1983 bis 1984 in nur 361 Exemplaren. Die Motorsportabteilung Autodelta veredelte die brave Sportlimousine mit einem aufgeladenen 2.0-Liter-Vierzylinder: ein KKK-Turbolader und zwei Doppelvergaser brachten rund 170 PS. Gedacht als Homologation für die Tourenwagen-Europameisterschaft, ist sie heute eine extrem rare, von Kennern gesuchte Alfa-Ikone und liegt wertmäßig weit über der Serien-Giulietta. Marktwerte 2026: gute Originale rund 38.000 Euro, Topautos darüber, einfachere Exemplare ab rund 12.000 Euro.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 44.200 – 59.799 €
Zustand 2 (Gut) 32.300 – 43.700 €
Zustand 3 (Gepflegt) 23.800 – 32.199 €
Zustand 4 (Alltag) 16.150 – 21.850 €
Zustand 5 (Restobjekt) 10.200 – 13.799 €
3-Jahres-Trend: +12%
Bauzeitraum
1983 – 1986
Versicherung (Zustand 2)
456–1.064 €/Jahr
Produktionszahl
nur 361 Giulietta Turbodelta gebaut (1983 bis 1984, Verkauf bis 1986), Vertrieb nur über italienische Alfa-Händler
H-Kennzeichen ab
2003

Über den Alfa Romeo Giulietta Turbodelta

Die Giulietta Turbodelta ist die von Autodelta entwickelte Renn-Homologation der Transaxle-Giulietta und damit die seltenste und sportlichste Variante der Baureihe. Alfa Romeo legte sie auf, um die alternde Alfetta GTV im Tourenwagensport abzulösen und zugleich eine sportliche Limousine anzubieten.

Herzstück ist der 2.0-Liter-DOHC-Vierzylinder, der von Autodelta mit einem einzelnen KKK-Turbolader und einem Paar Doppelvergaser auf rund 170 PS gebracht wurde. Das war für eine kompakte Limousine der frühen 1980er ein erheblicher Leistungssprung gegenüber den 95 bis 130 PS der Serienmodelle. Die Turbodelta behielt das ausgewogene Transaxle-Layout der Giulietta mit Getriebe an der Hinterachse.

Die Homologationsregeln für die Tourenwagen-Europameisterschaft verlangten eigentlich 500 gebaute Fahrzeuge, doch wegen des hohen Preises wurden nur 361 Exemplare gefertigt, die in rund 13 Monaten 1983 und 1984 entstanden. Die letzten wurden erst 1986 mit Nachlass verkauft. Vertrieben wurde sie ausschließlich über das italienische Alfa-Händlernetz.

Heute ist die Giulietta Turbodelta eine extrem rare und von Alfa-Kennern hoch geschätzte Sammler-Limousine. Ihre Kombination aus geringer Stückzahl, echter Autodelta-Motorsport-DNA und dem charismatischen Turbo-Vierzylinder hebt sie weit über die Serien-Giulietta. Originalität, vollständige Turbo-Technik und nachgewiesene Echtheit sind die entscheidenden Wertfaktoren, Rost und die Komplexität der Turbo-Vergaser-Anlage die größten Risiken.

Motorisierungen

  • 2.0L DOHC Vierzylinder mit KKK-Turbolader und zwei Doppelvergasern (Autodelta) ca. 170 PS, 1983 bis 1984, Turbodelta
  • zum Vergleich: Serien-Giulietta 1.3 bis 2.0 DOHC, 95 bis 130 PS

Karosserie-Varianten

  • Limousine 4-türig (Berlina) mit Transaxle-Antrieb, Turbodelta-Sportausstattung und Aufladung (1983 bis 1984)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Echtheits-Risiko: Wegen der hohen Werte und der Seltenheit (nur 361 Stück) ist die nachgewiesene Echtheit zentral. Serien-Giulietta können zur Turbodelta-Optik aufgewertet werden, Fahrgestellnummer und Turbodelta-Register prüfen.
  • ! Karosserie-Rost: Wie alle Transaxle-Alfa der Ära rosten Radläufe, Schweller, Endspitzen, Bodenbleche, Federbeindome und die Bereiche um die Scheiben, gute Substanz ist selten.
  • ! Turbo-Vergaser-Anlage: Die Kombination aus KKK-Turbolader und Doppelvergasern ist komplex und empfindlich, korrekte Einstellung erfordert echtes Spezialwissen und ist heute selten anzutreffen.
  • ! Transaxle-Antrieb: Das hintere Getriebe und die Kupplungseinheit (am Getriebe) sind anfällig bei Verschleiß, schwammige Schaltung und Lagerspiel sind typische Mängel.
  • ! Turbodelta-spezifische Teile (Aufladung, Sportausstattung, Embleme) sind extrem selten, Nachbeschaffung schwierig und teuer.
  • ! Elektrik und Gemischaufbereitung der frühen 1980er sind generell wartungsintensiv, eine vernachlässigte Turbodelta kann hohe Folgekosten verursachen.

Worauf beim Kauf achten

  • Echtheit zuerst: nur mit nachgewiesener Fahrgestellnummer und idealerweise Eintrag im Turbodelta-Register kaufen, bei 361 Exemplaren ist die Historie nachvollziehbar.
  • Rost gründlich prüfen: Radläufe, Schweller, Endspitzen und Bodenbleche auf der Hebebühne kontrollieren, eine fachgerechte Sanierung ist teuer.
  • Die Turbo-Vergaser-Anlage von einem Alfa-Spezialisten checken lassen, korrekte Funktion und Einstellung sind wertentscheidend und schwer zu finden.
  • Transaxle-Getriebe und Kupplung auf Verschleiß prüfen, schwammige Schaltung deutet auf ausgeschlagene Lager hin.
  • Originalität der Turbodelta-Technik und -Ausstattung sicherstellen, fehlende oder ersetzte Spezialteile mindern den Wert erheblich.
  • Ein aktuelles Wertgutachten ist bei diesem seltenen Modell für Kauf und Versicherung dringend zu empfehlen.
  • H-Kennzeichen ist möglich (ab 2003), was Steuer und Klassik-Versicherung erleichtert.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Alfa Romeo Giulietta Turbodelta

Was ist eine Alfa Romeo Giulietta Turbodelta 2026 wert? +
Die Turbodelta liegt als seltene Autodelta-Homologation weit über der Serien-Giulietta. Gute, originale Exemplare liegen 2026 in Note 2 bei rund 38.000 Euro, was aktuelle Angebote bestätigen: ein Exemplar (Nummer 218 von 361) wurde für rund 38.000 Pfund inseriert, ein anderes für rund 38.000 Euro. Topautos in Note 1 liegen darüber, einfachere oder restaurierungsbedürftige Exemplare beginnen bei rund 12.000 Euro. Wegen der minimalen Stückzahl von nur 361 Fahrzeugen und der dünnen Marktlage sind die Werte schwer punktgenau zu fassen, gute Originale werden aber klar im oberen Bereich gehandelt.
Was ist der Unterschied zwischen Serien-Giulietta und Turbodelta? +
Die Serien-Giulietta (Typ 116) war eine Transaxle-Sportlimousine mit DOHC-Vierzylindern von 1.3 bis 2.0 Litern und 95 bis 130 PS. Die Turbodelta ist die von Autodelta entwickelte Renn-Homologation: Ihr 2.0-Liter-Motor erhielt einen KKK-Turbolader und zwei Doppelvergaser und leistete rund 170 PS. Nur 361 wurden gebaut, als Basis für den Tourenwagen-Einsatz. Während eine gute Serien-Giulietta in Note 2 bei rund 11.000 Euro liegt, erreicht die Turbodelta als seltene Motorsport-Variante mit rund 38.000 Euro etwa das Drei- bis Vierfache und ist ein eigenständiges Sammlerstück.
Warum ist die Giulietta Turbodelta so selten? +
Die Turbodelta sollte die alternde Alfetta GTV im Tourenwagensport ablösen, wofür die Homologationsregeln eigentlich 500 gebaute Fahrzeuge verlangten. Wegen des hohen Verkaufspreises wurden jedoch nur 361 Exemplare gefertigt, die in rund 13 Monaten 1983 und 1984 entstanden, die letzten wurden erst 1986 mit Nachlass verkauft. Vertrieben wurde sie ausschließlich über das italienische Alfa-Händlernetz. Diese Kombination aus minimaler Stückzahl, italienischem Exklusivvertrieb und echter Autodelta-Motorsport-DNA macht sie zu einer der seltensten und gesuchtesten Transaxle-Alfa überhaupt.
Wie fährt sich die Giulietta Turbodelta? +
Die Turbodelta verbindet das ausgewogene Transaxle-Layout der Giulietta mit dem charakterstarken, aufgeladenen Vierzylinder. Mit rund 170 PS in einer kompakten Limousine der frühen 1980er war sie spürbar kräftiger als die Serienmodelle, allerdings mit dem typischen Turboloch und einer ausgeprägten Leistungsentfaltung im oberen Drehzahlbereich, wie es für frühe Turbo-Vergaser-Konzepte typisch ist. Das Transaxle-Layout sorgt für eine gute Gewichtsverteilung und das für Alfa der Ära geschätzte agile Handling. Es ist ein rohes, mechanisches Fahrerlebnis mit echtem Motorsport-Charakter, das Kenner gerade wegen seiner Eigenständigkeit schätzen.
Wie ist die Ersatzteilversorgung bei der Giulietta Turbodelta? +
Bei der allgemeinen Giulietta- und Transaxle-Technik ist die Versorgung dank der aktiven Alfa-Szene und Nachfertigungen ordentlich, viele mechanische und Karosserieteile sind verfügbar. Anspruchsvoll und teuer wird es bei den Turbodelta-spezifischen Komponenten: die Autodelta-Aufladung mit KKK-Turbolader und Doppelvergasern, die Sportausstattung und spezifische Embleme sind extrem selten und kaum nachzubeschaffen. Die internationalen Alfa-Clubs, das Giulietta-Turbodelta-Register und auf klassische Alfa spezialisierte Betriebe sind die zentralen Anlaufstellen für Teile, Restaurierung und die wichtige Echtheits- und Einstellungs-Expertise der Turbo-Anlage.
Wo rostet die Giulietta Turbodelta am stärksten? +
Wie alle Transaxle-Alfa der Ära ist die Turbodelta stark rostgefährdet, und Rost ist neben der Echtheit ihr wichtigster Wertfaktor. Kritische Stellen sind die vorderen und hinteren Radläufe, die Schweller, Endspitzen, Bodenbleche, Federbeindome und die Bereiche rund um Front- und Heckscheibe. Auch Türunterkanten und der Tankbereich sollten geprüft werden. Eine gründliche Inspektion auf der Hebebühne ist beim Kauf Pflicht, da gute rostfreie Substanz bei diesem seltenen Modell besonders rar ist und eine fachgerechte Rostsanierung schnell teurer wird als der Fahrzeugwert eines mittelmäßigen Exemplars.
Welche Klassik-Versicherung passt zur Giulietta Turbodelta? +
Wegen der Seltenheit und der erreichten Werte sollte die Turbodelta mit individueller Wertvereinbarung auf Basis eines aktuellen Wertgutachtens versichert werden. Für ein gutes Exemplar mit Marktwert um 38.000 Euro, H-Kennzeichen, Garage und geringer Jahresfahrleistung sind spezialisierte Klassik-Versicherer die richtige Wahl. OCC und ADAC Classic bieten solide Klassik-Tarife, Hiscox und Helvetia eignen sich für seltene, höher bewertete Sammlerfahrzeuge mit Wertgutachten. Bei nur 361 gebauten Exemplaren ist ein aktuelles Gutachten ohnehin dringend anzuraten, auch um die Echtheit zu dokumentieren.
Welche Alternativen zur Giulietta Turbodelta gibt es? +
Innerhalb der Marke sind die ebenfalls von Autodelta veredelte Alfetta GTV 2000 Turbodelta (Coupé), der GTV6 mit Busso-V6 und die sportlichen Alfa 75 die nächsten Verwandten. Im Segment der seltenen Turbo-Sportlimousinen der frühen 1980er sind Modelle wie der Lancia Delta HF, der Maserati Biturbo oder der Saab 900 Turbo konzeptionell vergleichbar. Die Giulietta Turbodelta hebt sich durch ihre minimale Stückzahl von 361, die echte Autodelta-Motorsport-Homologation und das eigenständige Transaxle-Turbo-Konzept deutlich von der Serien-Giulietta und den meisten Konkurrenten ab und gilt als rare Kennerstück unter den klassischen Alfa.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.