Chromradar
Klassiker im Wert-Check
MARKTWERT 2026

Honda CRX

Leichtbau-Sportcoupé · 1983–1991

Honda CRX 1.6i-16 der ersten Generation in Silber, Frontansicht
Foto: crash71100, Wikimedia Commons · Bildquelle

Der Honda CRX ist das Leichtbau-Sportcoupé der 80er: unter 900 Kilogramm, drehfreudige Twin-Cam- und frühe VTEC-Motoren und ein Fahrgefühl, das bis heute süchtig macht. Nach Jahrzehnten als Tuning-Opfer explodieren die Preise guter Originale. Marktwerte 2026: rund 2.500 bis 24.000 Euro, unverbastelte 1.6i-16 und VTEC-Exemplare am oberen Rand.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 20.400 – 27.599 €
Zustand 2 (Gut) 12.750 – 17.250 €
Zustand 3 (Gepflegt) 7.650 – 10.350 €
Zustand 4 (Alltag) 4.250 – 5.750 €
Zustand 5 (Restobjekt) 2.125 – 2.875 €
3-Jahres-Trend: +14%
Bauzeitraum
1983 – 1991
Versicherung (Zustand 2)
280–420 €/Jahr
Produktionszahl
Generationen 1 und 2 (1983 bis 1991) weltweit gut 500.000 Exemplare, originale EU-Autos heute rar
H-Kennzeichen ab
2013

Über den Honda CRX

Mit dem CRX destillierte Honda ab 1983 das Civic-Konzept zum puristischen Sportcoupé: zwei Sitze plus Notbank, Kammheck und radikaler Leichtbau. Die erste Generation (AF/AS) brachte es mit dem 1.6i-16 auf 125 PS bei rund 850 Kilogramm, die zweite Generation ab 1987 (ED9) verfeinerte das Rezept, ehe der EE8 mit dem 1.6i-VT ab 1990 den ersten VTEC-Motor nach Europa brachte: 150 PS bei 7.600 Touren.

Das Fahrerlebnis definierte eine Klasse: kartähnliche Direktheit, Drehzahlgier und ein Verbrauch, der Sportfahren bezahlbar machte. Entsprechend hart wurde der Bestand rangenommen: Tuning, Rost und Verschleiß haben originale CRX zur Seltenheit gemacht.

Der Markt reagiert deutlich: auto motor und sport dokumentiert eine Preisexplosion von 260 Prozent in fünf Jahren, vom Tuning-Opfer zum Anlageobjekt. Gesucht sind unverbastelte 1.6i-16 und vor allem die VTEC-Exemplare, deren Bestand am dünnsten ist. Der spätere CRX del Sol ist ein eigenes Kapitel und nicht Teil dieser Betrachtung.

Motorisierungen

  • 1.6L Twin-Cam 1.6i-16 (ZC), 124 bis 130 PS, Generation 1 und 2
  • 1.6L VTEC 1.6i-VT (B16A1), 150 PS bei 7.600/min, ab 1990, erster VTEC in Europa

Karosserie-Varianten

  • Sportcoupé 2+2 mit Kammheck, Generation 1 (AF/AS) und Generation 2 (ED9/EE8)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost an Radläufen, Schwellern, Heckklappenrahmen und Tankbereich, das Kernthema beider Generationen.
  • ! Verbastelung: Fahrwerke, Anbauteile und Motorswaps prägen den Bestand, Originalität ist die Ausnahme.
  • ! B16A1-VTEC verlangt Öl-Disziplin und saubere VTEC-Umschaltung, Wartungsstau macht sich hörbar.
  • ! ZC-Motoren robust, aber alternde Vergaser-/PGM-FI-Peripherie und Kabelbäume.
  • ! Interieur-Kunststoffe und Glas-Kammheck-Teile werden knapp und teuer.
  • ! Diebstahlrisiko bei VTEC-Exemplaren, Fahrzeug- und Motornummern verifizieren.
  • ! Viele Exemplare mit Winter- und Alltagskarrieren, Substanz vor Optik prüfen.

Worauf beim Kauf achten

  • Originalität zuerst: Ein unverbastelter 1.6i-16 oder VTEC ist die wertbestimmende Basis.
  • Rost auf der Bühne prüfen: Schweller, Radläufe, Tankbereich, Heckklappenrahmen.
  • Matching Numbers bei VTEC-Exemplaren verifizieren, Swaps sind verbreitet.
  • VTEC-Umschaltung auf der Probefahrt testen, sauberer Übergang bei rund 5.500 Touren.
  • Wartungshistorie mit Zahnriemen-Intervallen zeigen lassen.
  • Vollständiges Original-Interieur hoch bewerten, Nachschub versiegt.
  • H-Kennzeichen ist für Generation 1 seit 2013 und Generation 2 fortlaufend möglich.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Honda CRX

Was ist ein Honda CRX 2026 wert? +
Die Marktwerte reichen 2026 von rund 2.500 Euro für ein rostiges Projekt bis etwa 24.000 Euro für ein unverbasteltes VTEC-Sammlerstück. Ein guter CRX im Zustand 3 liegt bei rund 9.000 Euro, sehr gute Exemplare um 15.000 Euro. Der DE-Markt nennt gute Angebote zwischen 5.000 und 11.500 Euro bei einer Spanne bis 24.000 Euro. auto motor und sport dokumentiert 260 Prozent Preisanstieg in fünf Jahren.
Warum explodieren die CRX-Preise gerade? +
Drei Kräfte wirken zusammen: Die Youngtimer-Generation der 80er/90er kauft ihre Jugend zurück, der Bestand unverbastelter Autos ist durch Tuning und Rost winzig, und der CRX steht für ein ausgestorbenes Konzept, unter 900 Kilogramm Sportcoupé ohne Elektronik. auto motor und sport beziffert den Anstieg auf 260 Prozent in fünf Jahren. Die Bewegung konzentriert sich vollständig auf Originale.
1.6i-16 oder VTEC, welcher CRX ist der richtige? +
Der EE8 mit dem 150-PS-VTEC ist die Ikone: erster VTEC Europas, 7.600 Touren und der dünnste Bestand, entsprechend führt er die Preisliste an. Der 1.6i-16 (ZC) ist kaum weniger charaktervoll, robuster im Unterhalt und günstiger im Einstieg. Generation-1-Exemplare sind die Raritäten für Kenner. Wertseitig führt der unverbastelte VTEC, fahrerisch liegen alle näher beieinander als die Preise.
Wo rostet der Honda CRX am stärksten? +
Radläufe, Schweller, der Bereich um den Tank und der Rahmen der gläsernen Heckklappe sind die kritischen Zonen, dazu Bodenbleche bei Winterautos. Hondas Blechqualität der Ära war dünn, Rostvorsorge selten. Ein optisch glänzender CRX kann tragend erledigt sein, deshalb gehört jedes Exemplar auf die Bühne. Fachgerechte Schweller-Sanierung kostet schnell vierstellig pro Seite.
Bekommt der Honda CRX ein H-Kennzeichen? +
Generation 1 ist seit 2013 komplett H-fähig, Generation 2 seit 2017 fortlaufend, die letzten EE8 seit 2021. Voraussetzung ist ein weitgehend originaler Zustand, womit der Großteil des getunten Bestands ausscheidet. Mit H kostet die Steuer pauschal 191 Euro, Klassik-Tarife sind günstig. Für originale VTEC lohnt ein Marktwertgutachten, die Wertentwicklung überholt sonst die Versicherungssumme.
Wie zuverlässig sind die CRX-Motoren? +
ZC und B16A1 gehören zu den drehfreudigsten und zugleich robustesten Vierzylindern ihrer Zeit, sechsstellige Laufleistungen sind bei Pflege normal. Pflichtpunkte sind Zahnriemen-Intervalle, Ventilspiel und beim VTEC saubere Öl-Historie für die Umschaltmechanik. Die Peripherie (Kabelbäume, Sensoren, Kühler) altert eher als die Mechanik. Der Schwachpunkt der Baureihe ist Rost, nicht der Antrieb.
Ist der CRX del Sol eine Alternative? +
Der del Sol (ab 1992) trägt den CRX-Namen, ist aber ein anderes Auto: schwerer, weicher, als Targa ausgelegt und ohne den radikalen Leichtbau-Charakter. Sammlerseitig spielt er eine Nebenrolle und bleibt deutlich günstiger. Wer das CRX-Fahrgefühl sucht, braucht Generation 1 oder 2. Als bezahlbarer Youngtimer mit eigener Nische ist der del Sol dennoch nicht uninteressant, nur eben kein Ersatz.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.