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Klassiker im Wert-Check
MARKTWERT 2026

Porsche 924 Carrera GT

Homologations-Halo · 2.0 Turbo 210 PS · nur 406 · 1980

Porsche 924 Carrera GT Coupé mit Kotflügelverbreiterungen und Lufthutze
Foto: Pelicanactor, Wikimedia Commons · Bildquelle

Der Porsche 924 Carrera GT ist die seltene Homologations-Spitze der 924-Reihe, gebaut 1980 in nur 406 Exemplaren. Aus dem braven Transaxle-Einsteiger machte Porsche einen kompromisslosen Sportwagen: 2.0L-Turbo mit rund 210 PS, markante Kunststoff-Kotflügelverbreiterungen, Lufthutze auf der Haube und Polyurethan-Front. Er diente als Basis für die Le-Mans-Renneinsätze und die noch extremeren Carrera GTS und GTR. Heute ist er ein gesuchter Sammler-Porsche, der den Serien-924 wertmäßig weit hinter sich lässt. Marktwerte 2026: gute Autos rund 70.000 Euro, exzellente Exemplare um 95.000 Euro, Spitzenstücke über 125.000 Euro.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 110.500 – 149.500 €
Zustand 2 (Gut) 80.750 – 109.249 €
Zustand 3 (Gepflegt) 59.500 – 80.500 €
Zustand 4 (Alltag) 42.500 – 57.499 €
Zustand 5 (Restobjekt) 31.450 – 42.550 €
3-Jahres-Trend: +11%
Bauzeitraum
1980 – 1981
Versicherung (Zustand 2)
1.140–2.660 €/Jahr
Produktionszahl
nur 406 Porsche 924 Carrera GT (1980), plus 59 Carrera GTS und ca. 17 GTR als noch seltenere Sport-/Rennversionen
H-Kennzeichen ab
2000

Über den Porsche 924 Carrera GT

Der 924 Carrera GT ist die Motorsport-Homologation des 924 und damit der mit Abstand wertvollste 924. Porsche legte ihn 1980 auf, um den 924 Turbo für Gruppe-4-Rennen und den Le-Mans-Einsatz zu homologieren, wofür mindestens 400 Straßenexemplare nötig waren. Genau 406 wurden gebaut.

Technisch basiert er auf dem 924 Turbo, dessen 2.0L-Vierzylinder-Turbo durch einen größeren Ladeluftkühler, höheren Ladedruck und Anpassungen auf rund 210 PS erstarkte. Optisch ist der Carrera GT unverwechselbar: angesetzte Kunststoff-Kotflügelverbreiterungen, eine Polyurethan-Frontpartie mit Bündigscheinwerfern, eine markante NACA-Lufthutze auf der Motorhaube und ein Frontspoiler. Der Leichtbau mit Kunststoff-Teilen und Aluminium-Komponenten senkte das Gewicht.

Der Carrera GT war die Basis für ein ganzes Renn-Programm: Die noch radikaleren 924 Carrera GTS (59 Exemplare, rund 245 PS) und die reinrassigen GTR-Rennwagen (rund 17 Exemplare, über 375 PS) gingen daraus hervor und fuhren erfolgreich in Le Mans. Diese GTS- und GTR-Versionen spielen wertmäßig in einer eigenen, noch höheren Liga.

Lange stand der 924 Carrera GT im Schatten des 911, wird heute aber als eigenständiger, historisch bedeutsamer Renn-Porsche und als seltene Transaxle-Ikone zunehmend geschätzt. Die Werte steigen entsprechend. Originalität, Zustand der spezifischen Karosserie-Teile und die nachgewiesene Echtheit sind die entscheidenden Wertfaktoren.

Motorisierungen

  • 2.0L Vierzylinder-Turbo ca. 210 PS, 1980, 924 Carrera GT (Straßenversion)
  • 2.0L Turbo ca. 245 PS, 924 Carrera GTS (59 Exemplare, Halo über dem GT)
  • 2.0L Turbo über 375 PS, 924 Carrera GTR (ca. 17 Renn-Exemplare, eigene Liga)

Karosserie-Varianten

  • Coupé 2-türig mit Kunststoff-Kotflügelverbreiterungen, NACA-Lufthutze und Polyurethan-Front (1980)
  • Carrera GTS / GTR, noch radikalere Sport- und Rennversionen, eigene Sammlerliga

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Echtheits-Risiko: Wegen der hohen Werte und der optischen Nähe zum 924 Turbo ist die nachgewiesene Echtheit zentral. Fahrgestellnummer und Werksunterlagen prüfen, nur 406 Exemplare existieren.
  • ! Karosserie und spezifische Teile: Die Kunststoff-Kotflügelverbreiterungen, die Polyurethan-Front und die Lufthutze sind Carrera-GT-spezifisch, selten und teuer, Beschädigungen oder Nachbauten mindern den Wert.
  • ! 2.0L-Turbo-Motor: Wie beim 924 Turbo sind Hitzemanagement, Zustand des Turboladers und der Ladedruck-Komponenten kritisch, Überhitzung und Ölversorgung im Auge behalten.
  • ! Rost: Wie bei allen 924 an Schwellern, Radläufen, Tankbereich, Wagenheber-Aufnahmen und Frontblech prüfen, die Transaxle-Bauweise hat eigene Schwachstellen.
  • ! Zahnriemen und Nebenaggregate des Vierzylinders nach Intervall warten, eine vernachlässigte Wartung kann teuer werden.
  • ! Originalität der Innenausstattung und der spezifischen Leichtbau-Teile prüfen, vollständige originale Carrera GT sind selten und entsprechend wertvoll.

Worauf beim Kauf achten

  • Echtheit zuerst: nur mit nachgewiesener Fahrgestellnummer, Werksbestätigung und lückenloser Historie kaufen, bei nur 406 Exemplaren ist jedes Auto dokumentiert nachvollziehbar.
  • Die Carrera-GT-spezifischen Karosserie-Teile (Verbreiterungen, Front, Lufthutze) auf Originalität, Beschädigung und sauberen Sitz prüfen, Ersatz ist teuer.
  • Den 2.0L-Turbo von einem Porsche-Spezialisten checken lassen, Ladedruck, Turbolader und Kühlung sind wertentscheidend.
  • Rost an Schwellern, Radläufen und Tankbereich auf der Hebebühne kontrollieren, wie bei jedem 924.
  • Originalität, vollständige Ausstattung und dokumentierte Historie steigern den Wert erheblich, gerade bei diesem seltenen Modell.
  • Ein aktuelles Wertgutachten ist bei den erreichten Werten dringend zu empfehlen, für Kauf und Versicherung.
  • H-Kennzeichen ist möglich (ab 2000), was Steuer und Klassik-Versicherung erleichtert.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Porsche 924 Carrera GT

Was ist ein Porsche 924 Carrera GT 2026 wert? +
Der Carrera GT liegt weit über dem Serien-924. Ein gutes Exemplar liegt 2026 in Note 3 bei rund 70.000 Euro, was den jüngeren Auktionsergebnissen entspricht (zum Beispiel rund 56.250 bis 58.500 Pfund bei Iconic Auctioneers 2024). Exzellente Autos in Note 2 erreichen rund 95.000 Euro, ein 1981er wurde bei Broad Arrow für rund 97.750 Schweizer Franken versteigert. Spitzenstücke in Note 1 liegen über 125.000 Euro, der Rekord lag bei rund 140.000 US-Dollar. Restaurierungsbedürftige Autos beginnen bei rund 37.000 Euro. Die noch selteneren Carrera GTS und GTR spielen deutlich darüber.
Was ist der Unterschied zwischen 924 Turbo und 924 Carrera GT? +
Der 924 Turbo ist die serienmäßige Turbo-Variante mit rund 170 PS. Der Carrera GT baut darauf auf, wurde aber 1980 in nur 406 Exemplaren als Gruppe-4-Homologation gebaut. Er hat rund 210 PS, einen größeren Ladeluftkühler, höheren Ladedruck und vor allem die unverwechselbare Karosserie mit Kunststoff-Kotflügelverbreiterungen, Polyurethan-Front, NACA-Lufthutze und Frontspoiler. Während ein guter 924 Turbo Teil des Serien-924-Pillars ist (Note 2 rund 15.000 Euro), erreicht der Carrera GT als seltene Homologation ein Vielfaches und ist ein eigenständiges Sammlerstück.
Warum ist der 924 Carrera GT so selten und wertvoll? +
Der Carrera GT war eine reine Homologations-Kleinserie: Porsche musste mindestens 400 Straßenexemplare bauen, um den 924 für Gruppe-4-Rennen und Le Mans zuzulassen, und baute genau 406. Er ist damit die Renn-DNA der 924-Reihe und Basis für die noch extremeren GTS und GTR, die in Le Mans antraten. Diese Kombination aus minimaler Stückzahl, echter Motorsport-Geschichte, kompromissloser Technik und unverwechselbarer Optik hebt ihn weit über den Serien-924. Als historisch bedeutsamer Transaxle-Renn-Porsche wird er von Sammlern zunehmend geschätzt, die Werte steigen entsprechend.
Was ist der Unterschied zwischen Carrera GT, GTS und GTR? +
Der Carrera GT ist die Straßen-Homologation mit rund 210 PS in 406 Exemplaren. Der Carrera GTS war die nächste Eskalationsstufe mit rund 245 PS in nur 59 Exemplaren, optisch noch radikaler mit Bündigscheinwerfern und mehr Leichtbau. Der Carrera GTR schließlich war der reinrassige Rennwagen mit über 375 PS in nur rund 17 Exemplaren, mit dem Porsche erfolgreich in Le Mans antrat. GTS und GTR spielen wertmäßig in einer eigenen, deutlich höheren Liga über dem Carrera GT und sind in diesem Pillar nicht abgebildet.
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim 924 Carrera GT? +
Bei der allgemeinen 924-Technik und dem 2.0L-Vierzylinder-Turbo ist die Versorgung dank großer Transaxle-Szene und Porsche Classic ordentlich. Schwierig und teuer wird es bei den Carrera-GT-spezifischen Karosserie-Teilen: die Kunststoff-Kotflügelverbreiterungen, die Polyurethan-Front und die NACA-Lufthutze sind selten und kaum zu ersetzen, eine Beschädigung kann aufwendig werden. Porsche Classic, spezialisierte Transaxle-Betriebe und die internationale 924-Carrera-GT-Community sind die zentralen Anlaufstellen für Teile, Restaurierung und Echtheits-Prüfung dieses seltenen Modells.
Wo rostet der Porsche 924 Carrera GT? +
Wie alle 924 ist auch der Carrera GT rostgefährdet, wenn auch dank teilverzinkter Karosserie weniger dramatisch als ältere Klassiker. Kritische Stellen sind die Schweller, die vorderen und hinteren Radläufe, der Tankbereich, die Wagenheber-Aufnahmen und das Frontblech. Bei den Carrera-GT-spezifischen Kunststoff-Verbreiterungen ist auf Folgerost an den Anschraubpunkten zu achten. Eine Inspektion auf der Hebebühne gehört zum Pflichtprogramm, da bei einem Auto dieses Werts jede versteckte Durchrostung relevant ist und eine fachgerechte Reparatur unter Erhalt der Originalsubstanz aufwendig sein kann.
Welche Klassik-Versicherung passt zum Porsche 924 Carrera GT? +
Wegen der hohen Werte sollte der Carrera GT mit individueller Wertvereinbarung auf Basis eines aktuellen Wertgutachtens versichert werden. Für ein Exemplar mit Marktwert um 90.000 Euro, H-Kennzeichen, Garage und geringer Jahresfahrleistung sind spezialisierte Klassik-Versicherer die richtige Wahl. Hiscox und Helvetia eignen sich für hochwertige, seltene Sammlerfahrzeuge mit Wertgutachten, OCC und ADAC Classic bieten solide Klassik-Tarife. Bei einem so seltenen Homologations-Porsche ist die nachgewiesene Echtheit auch versicherungsseitig relevant, ein aktuelles Gutachten ist ohnehin dringend anzuraten.
Welche Alternativen zum 924 Carrera GT gibt es? +
Im Segment der seltenen Transaxle- und Homologations-Porsche: der serienmäßige 924 Turbo als deutlich günstigerer Einstieg, der spätere 944 Turbo als stärkerer Transaxle-Sportler und der 968 als Schlusspunkt der Reihe. Wer die Renn-Homologation und Seltenheit sucht, findet im Carrera GT eine einzigartige Kombination aus minimaler Stückzahl und echter Le-Mans-DNA. Konzeptionell verwandt sind andere Gruppe-4-Homologationen der Ära. Der Carrera GT hebt sich durch seine unverwechselbare Karosserie, die geringe Stückzahl von 406 und seine direkte Verbindung zu GTS und GTR deutlich vom Serien-924 ab.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.