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Klassiker im Wert-Check
MARKTWERT 2026

Porsche 924

Transaxle-Einstieg · 924 / 924S / 924 Turbo · 1976–1988

Porsche 924 Coupé
Foto: Vauxford, Wikimedia Commons · Bildquelle

Der Porsche 924 ist der Einstiegs-Porsche der späten 70er und 80er und der Begründer der Transaxle-Ära, die später 944 und 968 fortsetzten. Von 1976 bis 1988 gebaut, kombinierte er einen frontmittig eingebauten Vierzylinder mit Transaxle-Bauweise (Getriebe an der Hinterachse) und ausgewogener Gewichtsverteilung. Vom genügsamen Basis-924 über den kräftigen 924 Turbo bis zum porsche-eigenen 924S reichte die Palette, gekrönt vom seltenen 924 Carrera GT. Lange unterschätzt, ist der 924 heute ein bezahlbarer, zunehmend gesuchter Klassiker. Marktwerte 2026: rund 2.500 bis über 28.000 Euro, Carrera GT weit darüber.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 23.800 – 32.199 €
Zustand 2 (Gut) 12.750 – 17.250 €
Zustand 3 (Gepflegt) 7.650 – 10.350 €
Zustand 4 (Alltag) 4.250 – 5.750 €
Zustand 5 (Restobjekt) 2.125 – 2.875 €
3-Jahres-Trend: +12%
Bauzeitraum
1976 – 1988
Versicherung (Zustand 2)
280–420 €/Jahr
Produktionszahl
über 150.000 Porsche 924 gesamt (1976 bis 1988), inkl. 924 Turbo, 924S und seltener 924 Carrera GT
H-Kennzeichen ab
2006

Über den Porsche 924

Der 924 erschien 1976 als bewusst erschwinglicher Einstiegs-Porsche und nutzte zunächst einen von Audi/VW stammenden 2.0L-Vierzylinder. Sein eigentliches Markenzeichen war die Transaxle-Bauweise: Motor vorn, Getriebe zusammen mit dem Differenzial an der Hinterachse, was eine nahezu ausgewogene Gewichtsverteilung und ein gutmütiges, ausgewogenes Fahrverhalten ermöglichte. Der 924 begründete damit die Transaxle-Familie, die später um 944 und 968 erweitert wurde.

1979 folgte der 924 Turbo (931) mit einem aufgeladenen, deutlich stärkeren Motor und rund 170 PS, der den 924 in echte Sportwagen-Regionen hob. Das absolute Highlight war der seltene 924 Carrera GT (1980), eine breit aufgebaute Homologations-Variante mit rund 210 PS, die heute als gesuchtes Sammlerstück in einer eigenen Preisklasse spielt.

1986 brachte der 924S eine wichtige Aufwertung: Er erhielt den porsche-eigenen 2.5L-Motor aus dem 944, was Leistung und Ansehen deutlich steigerte und den 924S zur empfehlenswertesten Serienvariante macht.

Lange galt der 924, besonders die frühen Vierzylinder, als der unterschätzte und billigste Weg zu einem Porsche. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt: Gepflegte, originale Exemplare, vor allem der 924S, der 924 Turbo und natürlich der Carrera GT, sind gesucht und steigen im Wert. Der 924 bietet damit weiterhin einen der bezahlbarsten Einstiege in die Porsche-Welt mit echtem Klassiker-Charakter.

Motorisierungen

  • 2.0L Vierzylinder ca. 125 PS, 1976 bis 1985, Basis-924
  • 2.0L Turbo (931) ca. 170 PS, 1979 bis 1983, 924 Turbo
  • 2.0L Turbo Homologation ca. 210 PS, 1980, 924 Carrera GT (selten)
  • 2.5L Vierzylinder (944-Motor) ca. 150 bis 160 PS, 1986 bis 1988, 924S

Karosserie-Varianten

  • Coupé 2-türig Transaxle (1976 bis 1988), alle Motorisierungen
  • 924 Carrera GT breite Homologations-Variante (1980), seltenes Sammlerstück

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Karosserie-Rost an Schwellern, Radläufen, Endspitzen, Bodenblechen, Tankbereich und im Bereich der Heckklappe, der häufigste Wertvernichter.
  • ! Frühe Vierzylinder (VW/Audi-Block): grundsolide, aber auf Steuerriemen, Zahnriemen und Kühlung achten, hohe Laufleistungen üblich.
  • ! 924 Turbo (931): Turbolader, Hitzeprobleme im Motorraum und Ladedrucksystem als Schwachpunkte, fachgerechte Wartung wichtig.
  • ! Transaxle und Kupplung: Kupplung am hinteren Getriebe, hydraulische Betätigung und Antriebswellen-Lager als typische Verschleißpunkte.
  • ! Elektrik und Komfortausstattung der Zeit altern, Instrumente, Schalter und Beleuchtung als Schwachpunkte.
  • ! 924S-Motor (2.5 aus 944): Ausgleichswellen-Riemen und Zahnriemen nach Intervall zwingend wechseln, sonst Motorschaden-Gefahr.
  • ! Carrera-GT-Spezifika und Turbo-Teile sind selten und teuer, bei diesen Varianten ist die Teileversorgung anspruchsvoller.

Worauf beim Kauf achten

  • Der 924S (mit 944-Motor) ist die empfehlenswerteste und gesuchteste Serienvariante, der 924 Turbo der kräftige Klassiker, der Carrera GT das Sammler-Highlight.
  • Rost ist das zentrale Kaufkriterium: Schweller, Radläufe und Bodenbleche genau prüfen, eine Hebebühnen-Inspektion ist Pflicht.
  • Beim 924S Zahnriemen- und Ausgleichswellenriemen-Historie prüfen, ein gerissener Riemen bedeutet kapitalen Motorschaden.
  • Beim 924 Turbo auf Zustand von Turbolader, Ladedrucksystem und Kühlung achten, Hitzeprobleme sind bekannt.
  • Originalität, Matching-Numbers und lückenlose Historie steigern den Wert, gerade bei Turbo und Carrera GT.
  • Transaxle-Technik (Kupplung, hinteres Getriebe, Antriebswellenlager) auf Verschleiß und Geräusche prüfen.
  • H-Kennzeichen ist für frühe 924 ab 2006 möglich, was Steuer und Klassik-Versicherung erleichtert.

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Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Porsche 924

Was ist ein Porsche 924 2026 wert? +
Die Spannweite ist groß. Gepflegte Basis-924 (Vierzylinder) liegen 2026 bei rund 5.000 bis 12.000 Euro, einfachere Exemplare darunter. Der 924S (mit 944-Motor) und der 924 Turbo sind gefragter und liegen bei rund 8.000 bis 20.000 Euro, Top-Exemplare in Note 1 bis etwa 28.000 Euro. Der seltene 924 Carrera GT spielt in einer eigenen Liga und kann 80.000 bis über 100.000 Euro erreichen. Der Markt ist zugänglich, zeigt aber stetige Aufwertung bei gepflegten, dokumentierten Exemplaren.
Was ist die Transaxle-Bauweise beim 924? +
Beim 924 sitzt der Motor vorn, das Getriebe jedoch zusammen mit dem Differenzial an der Hinterachse, verbunden über eine Welle im Mitteltunnel. Diese Transaxle-Bauweise sorgt für eine nahezu ausgewogene Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und damit für ein gutmütiges, ausgewogenes Fahrverhalten. Der 924 begründete damit die Porsche-Transaxle-Familie, die später um 944 und 968 erweitert wurde. Der Nachteil: Die hinten liegende Kupplung ist im Servicefall aufwändiger zugänglich.
Welcher 924 ist der beste für Sammler? +
Der seltene 924 Carrera GT ist das absolute Sammler-Highlight, gefolgt vom 924 Turbo (931) mit echtem Sportwagen-Charakter. Unter den regulären Serienmodellen ist der 924S (ab 1986) die empfehlenswerteste Wahl, da er den porsche-eigenen 2.5L-Motor aus dem 944 erhielt und damit mehr Leistung und Ansehen bietet als die frühen Vierzylinder. Die frühen Basis-924 sind der günstigste Einstieg. Für Sammler zählen Originalität, rostfreie Substanz und Historie über alle Varianten hinweg.
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Porsche 924? +
Bei Standard-Mechanik und Verschleißteilen ist die Versorgung dank der hohen Stückzahl, der Teilung mit dem 944 (beim 924S) und der starken Porsche-Szene überwiegend gut. Die frühen Vierzylinder teilen Komponenten mit VW/Audi-Modellen. Anspruchsvoller und teurer wird es bei 924-Turbo-spezifischen Teilen und vor allem bei den seltenen Carrera-GT-Komponenten. Die Porsche-Classic-Struktur, Transaxle-Spezialisten und die aktive 924/944-Szene sind die zentralen Anlaufstellen für Teile und Know-how.
Wo rostet der Porsche 924 am stärksten? +
Typische Roststellen sind Schweller, vordere und hintere Radläufe, Endspitzen, Bodenbleche, der Tankbereich und der Bereich um die große Heckklappe. Wie bei vielen Fahrzeugen der Epoche ist versteckte Durchrostung bei vernachlässigten Exemplaren häufig. Eine Inspektion auf der Hebebühne mit Augenmerk auf Schweller und Bodenbleche sowie eine Schichtdickenmessung sind beim Kauf Pflicht. Rostfreie, gepflegte Exemplare sind angesichts steigender Werte die klar bessere Wahl.
Ist der Porsche 924 ein gutes Investitions-Objekt? +
Als bezahlbarer Einstiegs-Porsche mit stetiger Aufwertung ja, besonders in den gesuchten Varianten. Der 924S, der 924 Turbo und vor allem der seltene Carrera GT bieten das beste Potenzial, während gepflegte Basis-924 als günstiger, charaktervoller Klassiker-Einstieg solide Wertstabilität zeigen. Wertentscheidend sind Originalität, rostfreie Substanz und eine lückenlose Historie inklusive Zahnriemen-Nachweis beim 924S. Als Begründer der Transaxle-Ära und einer der erschwinglichsten echten Porsche bietet der 924 ein attraktives Einstiegs-Investment.
Welche Klassik-Versicherung passt zum Porsche 924? +
Der 924 ist als erschwinglicher Porsche-Klassiker gut über Klassik-Versicherer abzudecken. Für ein Exemplar mit Marktwert um 15.000 Euro, H-Kennzeichen, Garage und 4.000 km Jahresfahrleistung liegen die Jahresprämien je nach Anbieter bei rund 230 bis 420 Euro. OCC und ADAC Classic bieten häufig günstige Tarife, Hiscox und Helvetia empfehlen sich für hochwertige 924 Turbo und besonders den Carrera GT mit individueller Wertvereinbarung und aktuellem Wertgutachten.
Welche Alternativen zum Porsche 924 gibt es? +
Innerhalb der Marke sind der 944 und 968 die größeren, stärkeren Transaxle-Geschwister, der 914 der ältere Mittelmotor-Einsteiger. Extern: Mazda RX-7 (FB/FC), Toyota Celica Supra, Alfa Romeo GTV6 und der Lancia Beta Coupé als sportliche Coupés der Zeit. Der 924 hebt sich durch das Porsche-Emblem, die ausgewogene Transaxle-Bauweise, die breite Variantenpalette bis zum Carrera GT und seine Rolle als erschwinglicher Einstieg in die Porsche-Welt ab und gilt als einer der bezahlbarsten echten Porsche-Klassiker.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.