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Klassiker im Wert-Check
MARKTWERT 2026

Audi Coupé Quattro (B3)

20V 2.3 · 5-Zylinder · 1989–1991

Audi Coupé Quattro B3 in dunkler Lackierung, 20V-Sauger mit Allradantrieb
Foto: Wikimedia Commons · Bildquelle

Das Audi Coupé Quattro (B3) ist der gerne übersehene Nachfolger des Ur-Quattro. Zwischen 1988 und 1996 baute Audi das schlanke, runder gezeichnete Coupé auf Basis der modernen 80-B3-Plattform, in der Allrad-Version mit dem 2.3-Liter-20V-Fünfzylinder-Sauger und 170 PS. Mit Werten ab rund 6.500 Euro für Note-3-Wagen und Topzustand bei 25.000 bis 30.000 Euro ist es eine der vernünftigsten Einstiegspunkte in die Audi-Klassik-Welt.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 23.800 – 32.199 €
Zustand 2 (Gut) 16.150 – 21.850 €
Zustand 3 (Gepflegt) 10.200 – 13.799 €
Zustand 4 (Alltag) 5.525 – 7.474 €
Zustand 5 (Restobjekt) 1.700 – 2.300 €
3-Jahres-Trend: +16%
Bauzeitraum
1988 – 1996
Versicherung (Zustand 2)
280–532 €/Jahr
Produktionszahl
ca. 25.000 (B3 Coupé Quattro 20V, 1988 bis 1991)
H-Kennzeichen ab
2018

Über den Audi Coupé Quattro (B3)

Das Coupé Quattro entstand als komfortabler, alltagstauglicher Nachfolger des kantigen Ur-Quattro. Designerisch ein klarer Schritt in die Audi-90er, technisch eine Kombination aus moderner B3-Plattform und dem permanent angetriebenen Torsen-Allrad. Das Saugmotor-Konzept (kein Turbo wie beim Ur-Quattro) macht das B3-Coupé zwar weniger spektakulär, aber deutlich pflegeleichter und im Alltag souveräner.

Herzstück ist der 2.3-Liter-20-Ventil-Reihenfünfzylinder (Motor-Code 7A bzw. NG für die 10V-Variante), abgeleitet vom S2-Triebwerk, allerdings ohne Turbolader und mit 170 PS. Der charakteristische Fünfzylinder-Sound, das hohe Drehzahlband bis 7.000 U/min und das ausgewogene Fahrwerk machen das Coupé Quattro zu einem entspannten Langstrecken-Gleiter mit Sportwagen-Genen.

Im Markt wird das B3-Coupé Quattro oft als günstige Alternative zum Ur-Quattro betrachtet, was es aufgrund der frühen 90er-Verarbeitung und der besseren Rostvorsorge (vollverzinkte Karosserie ab 1988) tatsächlich auch ist. Wertsteigerungen von 16 Prozent in drei Jahren sind solide, allerdings nicht in der Klasse des Ur-Quattro. Wer einen Audi-Klassiker mit Allrad und Fünfzylinder-Charakter sucht, ohne die Ur-Quattro-Preise zahlen zu wollen, ist hier richtig.

Motorisierungen

  • NG 2.3L 5-Zyl 10V (133 PS), 1988 bis 1990
  • 7A 2.3L 5-Zyl 20V (170 PS), 1989 bis 1991
  • 2.6L V6 (150 PS), B4-Coupé-Übergang ab 1992

Karosserie-Varianten

  • Coupé 2-türig (1988 bis 1996)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Servolenkung-Pumpe undicht ab 200.000 km, Tausch unkompliziert, Originalteile noch lieferbar
  • ! Hydrostößel-Geräusche beim 20V (7A), oft mit Öl-Wechsel und passendem 0W-40 oder 5W-50 lösbar
  • ! Drosselklappen-Poti am 20V-Motor verschleißt, sorgt für Leerlauf-Schwankungen, Ersatzteil 80 bis 150 Euro
  • ! Klimaanlagen-Verdampfer undicht bei R134a-Umrüstung, R12-Originale werden zunehmend schwierig
  • ! Heckklappen-Schloss-Mechanik klemmt, typisches Coupé-Quattro-Problem, Reparatur mit Service-Kit
  • ! Sitzheizung an den Vordersitzen, defekte Heizmatten häufig, Reparatur an den Recaro-Sitzen lohnt sich
  • ! Rost ist beim B3-Coupé deutlich seltener als beim Ur-Quattro (verzinkte Karosserie), aber Radläufe hinten und Tankstutzen-Bereich prüfen

Worauf beim Kauf achten

  • 20V-Version (Motor-Code 7A, 170 PS) priorisieren, sie ist wertstabiler und besser nachgefragt als die 10V-Variante mit 133 PS
  • Service-Heft und Zahnriemenwechsel-Historie checken, Zahnriemen-Intervall liegt bei 90.000 km, Versäumnis kann Motorschaden nach sich ziehen
  • Original-Felgen (Speedline Fünfspeichen oder Audi 15-Zoll BBS) heben den Wert deutlich, Aftermarket-Felgen drücken ihn
  • Lederausstattung Recaro-Sitze: Bezugs-Zustand prüfen, Wangen-Verschleiß typisch, Reparatur möglich aber teuer
  • Allrad-Funktion checken: auf der Hebebühne Differenzialsperre prüfen, das Heckdifferenzial muss bei Bedarf manuell sperrbar sein
  • H-Kennzeichen-fähig seit 2018 für die frühen Baujahre. Wegen Originalitätsprüfung sind Modifikationen wie Tieferlegung oder andere Felgen problematisch
  • Marktangebot vergleichen mit dem BMW E36 Coupé, beide bewegen sich in ähnlichen Preisregionen, der Audi punktet bei Originalität und Allrad

Genauen Wert für deinen Audi Coupé Quattro (B3) berechnen

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Audi Coupé Quattro (B3)

Was ist ein Audi Coupé Quattro (B3) 2026 wert? +
Ein Audi Coupé Quattro 20V in gutem Zustand (Note 2) liegt im Mai 2026 bei rund 19.000 Euro. Topzustand-Exemplare mit dokumentierter Historie und niedriger Laufleistung erreichen 25.000 bis 30.000 Euro. Note-3-Wagen mit Gebrauchsspuren starten bei 9.000 Euro, ein Restaurationsobjekt geht ab 2.000 Euro weg. Die 10V-Variante (Motor NG, 133 PS) liegt 20 bis 25 Prozent unter den 20V-Preisen, weil sie als weniger sportlich gilt.
Was ist der Unterschied zwischen Coupé Quattro und Ur-Quattro? +
Der Ur-Quattro ist die kantige B2-Karosserie von 1980 bis 1991 mit Turbo-Fünfzylinder und 200 bis 220 PS. Das Coupé Quattro (B3) ist der modernere Nachfolger ab 1988 mit runder gezeichneter Karosserie auf der Audi-80-B3-Plattform und Saug-Fünfzylinder mit 133 oder 170 PS. Beide teilen den permanent Allradantrieb, unterscheiden sich aber in Karosseriestil, Motor-Charakter und Marktpreis deutlich. Das Coupé Quattro ist im Markt 60 bis 70 Prozent günstiger.
Welche Schwachstellen hat das Audi Coupé Quattro B3? +
Die Hauptschwachstellen sind: Hydrostößel-Geräusche beim 20V-Motor (durch Öl-Wechsel meist lösbar), Drosselklappen-Poti-Verschleiß mit Leerlauf-Schwankungen, undichte Servolenkungspumpe ab 200.000 km, sowie das typische Heckklappen-Schloss-Klemmen. Karosserie-Rost ist deutlich seltener als beim Ur-Quattro, weil die B3-Coupés verzinkt waren, aber Radläufe hinten und Tankstutzen-Bereich sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Lohnt sich das Audi Coupé Quattro als Wertanlage? +
Solide, aber kein Hochfliegen. Wertsteigerungen von rund 16 Prozent in drei Jahren sind dokumentiert, deutlich weniger als beim Ur-Quattro oder S2 Coupé. Voraussetzung ist die 20V-Version mit dokumentierter Historie und originalen Felgen und Ausstattung. Wer Allrad-Klassik-Feeling mit Audi-Fünfzylinder zu vernünftigen Preisen sucht, ist hier gut bedient. Als reines Investment-Objekt sind Ur-Quattro, S2 Coupé oder RS2 die besseren Wahlen.
Wie hoch ist die Versicherung für ein Audi Coupé Quattro? +
Bei Klassik-Versicherern liegen die Jahresprämien je nach Wert und Fahrleistung typischerweise zwischen 280 und 580 Euro. Ein 20V-Coupé Quattro in gutem Zustand mit 6.000 Jahres-km, H-Kennzeichen und Garage kostet bei OCC, ADAC ClassicCar oder Allianz Classic etwa 320 bis 420 Euro im Jahr. Das ist im Audi-Klassiker-Vergleich extrem günstig, weil der Marktwert moderat ist und der Saug-Motor versicherungstechnisch unverdächtig.
Ist das Audi Coupé Quattro H-Kennzeichen-fähig? +
Ja, alle Coupé Quattros mit Erstzulassung vor Mai 1996 sind ab Mai 2026 vollständig H-Kennzeichen-fähig, frühe 1988er-Exemplare schon seit 2018. Voraussetzung ist Originalität und ein positives H-Gutachten. Bei tiefergelegten oder leistungsgesteigerten Exemplaren wird das H-Kennzeichen meist verweigert. Bei Aftermarket-Felgen muss eine Eintragung mit Genehmigung vorhanden sein.
Welches Modelljahr Audi Coupé Quattro ist am besten? +
Die Baujahre 1990 und 1991 mit dem 20V-Motor (Code 7A, 170 PS) gelten als die ausgereiftesten und im Markt am stärksten nachgefragt. Frühe Baujahre 1988 bis 1989 hatten den schwächeren NG-Motor (10V, 133 PS) und sind günstiger, aber weniger gesucht. Ab 1992 wurde das Coupé auf B4-Plattform-Komponenten umgestellt, das brachte den V6-Motor ins Programm, aber das klassische Fünfzylinder-Audi-Erlebnis verlor sich, viele Sammler bevorzugen deshalb die reinen Fünfzylinder-Baujahre.
Welche Alternativen zum Audi Coupé Quattro B3 gibt es im selben Preissegment? +
Im Bereich von 15.000 bis 25.000 Euro bewegen sich auch der BMW E36 Coupé (320i/325i/328i), der Mercedes 190E 2.5-16 in einfachem Zustand, der VW Corrado VR6 oder der Porsche 944 in mittlerem Zustand. Der Audi punktet gegenüber den Konkurrenten mit seinem permanent Allradantrieb und dem charakteristischen Fünfzylinder-Sound, hat aber gegenüber dem M3 oder dem 944 Turbo deutlich weniger Performance. Wer Allrad-Charakter und Audi-Eigenheit will, ist hier richtig.

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Klassik-Versicherer wie Hiscox, OCC und Allianz Classic bieten für den Audi Coupé Quattro (B3) typischerweise Tarife zwischen 280–532 €/Jahr. Vergleich aller Anbieter im unabhängigen Versicherungs-Vergleicher.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.