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Klassiker im Wert-Check
MARKTWERT 2026

Porsche 914/6

Sechszylinder-Mittelmotor · 2.0 Boxer 110 PS · 1969–1972

Porsche 914/6 Sechszylinder Mittelmotor-Targa
Foto: Alexander Migl, Wikimedia Commons · Bildquelle

Der Porsche 914/6 ist die seltene Sechszylinder-Spitze des Mittelmotor-Targa 914, gebaut von 1969 bis 1972. Statt der VW-Vierzylinder erhielt er den 2.0L-Sechszylinder-Boxer (Typ 901) aus dem 911 mit rund 110 PS, dazu fünf-Loch-Räder, größere Bremsen und 911-Technik. Mit nur 3.351 Exemplaren ist er deutlich rarer als der Vierzylinder-914 und hat in der Porsche-Welt einen festen, stetig steigenden Sammlerstatus. Heute übertrifft sein Wert in Topzustand sogar den eines zeitgenössischen 911 T. Marktwerte 2026: gute Autos rund 80.000 Euro, exzellente Exemplare über 110.000 Euro, Spitzenstücke und die 914/6 GT-Rennversionen deutlich darüber.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 123.250 – 166.750 €
Zustand 2 (Gut) 93.500 – 126.499 €
Zustand 3 (Gepflegt) 68.000 – 92.000 €
Zustand 4 (Alltag) 44.200 – 59.799 €
Zustand 5 (Restobjekt) 28.050 – 37.950 €
3-Jahres-Trend: +9%
Bauzeitraum
1969 – 1972
Versicherung (Zustand 2)
1.320–3.080 €/Jahr
Produktionszahl
nur 3.351 Porsche 914/6 gebaut (1969 bis 1972), plus wenige extrem seltene 914/6 GT-Rennversionen
H-Kennzeichen ab
1999

Über den Porsche 914/6

Der 914/6 ist die von Porsche selbst veredelte Variante des gemeinsam mit Volkswagen entwickelten Mittelmotor-Targa 914. Während der volumenstarke 914/4 luftgekühlte VW-Vierzylinder-Boxer nutzte, bekam der 914/6 den 2.0L-Sechszylinder-Boxer (Typ 901) aus dem zeitgenössischen 911 mit rund 110 PS.

Mit dem stärkeren Motor kamen weitere Aufwertungen: fünf-Loch-Räder statt vier, größere Bremsen, ein anderes Getriebe und 911-Komponenten. Das machte den 914/6 zum echten Porsche, der das ausgewogene Mittelmotor-Handling des 914 mit der Drehfreude des Sechszylinders verband. Gebaut wurde er nur von 1969 bis 1972, dann wurde die Variante eingestellt, weil sie in der Herstellung zu teuer und im Preis nahe am 911 lag.

Nur 3.351 Exemplare des 914/6 entstanden, ein Bruchteil der über 115.000 gebauten 914 insgesamt. Diese Seltenheit, kombiniert mit echter Porsche-Technik, hat dem 914/6 in der Sammler-Szene stets mehr Respekt eingebracht als dem Vierzylinder. Die extrem raren 914/6 GT-Rennversionen, mit denen Porsche erfolgreich Langstrecken- und Rallye-Einsätze fuhr, spielen in einer eigenen, sechsstelligen Liga.

Während das VW-Porsche-Stigma die Vierzylinder lange drückte, hatte der 914/6 schon früh eine treue Anhängerschaft. Seit den frühen 2010ern steigen die Werte konstant, befeuert vom allgemeinen Boom luftgekühlter Porsche. Rost und vor allem die nachgewiesene Echtheit sind beim 914/6 die entscheidenden Wertfaktoren, da Vierzylinder-914 zu 914/6 umgebaut werden.

Motorisierungen

  • 2.0L Sechszylinder-Boxer (Typ 901, aus dem 911) ca. 110 PS, 1969 bis 1972, 914/6
  • Renn-Basis: 2.0L Sechszylinder in den seltenen 914/6 GT-Werksrennern, deutlich stärker (nicht Serie)

Karosserie-Varianten

  • Mittelmotor-Targa-Roadster 2-sitzig (1969 bis 1972), herausnehmbares Targadach, fünf-Loch-Räder
  • 914/6 GT, extrem seltene Renn-/Sport-Version, eigene sechsstellige Sammlerliga

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Echtheits-Risiko ist beim 914/6 das zentrale Kaufthema: Vierzylinder-914 werden zu 914/6-Technik oder -Optik umgebaut. Fahrgestellnummer, Motornummer und Matching-Numbers zwingend prüfen.
  • ! Karosserie-Rost ist der größte Wertvernichter: Längsträger, Schweller, Batteriekasten, das berüchtigte Hell hole hinter dem Tank, Targa-Aufnahmen und Bodenbleche rosten häufig und sicherheitsrelevant.
  • ! Sechszylinder-Boxer (901): wie der 911-Motor wartungsintensiv und teuer in der Revision, Zustand und Originalität sind wertentscheidend.
  • ! Targa-Dach und Dichtungen: Undichtigkeiten führen zu Wasser im Innenraum und Folgerost, Zustand sorgfältig prüfen.
  • ! Schaltgestänge (langer Weg zum hinteren Getriebe): ausgeschlagene Lager führen zu schwammiger Schaltung, ein häufiger Mangel.
  • ! Teile-Spezifika: 914/6-eigene Komponenten (Bremsen, Räder, Motorperipherie) sind seltener und teurer als beim Vierzylinder, Nachfertigungen mindern bei Originalitäts-Bewertung den Wert.

Worauf beim Kauf achten

  • Echtheit vor allem: nur mit nachgewiesener Fahrgestell- und Motornummer, Matching-Numbers und lückenloser Historie kaufen, da Umbauten und Replicas kursieren.
  • Rost ist das zweite Kernkriterium: Längsträger, Schweller, Batteriekasten und das Hell hole hinter dem Tank genau prüfen, eine Hebebühnen-Inspektion mit Endoskop ist Pflicht.
  • Den Sechszylinder von einem Porsche-Spezialisten checken lassen, eine Revision des 901-Motors ist sehr teuer.
  • Targa-Dach, Dichtungen und Innenraum auf Wasserspuren und Folgerost kontrollieren.
  • Originalität, Matching-Numbers und dokumentierte Historie steigern den Wert erheblich, gerade bei diesem seltenen Modell.
  • Ein aktuelles Wertgutachten ist bei den erreichten Werten dringend zu empfehlen, für Kauf und Versicherung.
  • H-Kennzeichen ist für alle 914/6 möglich (ab 1999), was Steuer und Klassik-Versicherung erleichtert.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Porsche 914/6

Was ist ein Porsche 914/6 2026 wert? +
Der 914/6 liegt deutlich über dem Vierzylinder-914. Ein gutes, gesundes Exemplar liegt 2026 in Note 3 bei rund 80.000 Euro, was dem internationalen Marktschnitt von etwa 86.650 US-Dollar bei Classic.com entspricht. Exzellente Autos in Note 2 erreichen rund 110.000 Euro, Hagerty beziffert den Zustand-2-Wert auf rund 120.000 US-Dollar und damit höher als einen zeitgenössischen 911 T. Spitzenstücke in Note 1 liegen darüber, der Rekord lag bei rund 173.600 US-Dollar. Restaurierungsbedürftige Autos beginnen bei rund 33.000 Euro, die 914/6 GT-Rennversionen spielen sechsstellig in einer eigenen Liga.
Was ist der Unterschied zwischen 914/4 und 914/6? +
Der 914/4 ist die volumenstarke Variante mit luftgekühlten VW-Vierzylinder-Boxermotoren von 1.7 bis 2.0 Litern. Der 914/6 erhielt den 2.0L-Sechszylinder-Boxer (Typ 901) aus dem 911 mit rund 110 PS sowie fünf-Loch-Räder, größere Bremsen und weitere 911-Technik. Mit nur 3.351 gebauten Exemplaren ist er die deutlich seltenere, kräftigere und wertvollere Variante und wurde bereits 1972 eingestellt. Während ein guter 914/4 2.0 in Note 2 bei rund 27.000 Euro liegt, erreicht der 914/6 in vergleichbarem Zustand das Drei- bis Vierfache.
Warum ist der 914/6 so viel wertvoller als der Vierzylinder-914? +
Der 914/6 ist der echte Porsche unter den 914: Er nutzt den Sechszylinder-Boxer aus dem 911 statt eines VW-Vierzylinders und wurde nur 3.351-fach gebaut, ein Bruchteil der über 115.000 gebauten 914. Diese Kombination aus echter Porsche-Technik, Drehfreude des Sechszylinders, Renn-Historie der 914/6 GT und großer Seltenheit hat ihm in der Sammler-Szene stets mehr Respekt eingebracht. Während die Vierzylinder lange unter dem VW-Porsche-Stigma litten, war der 914/6 immer als vollwertiger Porsche anerkannt, was sich klar im Wert niederschlägt.
Wie erkenne ich einen echten 914/6? +
Echtheit ist beim 914/6 das wichtigste Kaufthema, weil Vierzylinder-914 zu 914/6-Optik oder -Technik umgebaut werden und der Wertunterschied enorm ist. Entscheidend sind die Fahrgestellnummer, die originale Motornummer (Sechszylinder Typ 901), Matching-Numbers und eine lückenlose, nachvollziehbare Historie. Die 914/6 trugen ab Werk fünf-Loch-Räder, größere Bremsen und ein eigenes Getriebe. Porsche Classic, die internationalen 914-Register und markenkundige Gutachter helfen bei der Verifikation. Ein Wertgutachten mit Echtheits-Bestätigung ist bei diesen Summen unverzichtbar.
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Porsche 914/6? +
Bei den allgemeinen 914-Karosserie- und Fahrwerksteilen ist die Lage dank starker Szene und Nachfertigung von Reparaturblechen ordentlich, was angesichts der Rostproblematik wichtig ist. Anspruchsvoller und teurer wird es beim Sechszylinder-Boxer (Typ 901) und bei 914/6-spezifischen Komponenten wie Bremsen, Rädern und Motorperipherie, die seltener sind als beim Vierzylinder. Porsche Classic und die internationale 914-Community mit eigenen Clubs und Registern sind die zentralen Anlaufstellen für Teile, Restaurierung und die wichtige Echtheits-Prüfung des 914/6.
Wo rostet der Porsche 914/6 am stärksten? +
Wie alle 914 ist der 914/6 stark rostgefährdet, und Rost ist neben der Echtheit sein wichtigster Wertfaktor. Kritische Stellen sind die Längsträger, Schweller, der Batteriekasten, das berüchtigte Hell hole (der schlecht belüftete Bereich hinter dem Tank und den Federbeindomen), die Targa-Dach-Aufnahmen und die Bodenbleche. Viele dieser Stellen sind sicherheitsrelevant. Eine gründliche Inspektion auf der Hebebühne mit Endoskop ist beim Kauf unverzichtbar, da eine fachgerechte Rostsanierung sehr teuer ist und versteckte Durchrostung häufig vorkommt, gerade bei einem so wertvollen Auto.
Welche Klassik-Versicherung passt zum Porsche 914/6? +
Wegen der hohen und steigenden Werte sollte der 914/6 mit individueller Wertvereinbarung auf Basis eines aktuellen Wertgutachtens versichert werden. Für ein Exemplar mit Marktwert um 100.000 Euro, H-Kennzeichen, Garage und geringer Jahresfahrleistung sind spezialisierte Klassik-Versicherer die richtige Wahl. Hiscox und Helvetia eignen sich für hochwertige, seltene Sammlerfahrzeuge mit Wertgutachten, OCC und ADAC Classic bieten solide Klassik-Tarife. Bei einem so seltenen Modell ist die nachgewiesene Echtheit auch versicherungsseitig relevant, ein aktuelles Gutachten ist ohnehin dringend anzuraten.
Welche Alternativen zum Porsche 914/6 gibt es? +
Im Segment der klassischen Einstiegs- und Mittelmotor-Porsche: der Vierzylinder-914 als deutlich günstigerer Einstieg, der 912 als Vierzylinder-911-Karosserie und der spätere 924 als Transaxle-Einstieg. Wer den Sechszylinder-Sound und die 911-Verwandtschaft sucht, findet im 914/6 ein einzigartiges Mittelmotor-Konzept mit Porsche-Technik. Konzeptionell verwandt sind zeitgenössische Mittelmotor-Sportwagen wie der Fiat Dino oder der Lancia Stratos in höheren Liga. Der 914/6 hebt sich durch echte Porsche-Mechanik, große Seltenheit und Renn-Historie deutlich vom Vierzylinder ab.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.